Montag, 30.04.2007 – Greeting Miss Liberty

By | Mai 9, 2007

Heute (01.05.2007) komme ich mal wieder zum Schreiben, da es gestern einfach zu spät war. Gestern haben wir dann erstmals unseren Pass genutzt. Da das Wetter gut war – die Sonne kündigte sich an – sollte die erste Tagesetappe mit der Fähre nach Liberty- und führen. Dazu ging es erstmal zum um die Karten zu holen. Die Schlangen war schon lang, aber bei weitem nicht so lang wie eine Stunde später. Der Weg auf die Fähre kostete gut 40 Minuten und dann ging es los.

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Erste Station der Fähre ist . hieß jedoch nicht immer so, sondern trug bis 1956 den Namen ihres Besitzers: Bedloe’s Island. Sie ist die vielleicht bekannteste Insel der Welt, denn sie ist die Heimat der Freiheitsstatur, einem Geschenk der Franzosen an Amerika 1886. Eigentlich sollte sie jedoch gar nicht in New York stehen, sondern am Eingang des Suez-Kanals, doch dies wollten die Briten damals nicht. Daher hatten die Franzosen Amerika die Statue als Geschenk angeboten. Einzig des Sockel mussten die Amerikaner selbst finanzieren, was dann noch fasst an der Knauserigkeit der Einwohner gescheitert wäre.

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Der Sockel der , die selbst 45m hoch ist, steht auf dem alten , einem sternförmigen Kastell, dass einst der Verteidigung New Yorks diente.

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In ihrer Hand hält ein Buch, auf dem das Unabhängigkeitsdatum der steht: 04. Juli 1776. Die Statue selbst ist aus Kupfer und besteht aus ca. 300 zusammenmontierten Platten. Die grüne Farbe entsteht durch die Patina der Kupferplatten. An der Statue mitgearbeitet hat unter anderem auch , der Konstrukteur des Eiffelturms in Paris.

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Der Aufstieg zur Krone ist seit dem 11. September 2001 nicht mehr möglich. Der Weg auf den Sockel führt auch durch eine Sicherheitskontrolle. Ich denke, die Zeit ist besser auf Ellis Island investiert.

Danach ging es nach Ellis Island, auch “Insel der Tränen” genannt. Diese Insel war bis 1954 der zentrale Einreisepunkt für Immigranten. Danach wurde die Insel geschlossen und war bis in die 80er Jahre dem Verfall preisgegeben. Hier hatten wir eine kostenlose Führung mit einem Ranger, die knapp 45 Minuten dauerte. Die Führung war sehr interessant und der Ranger schräg genug, um die Sache unterhaltsam zu gestalten. Ich kann das nur jedem emfehlen.

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Zwischen 1892 und 1954 haben rund 12 Millionen Menschen diesen Platz passiert und für rund 98% war es der Beginn in ein neues Leben. Die restlichen zwei Prozent wurden entweder aus rechtlichen oder gesundheitlichen Gründen wieder nach Hause geschickt.

Der erste Anlaufpunkt war die Empfangshalle. Nur die Gegenstände, die man bei sich tragen konnte waren zur Mitnahme erlaubt. Was man nicht selbst tragen konnte, war nicht erlaubt. Das Gepäck wurde dann abgestellt und dann ging es weiter.

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Die nächste Station war die Gesundheitsprüfung. Dazu musste man eine Treppe hinaufsteigen. Die Figur die man damit machte, gemeinsam mit einer kurzen Betrachtung der Augen war für 80% der Weg in die nächste Stufe. Die restlichen 20% wurden einer genaueren Prüfung unterzogen, ggf. medizinisch behandelt und kamen dann weiter. Nur ca. 1% hatte nicht heilbare Krankheiten und musste zurück. In der Regel dauerte die Gesundheitsprüfung weniger als eine Minute.

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Nach der Gesundheitsprüfung ging es zur rechtlichen Prüfung. Hier hatten die Beamten einen Fragebogen mit 28 Fragen. Doch auch hier war der Zeitdruck so groß, dass sich alles auf eine Frage konzentrierte: “What’s your name?”. Durchschnittlich nach 2 Minuten war man weiter (80% der Bewerber) oder man musste in eine Detailprüfung.

Interessant auf Ellis Island ist auch die . Hier sind die Namen eines Teils der Immigranten eingraviert. Unter anderem auch Marlene Dietrich und ein paar Koopmanns.

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Von Liberty- und Ellis Island und auch auf der Fähre hat man einen tollen Ausblick auf Manhattan. Hier ein paar Bilder, wobei man schon sehr deutlich merkt, wie die Twin Towers fehlen:

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Die Fahrt mit der Fähre kostet 11,50 USD und war im New York Pass enthalten. Ich denke, dass gehört einfach zu jedem Besuch dazu. Für Ellis Island sollte man allerdings etwas mehr Zeit als wir mitbringen.

Weiter geht es in Teil 2 vom heutigen Tag.

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