USA 2007 / 2009 Blog
Eine USA-Reise von April bis Juni 2007 und Juni 2009

23.06.2009 - Bye bye California…

Posted by Jens Koopmann
On Juni 25th, 2009 at 20:06

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Posted in Reisebericht 2009, Reisetagebuch

… das war es denn auch schon fast. Es ist jetzt knapp 9:30 Uhr morgens und ich habe meine Sachen soweit gepackt. Zuvor war ich gerade noch frühstücken beim IHOP. Standesgemäß für die USA bin ich die 200m natürlich (wie auch sonst) mit dem Auto gefahren :-)

Frühstück bei IHOP

Jetzt fahre ich gleich noch nach Buringame und schau kurz in das PEZ-Museum. PEZ - erinnert ihr euch an diese kleinen Spender für die Pfeffies (diese kleinen Pfefferminzbonbons)? Genau darum geht es in diesem (wohl recht kleinen) Museum. Da es aber nur wenige Minuten vom Flughafen weg ist und ich noch ein wenig Benzin habe, düse ich noch kurz dorthin.

Ich schreib dann später also noch ein paar Zeilen….

…so jetzt bin ich am Flughafen und kann meinen letzten Bericht für das Tagebuch zu Ende schreiben. Ich bin also vorhin kurz nach Burlingame zum PEZ-Museum.

PEZ Museum Burlingame

In dem kleinen Museum (Museum ist übertrieben, es ist eher ein einzelner Raum) sind sämtliche PEZ-Spender ausgestellt, die jemals herausgegeben wurden. Der Besitzer hat sie alle gesammelt und so die weltweit einzige Ausstellung davon gemacht. PEZ kommt eigentlich aus Österreich, wo die Firma auch noch bis heute sitzt. PEZ ist dabei eine Abkürzung für Pfefferminz, denn das war ursprünglich die einzige Geschmacksrichtung der kleinen Bonbons.

PEZ Museum Burlington

Witzig ist, dass die Welt Ebay den PEZ zu verdanken hat, denn die Freundin des Ebay-Gründers hatte seiner Zeit eine Internetseite erstellt, um mit Leuten aus aller Welt ihre PEZ-Spender zu tauschen. Aus dieser Seite wurde später Ebay. Aus diesem Grund hat Ebay auch Anfang des Jahrtausends eine Serie eigener PEZ-Spender herausgegeben.

PEZ Museum Burlingame

Ansonsten befindet sich hier auch der weltweite größte PEZ-Spender:

PEZ Museum Burlingame

Und das war es dann auch. Nach einem Donut und einem Apple-Fritter bin ich dann zu Flughafen, wo ich unkompliziert das Auto abgegeben habe. Im Nachhinein war das Auto in Ordnung für den Preis. Immerhin habe ich es geschafft, es knapp unter 10l zu fahren.

Danach ging es dann zum Checkin, was sich unglaublich hingezogen hatte, da die eine Mitarbeiterin mit 3 Schaltern hoffnungslos überfordert war. Ähnlich war die Situation in den Sicherheitskontrollen, aber ich hatte ja Zeit.

Nun warte ich hier auf meinen Flieger und es wird Zeit für ein Fazit nach knapp 4000km in 3 Wochen mit gut 3600 Bildern. Es war eine sehr schöne Rundreise, die wieder den richtigen Mix aus allem Bot. Von den lebhaften Städten bis hin zur Natur und Tierwelt war alles dabei, genauso, wie vom Meer, über die Berge und die Wüste. Insgesamte eine tolle Ergänzung zu meinem Urlaub 2007 und ich habe viel neues sehen können. Leider gilt am Ende immer das gleiche: der Urlaub war viel viel zu kurz.

So und jetzt geht es nach Hause bis ich in 18h wieder in Luxembourg bin. Was bleibt ist noch das Sortieren der vielen Bilder und das Versehen der Bilder mit den GPS-Koordinaten, denn dies ist der erste komplette Urlaub, den ich per GPS nachverfolgen kann. Mal sehen, was ich daraus in der nächsten Zeit noch machen kann.

Das Reisetagebuch 2009 schließt aber damit seine Pforten :-)

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22.06.2009 - Über 7 Hügel musst du gehn….

Posted by Jens Koopmann
On Juni 24th, 2009 at 19:06

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…naja ob es nun genau 7 waren weiss ich nicht, aber es waren eine ganze Menge, dass sagen mir zumindest meine Beine heute. Wieder ein sehr langer Tag, bei dem ich fast 9 Stunden nonstop durch die Stadt gelaufen bin. Zumindest gut schlafen werd ich können ;-)

Pünktlich kurz nach 8 ging es heute morgen ab in die Stadt, wo ich dann auch nach 20min bei der Bay Bridge war. Da in der Nähe vom Fishermans Wharf das Parken doch recht teuer ist, habe ich das Auto einfach kurz vor der Bay Bridge für 10 Dollar den ganzen Tag stehen lassen. Da die Sonne für diesen Teil der Stadt jetzt auch genau günstig zum Fotografieren stand, habe ich das natürlich auch ausgenutzt.

Insofern losmarschiert und erstmal die Bay Bridge von allen Seiten beknippst:

Bay Bridge San FranciscoBay Bridge San FranciscoBay Bride San Francisco

Die Bay Bridge verbindet San Francisco mit Oakland und ist insgesamt über 8km lang. Damit natürlichlich deutlich größer als die Golden Gate Bridge. Erbaut wurde sie 1936 und damit kurz vor der Golden Gate Bridge eröffnet. Sie ist eine zweistöckige Brücke. Fährt man raus aus San Francisco (so wie ich vorgestern) fährt man im unteren Stockwerk (also quasi im Tunnel), während man oben nach San Francisco rein fährt.

