Sonntag, 22.04.2007 – Ananas, Sklaven und Strände – der Antigua-Mix

By | Mai 3, 2007

Pünktlich Sonntag morgens sind wir in eingelaufen. Nach einem kurzen Frühstück ging es gegen 8 Uhr von Board. Da mein Ausflug jedoch erst um 10 losging blieben noch gut 1,5h, um ein wenig St. Johns zu erkunden.

Der Ort selbst ist recht unspektakulär. Viele Holzhütten, davon einige nett instandgesetzt.

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Ein Detail sticht jedoch schon von weitem hervor und das ist die St. Johns-Kirche auf dem Hügel. Eingebettet in Palmen und durch die erhöhte Lage hat das ganze die Anmutung eines Tempels im Jungel, wie in Lara Croft- oder Indiana Jones-Filmen.

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Da in der Kirche gerade der Sonntagsgottesdienst war, konnte ich natürlich nicht mal eben mit der Kamera reinspazieren und drauflos knippsen :D . Insofern wurde erstmal nur Außenfotos gemacht und die Innenaufnahmen auf den Nachmittag verschoben.

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Nach dem Gottesdienst (wo es um Kinder ging, die ihre Umwelt nicht repektieren und Eltern, die ihre Kinden auf den falschen Weg bringen) ging es dann zum Schiff, denn mein Ausflug wartete.

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Der Ausflug nannte sich “Antiguan Home Tour” und sollte eine Art alternative, weniger touristische Inselrundfahrt sein, d.h. die üblichen Sehenswürdigkeiten wie Nelsons Dockyard und Shirley Heights standen nicht auf dem Programm. Dafür ging es zunächst zu einem ehemaligen Anwesen eines Sklavenhalters. Der Weg dorthin war jedoch nicht einfach, denn rund um die Stadt gab es großem Stau, da alle versuchten mit dem Auto zur Kirche zu kommen. Die Sklaverei wurde um 1830 in Antigua abgeschafft. Viele der ehemaligen Sklavenhalter verließen die Insel und das Land ging an die Sklaven über. Einige Sklavenhalter blieben jedoch da und mussten das Land fortan selber bewirtschaften oder verpachten. Eines der Anwesen (Robert Hall Mansion hiess es glaube ich) ist heute eine Art Geschichtsmuseum. Die Nachfahren habe alles was sie über das frühere Leben finden konnten gesammelt und 4 Räume ihres Hauses damit dekoriert. Diese Räume können heute besichtigt werden. Einziges Hindernis davor war es, mit dem Kleinbus den Berg hochzufahren.

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Witzig waren vor allem die Papageien im Hinterhof. Jeder von ihnen konnte etwas anderes. Der eine imitierte dein Lachen (was zu witzig war), der zweite sagte “I love you” und der dritte babbelte einfach so vor sich hin.

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Danach ging es weiter zum zweiten Tourstop, einer Ananas-Farm. Hier finden sich neben 4 Sorten Ananas auch Bananen und Mangos. Während letztere jedoch auf Palmen wachsen, sind die Ananas ein Bodengewächs. Ein Stauch braucht ca. 1 Jahr zum Wachsen und ein weiteres Jahr bis die Frucht geerntet werden kann. Nur eine Ananas pro Strauch und Jahr geerntet werden. Dafür sind die Früchte recht anspruchslos und können ohne künstliche Bewässerung (es gibt kaum Niederschlag auf Antigua) wachsen. Angeblich sollen die Ananas aus Antigua die besten der Welt sein (sie schmecken wirklich toll), aber die Anbaufläche reicht nicht aus, um sie zusätzlich zum Inselbedarf auch noch exportieren zu können.

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Danach ging es weiter zum Mittagessen, wo eine ältere Inseleinwohnerin etwas vom früheren Leben erzählte und wie danach noch etwas Strandaufenthalt hatten.

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Zurück beim Schiff habe ich noch kurz in einem Internet-Cafe meine E-Mails gecheckt, bin nochmal hoch zur Kirche (die Innenaufnahmen warteten ja noch) und dann ging es auch geschafft wieder an Board.

Innenbilder der Kirche:

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Damit ging das Abenteuer auch zu Ende, denn nach den zwei nun folgenden Seetagen kommen wir in Bermudas an. Bermuda-Dreieck ich komme!!!!

Fazit:

  • Schöne Insel
  • knapp 180 Bilder
  • Schöne Strände (soll 365 geben!)
  • Ein schöner Tag
  • wieder kein WLAN um meine Reiseberichte online zu stellen.

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