Routenplanung – Von der Idee zur Realisierung (Teil 1)

Meine Routenplanung ist fast abgeschlossen, eine gute Gelegenheit also, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern und ein paar Tips weiterzugeben.

Ich möchte das ganze am Beispiel meiner Westroute demonstrieren.

Zunächst aber geht es um die drei ganz großen Fragen:

  1. Wann soll die Route starten?
  2. Wie lang darf die Route maximal dauern?
  3. Wohin soll es eigentlich gehen?

Für meine Beispielplanungen habe ich diese Fragen natürlich schon beantwortet ;-), sonst wäre meine Planung doch erheblich erschwert worden.

Also hier meine Antworten:

  1. Die Route startet im Mai
  2. Die Route dauert ca. 3 bis 3,5 Wochen
  3. Ziel ist der Westen der mit Schwerpunkt auf die Nationalparks

Nachdem dies geklärt ist, kann es nun weitergehen. Als nächstes gilt es festzulegen, welche Sehenswürdigkeiten auf der Route enthalten sein sollen. Dabei sollte man sich auch eine Reihenfolge der Sehenswürdigkeiten überlegen. Ich empfehle folgende Kategorien:

  • Pflichtziele (diese müssen in der Route enthalten sein – must see)
  • Wichtige Ziele
  • Nebenziele (Nice to have)

Als ich mit der Planung meiner Westroute begonnen habe, sah das in etwa so aus:

  • Pflichtziele
    • Grand Canyon
    • Las Vegas
    • Monument Valley
    • Yosemite
    • Yellowstone
    • Salt Lake City
  • Wichtige Ziele
    • Bryce Canyon
    • Zion Canyon
    • Canyonlands NP
    • Arches NP
    • Death Valley
    • San Francisco
    • Sacramento
  • Nebenziele
    • Joshua Tree NP
    • Bodie State Park
    • Los Angeles
    • Calico Ghost Town

Damit hatte ich den ersten Schritt getan. Dabei ist es zunächst noch nicht wichtig, ob es tatsächlich möglich ist, diese Ziele alle zu sehen. Hier geht es erstmal darum, was überhaupt interessant wäre.

Der nächste Schritt ist die Erstellung einer ersten Route. Hierfür habe ich mir das Programm Street Atlas USA von Delorme gekauft. Leider ist das Programm im deutschen Einzelhandel nicht erhältlich, es gibt jedoch die Möglichkeit, das Programm über die Firma Easyamerica in Deutschland zu bestellen, wie ich es dann auch getan habe. Das Programm ist ein Routenplaner und in Verbindung mit einem GPS-Empfänger kann es sogar als Navigationssystem verwendet werden (was ich allerdings noch nicht probiert habe).

In der Routenplanungssoftware gibt man nun die vorher festgelegten Ziele ein und verbindet sie sinnvoll zu einer Route. Dies sah bei mir im ersten Schritt so aus (zum Vergrößern auf das Bild klicken):

Westroute1

Insgesamt ergab diese Route, dass ich rund 4.700km und 62h fahren müsste, allein zwischen den Stationen und immer auf dem schnellsten Weg. 9 Etappen waren länger als 4 Stunden. Es wurde recht schnell klar, dass hier noch dringend gekürzt werden musste.

Zunächst einmal fielen folgende Dinge auf:

  • Von Moab nach Salt Lake City und weiter nach Yellowstone und dann wieder zum Bryce Canyon sind es jeweils sehr weite Strecken. Salt Lake City und Yellowstone liegen einfach nicht so richtig auf der Route.
  • Der Schlenker von Yosemite bis zum Grand Canyon kostet richtig viel Zeit

Um die Orte, die am Schluss in der Reise sind, auch wirklich sehen zu können und nicht nur vorbei zu fahren, musste ich also kürzen:

  • Yellowstone / Grand Teton fallen weg =>diese beiden Orte gehören in eine separate Tour
  • Sacramento fällt weg
  • Statt dem Zwischenstop in Bakersfield wird der Fahrtag von Yosemite bis Calico verlängert
  • Ein zusätzlicher Stop in Page am Lake Powell wird eingebaut

Die Route sah dann so aus:

Westroute2

So richtig gepasst hatte es immer noch nicht, allerdings gab es nur noch 5 Tage mit Routen über 4h. Ein Problem war immer noch Salt Lake City, was nicht so richtig in die Route passen wollte. Also nahm ich es auch noch raus, womit sich natürlich Zeit für neue Ziele ergab. Ein tolles Ziel was ich noch im Kopf hatte war das Death Valley.

Gleichzeitig habe ich gelesen, dass Mitte Mai u.U. noch sehr viel Schnee in den Bergen rund um Yosemite liegt. Insofern musste ich prüfen, inwiefern ich die Route nicht umdrehen konnte und als Endpunkt erst nach San Francisco fahre.

Nach der Einbindung des Death Valleys in die Route ergab sich ein weiterer Effekt: Es war auf einmal wesentlich einfacher von Los Angeles zu starten und dann die Strecke bis nach Vegas zu fahren, um von dort das Ziel San Francisco anzusteuern. Damit war auch das Risiko von zuviel Schnee in Yosemite gemildert.

Und so sah der finale Grobroute aus:

westroute1 v0 4 2

Damit war der erste Teil der Planung geschafft. Im nächsten Schritt ging es darum Hotels und Mietwagen zu buchen. Dazu aber mehr im nächsten Blogartikel.

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