Danach bin ich dann ein wenig am Embarcadero langspaziert und konnte ine paar nett Bilder der Skyline machen.

Êmbarcadero San FranciscoEmbarcadero San Francisco

Bis in die frühen 90er Jahre war die Wasserfront von der Stadt durch einen 2-stöckigen Highway getrennt. Erst der damalige Bürgermeister veranlasste die Verlegung des Highways und vereinigte somit Stadt und Ufer wieder miteinander zu dem heute doch sehr schönen Gesamtbild.

Dann war ich auch schon am Ferry-Tower angekommen. Bis Mitte des letzten Jahrhunderts liefen hier die Fähren aus den anderen Teilen der Bay ein. Eine besondere Rolle spielte der Turm beim Erdbeben 1906. Als das Erdbeben vorrüber war und die Stadt in Flammen stand, richteten sich die Blicke sofort auf den Fährturm - würde er noch stehen, könnten Fähren die Menschen aus der Stadt evakuieren. Und er stand noch! Bei der Evakuierung und auch bei der Heranschaffung der Baumaterialien zum Wiederaufbau spielten die Fähren daraufhin eine wichtige Rolle. Erst mit dem Bau der Brücken verloren sie lange Zeit ihre Bedeutung, bis die Brücken ihrerseits so überlastet waren, dass es heute wieder Fähren gibt.

Ferry Tower Embarcadero San Francisco

Von dort ging es dann in Richtung Downtown weiter entlang der Market Street, wo ich zunächst in einem Bagel-Shop zwei leckere Bagels zum Frühstück genossen habe :-)

Downtown San Francisco

In Downtown sind die Wolkenkratzer von San Francisco vereinigt. Aber auch die Endstation einer Cable Car Linie, wo ich mir nochmal das Wendemanöver angeschaut habe. Ich finde das System der Cable Cars ja einfach nur genial. Hier die Kurzzusammenfassung:

In der Strasse verläuft ein Kabel, was sich mit konstanter Geschwindigkeit immer weiter bewegt und am Ende immer im Kreis läuft. Die Cable Cars besitzten nun eine Art Klammer, um sich an diesem Kabel “festzuhalten”. Greift die Klammer zu, fahren die Cable Cars los. Lässt die Klammerlos, rollen die Cable Cars. Um anzuhalten haben sie noch zusätzliche Bremsen. Mehr ist das ganze nicht. Einfach und genial - und schon über 130 Jahre alt :-)

Cable CarCable Car

Und hier noch ein paar Bilder aus Downtown auf dem Weg zum Union Square:

Downtown San FranciscoDowntown San FranciscoDowntown San Francisco

Besagter Union Square war dann der nächste Stop. Seinen Namen hat er übrigens von den Kundgebungen der “Union” während des Bürgerkrieges, die an eben diesem Platz hier stattgefunden habe. Heute sind die Herzen an den 4 Ecken des Platzes ein Erkennungsmerkmal.

Union Square San FranciscoUnion Square San Francisco

Von dort aus ging es dann weiter in Richtung China Town. San Francisco’s Chinatown gehört meiner Meinung nach zu den schöneren in den USA - bunt und recht lebhaft. Los geht das ganze mit einem Chinesischen Tor und zieht sich dann einige Blöcke hin.

China Town San FranciscoChinatown San FranciscoChinatown San FranciscoChinatown San Francisco

Zurück ging es dann in Richtung Embarcadero mit einem kleinen Stop beim Transamerica Building.

Downtown San Francisco

Dann ging es am Embarcardero entlang bis hinauf zum Pier 39 - ein wenig der sich durchaus etwas zieht, schließlich sind es gute 1,3 Meilen. Hier ein paar Bilder von dem Weg:

Embarcadero San FranciscoEmbarcadero Blick auf Coit Tower San FranciscoEmbarcadero San Francisco

Am Pier 39 war dann erstmal eine kurze Kaffeepause angesagt und anschließend bin ich dann nochmal über den Pier spaziert, bevor ich bei Boudin noch mal eine Clam Chowder im Brot gegessen habe. Ich fand sie zwar gut, aber die gestern im Fog Harbor war besser.

BildPier 39 San FranciscoPier 39 San Francisco

So gestärkt ging es dann noch einmal entlang des Fisherman Wharf.

Fisherman's Wharf San FranciscoFisherman's Wharf San Francisco

Nächster Stop war der Hyde Pier, wo ein paar alte Schiffe liegen (die ich aber nicht besichtigt habe) und von wo man eine schöne Aussicht auf Alcatraz, die Golden Gate Bridge und die Ghirardelli Square hat.

Hyde Pier San FranciscoHyde Pier San FranciscoHyde Pier San Francisco

Von hier kann man auch ganz gut sehen, wie steil die Hyde Street nach oben geht (ich bin später noch 1,5 Mal dort hochgelaufen!).

Hyde Street San Francisco

Nächster Stop war aber erstmal das Buena Vista Café. Hier wurde 1952 der erste Irish Coffee serviert. Insofern gab es dann heute noch einen für mich :-)

The Buena Vista San FranciscoThe Buena Vista San Francisco

Dann bin ich danach auf direktem Wege die Hyde St erstmal bis zur Hälfte hochgelaufen, bis mir eingefallen ist, dass ich ja auch bem Ghirardelli Square noch verbeischauen wollte. Ob das am Irish Coffee lag, dass ich das vergessen habe???? Auf jedenfall hiess es damit: gehen sie zurück auf Los, sprich wieder die Strasse hinunter.

Ghirardelli Square war früher Standort der Schokoladenfabrik von Ghirardelli. Heute ist es eine kleine Ladenpassage. Ghirardelli als Schokoladenhersteller existiert aber noch und gehört zu Lindt.

Ghirardelli Square San FranciscoGhirardelli Square San FranciscoGhirardelli Square San Francisco

Anschließend ging es dann (ein zweites Mal) zur Hyde St. Und hier ein paar Bilder wie sich die Cable Cars diese steile Strecke hochschleppen:

Hyde Street San FranciscoHyde Street San FranciscoHyde Street San Francisco

Nachdem ich dann am Gipfel des Russian Hill angekommen war (wo die Hyde St verläuft), war ich dann auch schon bei der Lombard Street angekommen. Gestern bin ich ja hier schon langgefahren, was mich aber heute nicht davon abgehalten hat, für ein paar Fotos sie erst runter und danach wieder rauf zu laufen - keinen Kommentar dazu….

Lombard Street San FranciscoLombard Street San Francisco

Und hier der Beweis, dass ich den Unsinn wirklich gemacht habe:

Lombard Street San Francisco

(Hatte ich erwähnt, dass man mir immer die Beine auf Bilder abschneidet?)

Danach ging es dann eine ganze Weile quer durch die Stadt…

San FranciscoSan FranciscoSan Francisco

… bis ich in Japan Town angekommen war. Hier ist quasi das kleine Gegenstück zu China Town.

Japan Town San FranciscoJapan Town San Francisco

Von dort ging es dann weiter zum Alamo Square. Jaaaaa, ich war da gestern schon und jaaaaaa, ich habe da auch Fotos gemacht. Aber die Sonne war ja nicht so optimal (von Osten statt von Westen). Also habe ich mein Glück nochmal versucht und wurde belohnt :-) Hier also nochmal die Painted Ladies:

Alamo Square Painted Ladies San FranciscoAlamo Square Painted Ladies San Francisco

Jetzt waren meine Beine aber langsam wirklich schwer und ich habe den (recht langen) Rückweg angetreten. Dieser führte nochmal am Civic Center vorbei.

Civic Center San Francisco

Schließlich ging es dann über Downtown wieder zurück zum Embarcadero unterbrochen nur durch eine Kaffeepause bei Starbucks.

Downtown San FranciscoDowntown San Francisco

Da die Sonne ja dann auch mittlerweile gedreht hatte, habe ich dann zu guter Letzt noch ein paar Aufnahmen der Bay Bridge gemacht, bevor es zum Auto ging.

Bay Bridge San FranciscoBay Bridge San FranciscoBay Bridge San Francisco

Kurz vor 6 war ich dann wieder am Auto und keine 20min später wieder daheim. Wie haben die zwei Kanadier in Napa zu mir gesagt: San Francisco ist das Vermächtnis der Amerikaner an die Welt. Und sie haben recht damit recht! New York mag größer sein, Los Angeles mehr Society haben, Philadelphia mehr Geschichte und Miama schönere Strände, aber San Francisco ist einfach…. - San Francisco. The place to be :-)

Jetzt ist es kurz vor 10 Abends und ich habe noch nichts gepackt - werde ich heute auch nicht mehr. Habe ja morgen keine Hektik.

Damit ist aber das meiste der Reise vorbei. Morgen vormittag gibts noch einen kleine Stop und dann war es das. Also - ein Artikel fürs Reisetagebuch kommt noch. Für heute war es das aber erstmal… Gute Nacht Amerika bzw. Good Morning Germany :-)

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21.06.2009 - If you’re going to San Francisco….

Posted by Jens Koopmann
On Juni 23rd, 2009 at 17:06

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…be sure to wear some flowers in your hair…

Naja auf die Blumen im Haar habe ich heute verzichtet, dafür aber jede Menge gute Laune bei einem tollen Tag gehabt!

Jetzt wo ich beginne den Bericht zu schreiben ist es schon 20 vor 9 und es gibt doch eine Menge zu erzählen, denn der Tag war lang.

Heute morgen habe ich es etwas ruhiger angehen lassen und bis erst um 9 aus dem Hotel in Richtung Stadt gefahren. Da ich gestern bei der Durchfahrt im Civic Center ein paar schöne Gebäude gesehen habe, sollte dies der erste Stop werden. Doch irgendwie konnte ich nicht so schnell Karte lesen und Fahren gleichzeitig, so dass ich einen kleinen Umweg gefahren bin. Dafür habe ich dann aber auch einen prima Parkplatz gefunden und noch ein Haus entdeckt, wo ich danach noch hingelaufen bin.

Im Civic Center befindet sich neben dem Rathaus der Stadt auch noch ein Theater, die Oper und die Bibliothek. Zudem war heute auch noch Wochenmarkt.

Civic Center San FranciscoCivic Center San FranciscoCivic Center San Francisco

Anschließend bin ich noch ein Stück in Richtung South of Market gelaufen und habe dort erstmal ein kleines Frühstück mit 3 Donuts gefuttert (die ich heute aber locker wieder weggelaufen hab).

South of Market San FranciscoSouth of Market San FranciscoSouth of Market San FranciscoSouth of Market San Francisco

Eigentlicher Grund in diese Richtung zu laufen war aber wie oben schon erwähnt ein Gebäude was ich aus dem Auto gesehen habe in der 6th Street. Bei diesem Gebäude sind quasi als Kunstobjekte die Möbelstücke aus dem Fenster gefallen. Die Gegend in der das Haus steht ist jedoch eher ungemütlich und die Strasse hat einen leicht beissenden Uringeruch. Bei Dunkelheit würde ich dort nicht langlaufen wollen…

South of Market San FranciscoSouth of Market San FranciscoSouth of Market San Francisco

Danach ging es dann weiter zum Alamo Square. Hier war ich (glaub ich) schonmal, hatte aber noch keine Fotos von den Painted Ladies, einer Häuserreihe bunter viktorianischer Häuser dort. Leider ist die Sonne dort am Morgen nicht ganz günstig (als ich Abends wiederkam, war sie dann jedoch auch zu tief…). Aber insgesamt ein hübscher Platz mit einer schönen Aussicht auf die Stadt!

Alamo Square San Francisco

Nach gut 15min ging es dann auch schon weiter zum ersten von zwei längeren Stops des heutigen Tages: Haight-Ashbury. Dieses Viertel entlang der Haight-Street war früher das Zentrum der Hippie-Bewegung in San Francisco und noch heute ist die Mischung dort sehr entspannt und bunt. Das Venice Beach von San Francisco ;-) Aber zuvor musste erstmal ein Parkplatz gefunden werden und das war nicht einfach. Schließlich ist mir 2 Blocks entfernt in einer kleinen Gasse doch noch einer begegnet.

Das Viertel macht unheimlich Spaß und auch an einem Sonntag ist hier einiges los, auch wenn um 11 hier alle erst wach zu werden schienen ;-)

Haight Ashbury San FranciscoHaight Ashbury San Francisco

Nachdem ich Lower Haight hinter mir gelassen hatte, war ich am Buena Vista Park angekommen. Hier ist mitten in der Stadt eine waldige Oase mit einem kleinen Berg. Dieses bin ich dann auch rauf, mit der Belohnung einer schönen Aussicht bis zur Golden Gate und der Bay Bridge.

Buena Vista Park San FranciscoBuena Vista Park San Francisco

Danach ging es dann mit dem Zentrum von Haight Ashbury weiter:

Haight Ashbury San FranciscoHaight Ashbury San FranciscoHaight Ashbury San FranciscoHaight Ashbury San Francisco

Wie in Los Angeles gab es auch hier einen Amoeba Musikladen, nur die Auswahl war hier nicht ganz so groß.

Nach einem Kaffee bei McDoof bin ich dann die ganze Strasse wieder zurückgelaufen. Der Stadtteil hat aber echt Spaß gemacht und war sicherlich das Highlight heute.

Haight Ashbury San Francisco

Danach ging es dann weiter zum Golden Gate Park, wo sich erneut die Parkplatzfrage stellte. Ziel war es möglichst nahe an der 19. Strasse zu parken. Beim ersten Durchgang war aber allen proppevoll. Beim zweiten aber… tadaaaaa ein Platz direkt an der Ecke 19. Strasse :-) Das nenn ich Luxus!

Der Golden Gate Park ist eine gut 4km lange Parkanlage, die allerdings nicht wie der Name vermuten lässt an der Golden Gate Bridge liegt!

Zunächst bin ich einmal um den Strawberry Hill, um zum Japanischen Teegarten zu kommen.

Golden Gate Park San FranciscoGolden Gate Park San Francisco

Der Japanische Teegarten ist eine hübsche Anlage im Park, für die jedoch 5 Dollar Eintritt fällig sind.

Golden Gate Park San FranciscoGolden Gate Park San FranciscoGolden Gate Park San FranciscoGolden Gate Park San Francisco

(Hatte ich erwähnt das man mir auf Fotos immer die Beine abschneidet?)

Dann ging es weiter in den benachbarten Rosengarten. Die Rosen dort sind wirklich wunderschön und ich hätte Fotos ohne Ende machen können. Hier daher nur zwei Bilder als Auswahl:

Golden Gate Park San FranciscoGolden Gate Park San Francisco

Zu guter Letzt war auch auch noch ein Musikfestival im Park, so dass ich dort noch einen Stop eingelegt habe. Die Band kannte ich nicht, aber die Stimmung war gut :-)

Golden Gate Park San Francisco

Danach gings es dann wieder zum Auto und dann weiter nach Westen bis zur Atlantikküste. Dort gibt es am Parkrand noch eine höllandische Windmühle und ein Restaurant bei dem geraden eine klasse Band gespielte hatte. Die Musik war wirklich gut und so habe ich für 15 Dollar noch 2 CDs von denen ergattert :-)

Golden Gate Park San FranciscoGolden Gate Park San Francisco

Nur weniger 100m weiter habe ich das Auto wieder geparkt und bin zum Cliff House gelaufen und habe ab noch ein Stückchen weiter dann mal wieder die Golden Gate Brücke gesehen.

Cliff House San FranciscoCliff House San FranciscoCliff House San FranciscoCliff House San Francisco

Bei den nächsten Stops habe ich mich dann immer weiter der Golden Gate Bride genähert, so dass ich das jetzt mal hier zusammenfasse, zuvor aber noch zwei Bilder vom Legend Honor Monument:

Legend Honors San FranciscoLegend Honors San Francisco

So jetzt aber die Bilder von der Brücke:

Golden Gate Bridge San FranciscoGolden Gate Bridge San FranciscoGolden Gate Bridge San FranciscoGolden Gate Bridge San Francisco

Danach ging es dann Richtung Fishermans Wharf, aber zuvor hatte ich die wahnwitzige Idee doch nochmal die Lombard Street zu fahren. An sich ist diese kleine enge Strasse ja kein Problem, das Problem war nur, dass jeder dort lang wollte und so stand ich am steilen Hang und habe versucht das Gas so zu dosieren, dass ich stehen geblieben bin, da das Anfahren mit Handbremse bei der Automatik so tricky ist. Hier ein Bild aus dem Auto (man beachte, dass ich mit einem Fuss das Gas dosiere und gleichzeitig Fotografiere!!):

Lombard Street San Francisco

Dann ging es aber irgendwann dann endlich weiter:

Lombard Street San Francisco

Kurz darauf bin ich dann auch am Fishermans Wharf angekommen und habe das Auto in einem Parkhaus abgestellt. Dann ging es was Essen. Heute gab es Clam Chowder im Brot und einen Salat dazu - auf die Suppe habe ich mich schon den ganzen Tag gefreut :-)

Clam Showder in Bread Bowl

Dann ging es kurz noch etwas nachtanken und nochmal zum Alamo Square aber das Licht war dort auch nicht mehr gut zum Fotografieren, so dass ich dann auch zurück ins Hotel bin. Immerhin war ich gute 11h unterwegs, was für einen Tag mehr als reicht.

Damit habe ich jetzt um 22 Uhr auch den Bericht für heute abgeschlossen. Nicht ganz so viel geschrieben, aber trotzdem viel erlebt :-) Sicher einer der Highlighttage dieser Reise und die Gewissheit ist gefestigt, dass San Francisco meine Lieblingsstadt bleibt.

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20.06.2009 - Mission vollendet (naja fast ;-))

Posted by Jens Koopmann
On Juni 23rd, 2009 at 03:06

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Und da bin ich wieder wo alles losging - in San Francisco und aus der Tatsache, dass ich heute noch schreibe, kann man schließen, dass ich noch am Leben bin und somit heil wieder angekommen bin. Heute war nochmal ein recht langer Tag gewesen mit viel Programm, was aber doch sehr gut gepasst hat.

Halb 7 klingelte heute früh der Wecker, denn ich wollte doch recht pünktlich aus Petaluma wegkommen. Aufgefrischt und einen Kaffee später bin ich dann kurz nach halb 8 losgefahren ins 20min entfernte San Rafael. Dort gibt es eigentlich nicht viel zu sehen, außer die dortigen Mission, zu der ich für einen kurzen Fotostop gefahren bin. Die Mission San Rafael Arcangel ist die 20. und damit vorletzte der Kalifornischen Missionen. Aus der ursprünglich als Assistenzmission für San Francisco gedachten Mission wurde erst 1822 eine vollwertige Mission. Bereits 12 Jahre später fiel sie jedoch als erste Mission der Säkularisierung zum Opfer und wurde danach z.T. als Militärgebäude genutzt. Nachdem die alte Mission nach und nach verfiel wurde sie durch eine Holzkirche ersetzt, bis man 1949 die heutige Replika errichtete. Ich habe mir die Mission nur von außen angeschaut, dann drinnen gerade eine Andacht war. Mehr als ein kurzer Fotostop war es wirklich nicht, aber es lag ja direkt auf dem Weg.

Mission San Rafael Arcangel

Bevor es danach wieder auf den Highway ging, habe ich noch schnell ein paar Gallonen Benzin nachgefasst. Nur eine knappe Viertelstunde später war ich dann auch am Herzstück der Bay-Area angekommen - der Golden Gate Bridge. Mittlerweile bin ich ja zum Dritten mal an der Brücke und diesmal war es sogar schon am Morgen sonnig und klar. Also lohnte es sich, ein paar Bilder zu machen (obwohl ich lieber mal gesehen hätte, wie Nebenschwaden unter der Brücke sind, während die Brücke klar zu sehen ist ;-) ). Also habe ich die letzte Abfahrt direkt vor der Golden Gate genommen und bin auf den Parkplatz. Knippse scharfgemacht und GPS gestartet und schon gings los:

Golden Gate Bridge San FranciscoGolden Gate Bridge San FranciscoGolden Gate Bridge San Francisco

Auf der Platform gibt es auch ein Gedicht zur Brücke, welches man hier nachlesen kann (inkl. der Geschichte dazu): www.coastalpost.com/96/5/18.htm

Danach ging es dann noch rauf auf den Hügel, wo man von der anderen Seite auf die Brücke schauen kann:

Golden Gate Bridge San FranciscoGolden Gate Bridge San Francisco

Schließlich bin ich auf der anderen Seite noch bis runter ans Ufer gefahren, wo ich (glaube ich) noch nicht vorher mal gewesen war und habe ich dort noch ein paar Fotos gemacht.

Golden Gate Bridge San FranciscoSan Francisco Golden Gate Bridge

Schließlich kann man auch die Skyline von hier erahnen:

Golden Gate Bridge San Francisco

Anschließend ging es dann motorisiert über die Brücke, wobei ich auch das ein oder andere Foto gemacht habe, bzw. es versucht habe - Fotografieren und Autofahren zugleich ist gar nicht so einfach ;-)

Golden Gate Bridge San Francisco

So und zu guter Letzt hier noch der Tagesbeweis, dass ich noch lebe ;-)

San Francisco Golden Gate Bridge

Dann ging es einmal quer durch die Stadt und dann durch die zweite große Brücke - die Bay Bridge - direkt wieder hinaus. Unterwegs habe ich versucht ein paar Bilder von Downtown und von der Fahrt auf der Bay Bridge aus dem Auto zu machen:

Downtown San FranciscoBay Bridge San Francisco

Anschließend war dann erstmal eine halbe Stunde triste Fahrt angesagt, bis ich bei der Mission San José angekommen war. Es handelt sich hierbei um die 14. Mission, die 1797 durch Francisco Lasuén gegründet wurde. Die alte Mission wurde jedoch 1868 bei einem Erdbeben zerstört. Die heutige Mission ist eine Replika aus den 80er Jahren. Für 3 Dollar habe ich mir die Kirche und das Museum dann auch angeschaut.

Mission San JoséMission San José

Im Gegensatz zu den meisten Missionen, die einen Tagesritt (mit dem Pferd) voneinander entfernt sind, ist San José nur 3 Meilen von der Mission Santa Clara entfernt. Hintergrund hierfür ist, dass die Mission sonst ziemlich weit im Hinterland gewesen wäre und man dort vor aggressiven Indianerstämmen Angst hatte.

Die Mission ist selbst ganz nett, aber sicherlich kein Highlight, wenn man schon ein paar andere gesehen hat. Geschadet hat der Stop aber sicher auch nicht ;-)

Und weiter ging es dann auch direkt zur eben schon angesprochenen Mission Santa Clara de Asis. Es ist die 8. Mission und sie wurde 1777 noch von Junipero Serra gegründet. Heute sieht man die mittlerweile 5. Kirche von 1929 auf dem Gelände, da die letzten bei Erdbeben zerstört wurden. Die Mission ist heute Kapelle der Universität von Santa Clara. Sicher eine der schöneren Missionen.

Mission Santa Clara de AsisMission Santa Clara de Asis

Damit war es das dann aber auch wirklich mit den Missionen. Von den 21 Missionen in Kalifornien habe ich auf dieser Rundreise 17 gesehen. Insgesamt eine interessante Geschichte die hinter den Missionen steht und viele davon waren ihren Stop auch wirklich wert.

Als nächstes stand heute dann aber was ganz was anderes auf dem Plan - das Winchester Mystery House. Zuvor musste ich aber erstmal den Weg dorthin finden, denn irgendwie gab es das, was in meinem Routenplaner stand nicht. Also bin ich ein wenig frei Schnauze gefahren und trotzdem (mit nur etwas Verspätung) angekommen.

Winchester_House

Das Haus war die Residenz von Sarah Winchester, Gattin und spätere Witwe den Waffenproduzenten William Winchester. Nach dessen Tod hatte sie eine Art Verfolgungswahn, dass Geister derjenigen, die mit Winchester Waffen erschossen wurden, sie verfolgen. Die einzige Möglichkeit ihnen zu entkommen, war ein Haus zu schaffen, was wie ein Labyrint ist und was niemals fertig ist. Und so entstand dieses Haus mit 160 Räumen auf 4 Stockwerken (vor dem Erdbeben 1906 waren es noch 7, doch ein Turm wurde zu schwer beschädigt). Damit die Geister sie nicht finden, hatte Sarah Winchester 40 Schlafzimmer. Auch die Anzahl der Fenster ist mit über 10.000 gigantisch. Das kuriose ist dabei, dass es für das ganze Haus keinen Bauplan gibt und auch sonst nicht alles Sinn macht, was im Haus ist, so z.B. Türen hinten denen Wände sind, oder aber Treppen, die einfach in der Decke enden:

Winchester Mystery House

Oder aber Schranktüren, hinten denen kein Schrank, sondern einfach der nächste Raum ist und Balkontüren, die nicht auf einen Balkon, sondern direkt in den Abgrund führen:

Winchester Mystery House

Schließlich hatte die Witwe Winchester noch einen Faible für die Zahl 13 und so findet sich das immer wieder im Haus, wie z.B. 13 Schlafzimmer, oder 13 Garderobenhaken oder aber 13 Löcher im Abfluss vom Waschbecken:

Winchester Mystery HouseWinchester Mystery House

Das Haus wurde über 600 Mal umgebaut und niemand weiss warum viele Dinge so gemacht wurden. Kurios ist auch, dass der Haupteingang nie benutzt wurde.

Naja ein netter Stop, wäre der Guide nicht so nuschelig gewesen. Den zu verstehen war echt eine Herausforderung - als wenn die Zähne zusammengeklebt hätten. Naja und der Preis war mit 26 Dollar auch recht heftig. Aber gut, es ist Urlaub :-)

Danach ging es dann zum letzten Stop für heute ins Los Trancos Open Space Reserve. Das ist eine Gegend in den Bergen, direkt im San Andreas Graben. Um dort hinzukommen musste ich mal wieder durch eine enge Bergstrasse. Hohenangst sollte man nicht haben, denn eine Leitplanke gab es nirgends.

Naja dort angekommen musste ich beim Aussteigen feststellen, dass es schweinekalt war. Ich schätze mal deutlich unter 15 Grad. Und ich in kurzen Hosen. Naja - ich wollte ja ne kleine Runde wandern…

Los Trancos Open Space Reserve

Den Graben selbst kann man natürlich eher nicht sehen, da er mit Erde verschüttet ist. Gelbe Marker verraten jedoch den Verlauf. An einer Stelle sieht man einen Zaun aus zwei Teilen. Der Abstand markiert den Versatz beim Beben von 1906.

Los Trancos Open Space Reserve

Ansonsten war dieser Baum noch interessant. Beim Erdbeben war er wohl gestürzt, hatte aber noch genug Wurzelkontakt, so dass er aus der horizontalen Position heraus wieder nach oben weitergewachsen ist. Das das mit dem Erdbeben zusammenhängt konnte man anhand der Ringe feststellen.

Los Trancos Open Space Reserve

Naja und das war es dann auch schon. Was mir aufgefallen war, ist eine unglaubliche Stille in dem Wald. Keine Vögel oder so - ob die Wissen, was da unter der Erde lauert? Naja jedenfalls war es nicht mehr und nicht weniger als eine kurze Wanderung. Für die meisten dürfte sich der Umweg hierhin nicht lohnen - für mich war es nochmal etwas Bewegung zum Tagesabschluss.

Los Trancos Open Space Reserve

Dann ging es die letzten 60km nach San Francisco zum Hotel. Hier angekommen ist ganz ordentlich Sturm angesagt. Der Wind pfeifft jetzt schon den ganzen Abend hier. Morgen sind da wohl wieder lange Hosen angesagt…

Damit ist aber die große Fahrerei abgeschlossen und die letzten beiden Tage kann ich in einer der schönsten Städte überhaupt verbringen.

Für heute war es das aber erstmal nach einem langen und vielseitigen Tag :-)

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19.06.2009 - Mission Wein Teil 2

Posted by Jens Koopmann
On Juni 22nd, 2009 at 04:06

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So, wieder zurück in Petaluma und damit auch zurück von Tag 2 im Napa Valley. Und es war wieder ein schöner uns sonniger Tag, wenn auch nicht ganz so warm wie gestern, aber doch knapp an die 30 Grad.

Heute morgen bin ich schon bei Sonnenschein aufgewacht und so stand nach einem Frühstück einem schönen Tag nichts mehr im Wege. Da im Napa Valley alles erst um 10 Uhr erwacht und es gerade mal kurz nach 8 war, bin ich erstmal nach Sonoma gefahren, der zweiten bekannten Weinstadt in der Gegend.

Sonoma ist so ziemlich das Gegenteil von Napa-Stadt was die Authenzität angeht. Während Napa so wirklich wie Disneyland ist, ist Sonoma eher die Realität, aber eine sehr schöne :-)

Sonoma

Neben vielen hübschen kleinen Häusern (viele bieten Bed- und Breakfast an), gibt es noch ein kleines hübsches Zentrum, so dass ich erstmal einen kleinen Spaziergang gemacht habe.

SonomaSonomaSonoma

Und noch etwas gab es in Sonoma zu sehen. Nach langer Zeit mal wieder eine Missionsstation: Mission San Francisco Solano.

Mission San Francisco Solano

Es ist die letzte der 21 Missionen und sie wurde 1823 errichtet durch Jose Altimira. Gleichzeitig ist hier auch das Ende vom Camino Real.

Mission San Francisco Solano

In der Mission drinnen war ich nicht, da sie noch nicht auf war, aber ich habe ja auch schon 2 oder 3 (oder so…) gesehen.

Nach diesem Zwischenstop ging es dann weiter in Richtung Napa, doch kurz vor Napa selbst habe ich noch einen Fotostop angelegt bei den Domaines Carneros. Es handelt sich dabei um ein Weingut mit tollen Außenanlagen. Von der Tour wurde mir im Visitor Center ausdrücklich abgeraten, so dass ich mich auf ein paar Fotos beschränkte. Hier sieht man aber recht deutlich, wie der Begriff Weingut hierzulande gelebt wird ;-)

Domaines Carneros

Wie so oft bei den Amerikanern ist das Schloss jedoch kein historisches, sondern wurde erst 1988 nach dem Vorbild des französischen Schlosses Chateau de la Marquetterie erbaut.

Domaines Carneros

Zügig ging es dann weiter, denn geplant war es, kurz vor elf in der Mitte des Napa Valley zu sein, genauergesagt bei Mumm Napa Valley.

So und wenn es jetzt bei dem Namen Mumm klingelt, dann geht es euch wie mir. Mumm in Eltville am Rhein - ist das etwa das Gleiche? Die Frage habe ich vor Ort auch gestellt, man konnte sie mir aber nicht beantworten. Man wusste nur, dass man als Mutter eine französische Champagnerfirma G.H. Mumm hat. Naja also musste ich das ganze selbst nachschlagen. In der Tat gibt es Mumm zwei Mal - das Champagnerhaus (G.H. Mumm) und das Sekthaus (Jules Mumm). Beide haben jedoch den gleichen Ursprung in einem gemeinsamen Unternehmen der 3 Mumm-Brüder Anfang des 19. Jahrhunderts. Während die Champagnermarke (und auch die US-Tochter damit) heute der Firma Pernod Ricard gehört, ist die Sektfirma von Rotkäppchen übernommen worden. Insofern ist der Name zwar gleich, aber die Unternehmen sind schon vor langer Zeit getrennte Wege gegangen.

However, der Grund warum ich hierher gefahren bin, war, dass Mumm Napa Valley eine kostenfreie Führung durch die Produktion anbietet. Insofern eine schöne Ergänzung zur Weinproduktion jetzt die Sektproduktion zu sehen. Da ich der einzige war, der irgendwie um 11 schon auf den Beinen war, hatte ich sogar eine VIP-Führung nur für mich allein ;-)

Zunächst ging es dazu zu ein paar Weinstöcken:

Mumm Napa Valley

Hierbei handelt es sich um die vier Trauben (nur 3 sind auch dem Bild erkennbar), aus denen der Sekt hier hergestellt wird: Pinot Noir (Grundlage aller Sekte hier), Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Gris (z.T. als Ersatz für den Chardonnay). Damit ist also eine rote Traube (Pinot Noir / Blauer Spätburgunder) die Grundlage alle Sekte, auch der Weissen!

Das man aus roten Trauben Weißwein herstellen kann (Blanc de Noir), war mir ja bekannt, jedoch hat dieser Weißwein dann doch meist noch einen rosa Schimmer - Sekt jedoch nicht. Das wird erreicht, indem man die Trauben in verschiedenen Tranchen presst und auch nur sehr sanft. Dann sind die ersten Tranchen in der Regel weiss und nur am Ende kommt der roséfarbende Saft. Hier die Traubenpresse:

Mumm Napa Valley

Die Trauben werden dabei für Sekt wesentlich früher als für Wein geerntet, um möglichst viel Säure zu haben und wenig Zucker. Danach startet dann der erste Gärungsprozess, welche ein paar Tage bis ein paar Wochen dauern kann. Das ganze geschieht in folgenden Edelstahltanks:

Mumm Napa Valley

Am Ende der ersten Gärung hat der Wein (nichts anderes ist es zu dem Zeitpunkt) 11,5% Alkohol. Das Verfahren ist beim Champagner exakt das Gleiche, nur dass man einen Sekt nur dann Champagner nennen darf, wenn er aus der Champagne kommt. Ansonsten gibt es keinen Unterschied.

Nach der ersten Gärung kommt der Wein in Flachen zusammen mit Hefe und Zucker. Danach kommt eine Plastikkappe und ein Kronkorken auf die Flasche.

Mumm Napa Valley

Dann kann der 2. Gärungsprozess beginnen an dessen Ende der Sekt ca. 12,5% Alkohol hat und auch das CO2 genügend entstanden ist. Die Länge der Lagerung auf der Hefe bei der 2. Gärung bestimmt dabei die Form des Sprudels und den Geschmack des Sektes.

Am Ende der 2. Gärung beginnt der Rüttelprozess, um die Hefe in den Flaschenhals zu bekommen. Dabei wird jede Flasche täglich ein Stück gedreht (gerüttelt), so dass die Hefe langsam in den Flaschenhals rutscht.

Mumm Napa Valley

So war das zumindest früher!! Heute macht das eine Maschine genauer und schneller:

Mumm Napa Valley

Wenn die Hefe dann im Flaschenkopf ist, wird der Kopf der Flasche gefroren und geöffnet, wobei die gefrorene Hefe hinausschießt. Anschließend wird der Sekt dann ggf. mit Zucker gesüsst. Der Zuckergehalt eines Sekts ist damit nicht wie beim Wein vom Reifegrad der Trauben und dem Alkoholgehalt abhängig - das war mir neu :-)

Das ist eine alte Dosage-Maschine, mit der das gemacht wurde:

Mumm Napa Valley

Schließlich kommt dann der Korken rein und das Metalgitter um den Flaschenkopf.

Insgesamt hat die Führung knapp 45min gedauert und war sehr informativ. Im Anschluss kann man sich noch 2 sehr schöne Fotogalerien von einem Starfotografen (der Stars ablichtet) und von Amsel Adams anschauen.

Sekt probiert hab ich nicht (bin ja nicht der große Sekttrinker), aber gelohnt hat sich der Stop auf jedenfall. Weiter ging es dann als nächstes zum einem Weingut am West-Rand des Napa Valley, der Hess Collection.

Auch hier war ich nicht wegen dem Wein, sondern wegen der Austellung moderner Kunst, die das Museum beherbergt und die man kostenfrei besichten kann.

Hess Collection Napa ValleyHess Collection Napa Valley

Eine sehr lohnenswerte Ausstellung mit interessanten Exponaten. Mal was anderes als Wein hier im Valley ;-)

Danach war es dann aber doch Zeit für eine Weinprobe und dafür ging es wieder in den Norden des Valleys zu Beringer Wineries, für die ich einen Gutschein hatte für eine kostenfreie Probe.

Beringer Wineries Napa Valley

Die Beringers stammen ursprünglich aus der Gegend um Mainz und sind vor über 100 Jahren hier her gekommen. Zu testen gab es 3 Weine und dabei habe ich mich für drei Weissweine entschieden - einen trockenen Riesling, einen Sauvignon Blanc und einen Chardonnay. Allesamt waren in Ordnung und der Riesling sicher der beste den ich in den USA bislang hatte, aber bei weitem nicht mit unseren Rieslingen konkurrenzfähig. Insgesamt nette Weine.

Sehenswert ist auch das Rhineland-House auf dem Anwesen:

Beringer Wineries Napa Valley

Nach dem Wein musste dann aber erstmal wieder was in den Magen und so habe ich wie ja schon gestern bei V. Sattui Halt gemacht und mir wieder ein leckeres Sandwich geholt.

Danach ging es dann weiter zu Rutherford Ranch, die mit einem Wein & Schokolade-Tasting werben. Da ich auch da noch einen Gutschein für ein 2-für-1-Tasting hatte, bin ich dort hin. Da ich ja nur eine Person war, musste ( ;-) ) ich zwei Proben machen, also habe ich die klassische Probe genommen (4 aus 6 Weinen stehen zur Auswahl) und die Dessertweinprobe (2 Weine). Die klassischen Weine (ich hatte einen Sauvignon Blanc, einen Zinfandel, einen Cabernet Sauvignon und einen Rhiannon - eine Cuvee) waren allesamt gut trinkbar und insbesondere der Zinfandel und der Rhiannon haben sehr gut geschmeckt. Auch die beiden Dessertweine (ein Muskat und ein Port) waren gut. Das Zusammenspiel mit der Schokolade beschränkte sich auf ein Stück Schokolade zum letzten Wein - also mehr Nepp als wirkliches Highlight. Bleibt also eine Probe von insgesamt 6 Weine für 10 EUR, was ok ist, zumal die Weine in Ordnung waren. Mehr gab es hier aber auch nicht zu sehen und von daher gibts auch keine Fotos.

Da sich mittlerweile der Verkehr immer mehr staute, bin ich dann auch langsam wieder zurück gefahren. Für den Tag war es auch wieder genug gewesen.

Es waren zwei schöne Tage im Napa Valley und ich bin froh nicht nur den einen Tag gehabt zu haben. Morgen geht es dann auf die letzte Etappe ( :-( ) einmal um die südliche Bay herum nach San Francisco.

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