Donnerstag, 07.06.2007 – Auf zur aeltesten Stadt der USA

By | Juni 18, 2007

Heute morgen bin ich natürlich wie zu erwarten nicht pünktlich aus dem Bett raus. Kurz vor 10 habe ich mich endlich aufgerafft. Dann ging es aber auch recht flott los, entlang der Küste zur ältesten Stadt der , nach .

war einst eine spanische Kolonie. Die Spanier waren also neben den Engländern und Franzosen die dritte Macht in den heutigen USA. Die Franzosen drängten jedoch nach und so sandte der spanische König Pedro Menendez zusammen mit einigen Soldaten nach . Die war auch erfolgreich und die Franzosen vertrieben. Diese Gruppe bildete auch die erste Siedlung von St. Augustine (lange bevor die Pilgrims im Norden der USA ankamen) und Menendez errichtete die erste . Die Siedlung wurde jedoch in den Folgejahren immer wieder Opfer von Piraten und so beschloss Spanien den Bau eines Forts 1672. Das Fort steht noch heute, es ist das .

Bis 1763 blieb Florida noch in spanischer Hand, doch nach dem verlorenen Krieg gegen England fiel es den Engländern zu. Doch die englische Herrschaft währte nur kurz, denn nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg fiel Florida 1783 wieder zurück an Spanien. Erst 1821 wurde Florida dann teil der Vereinigten Staaten von Amerika.

Mein erster Stop in St. Augustine war die alte Mission. Hier hielt am 08.09.1565 Francisco Lopez de Mendoza Grajales die erste Messe. Im Anschluss an die Messe feierten die Siedler zusammen mit den Indianern das Erntedankfest (Thanksgiving). In dem Parkgelände steht neben einem überdimensionalen Kreuz zum Gedenken an die erste Messe auch eine Statue mit Pater Mendoza.

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Letztlich kann man auch noch den Schrein besichtigen:

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Das Wetter war zwar heute sonnig, aber die Luftfeuchtigkeit hat mir echt zugesetzt. Knapp 80% Luftfeuchtigkeit sind erheblich mehr, als ich die letzten Wochen im Westen jemals hatte. Insofern wollte ich auch nicht von der Mission zur Innenstadt laufen, sondern habe kurzerhand mein Auto umgeparkt, schließlich gab es in der Stadt noch genug zu laufen.

Erster (Fuß-) Stop war dann das Castillo de San Marcos. 1672 begonnen, dauerte es 23 Jahre bis zu seiner Fertigstellung.

Dank dem Nationalparkpass konnte ich mir 6 USD Eintritt sparen. Die Anlage ist für uns Europäer sicher weniger spektakulär als für die Amis, da wir sowas bei uns ja schon etwas häufiger haben. Das Kastell ist in einer Diamantform gebaut, was ggü. dem Mittelalter eine Neuerung ist. Im Untergeschoss kann man ein paar Räume für die Wachen, sowie Lagerräume sehen. Gelebt hat in diesem Kastell jedoch niemand – eine weitere Neuerung ggü. mittelalterlichen Bauten.

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Interessant ist es zu sehen, woraus das Gebäude gebaut ist: Muschelfeld. An einigen Stellen kann man dies auch noch sehr deutlich sehen.

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Ansonsten gibt es eigentlich nicht viel hier zu sehen.

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Im Besuchershop habe ich mir dann noch ein kleines Heft mit ein paar selbsterklärenden Stadtspaziergängen geholt, die ich dann im folgenden abgelaufen bin.

Der erste Spaziergang war rund um die . Vorher ging es jedoch vorbei am Castle Warden, was heute das Ripley’s Museum (Kuriositätenkabinett) beherbergt.

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Vor dem Museum stand ein Baumstamm, der zu einer Wohnung mit 4 Räumen umgebaut wurde.

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Danach ging es zu einem kleinen Monument, dass den Beginn der alten spanischen Strasse von St. Augustine bis San Diego markiert.

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Und schließlich ging es durch das Stadttor ab in die St. George Street. Hier habe ich mir erstmal einen kalten Kaffee im Coffeeshop geholt, denn ich hatte Riesendurst und musste mal richtig wach werden.

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In der St. George Str. finden sich noch viele Häuser aus der spanischen Zeit in Florida, u.a. auch das älteste Schulhaus.

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Weiter ging es dann rund um den Hauptplatz der Stadt, wo diverse Mahnmale (u.a. für den Bürgerkrieg) stehen. Auch eine der ältesten Kirchen Floridas ist hier und schließlich das Gebäude, dass die “Skyline” bestimmt – die Wachovia Bank.

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Danach drehte sich alles um die Gebäude in der Nähe des Flagler Colleges. Henry M. Flagler, ein Partner von John D. Rockefeller baute in St. Augustine 2 Hotels, eines ist heute das College und das andere das . Zusätzlich kaufte er ein weiteres Hotel und alle Eisenbahnlinien in der Umgebung, da er an das Potential der Region glaubte.

Zunächst war ich kurz im Lightner Museum gewesen. Hier finden sich allerlei Ausstellungsstücke, von Kunst über Knopfsammlungen, ausgestopften Tieren bis hin zu Mineralien und Muscheln. Früher war im hinteren Teil des damaligen Hotels der größte Indoor-Pool der Welt.

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Hier noch ein paar Bilder vom College und seiner Umgebung.

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Danach war es dann auch kurz vor 5 und solangsam Zeit für den Rückweg, denn knapp 200km Weg lagen noch vor mir. Auf dem Rückweg bin ich nochmal in den Coffeeshop vom Morgen und habe mir dort eine leckere und kühle Limonade geholt, denn ich hatte Durst wie ein Kamel.

Wieder auf der Strasse war ich kurz nach Sieben hier in Cocoa Beach im Best Western angekommen. Mein Abendbrot bestand heute aus ein paar Restrippchen von gestern, die ich nicht mehr geschafft hatte.

Mein einziges Problem: ich weiss noch nicht so recht, wie das Programm morgen aussieht. Eigentlich war geplant, ins Kennedy Space Center zu gehen, nur ist für morgen ein Space Shuttle Start geplant und meine Versuche zu erfahren, ob der Park morgen offen ist, waren nicht erfolgreich. Man hat mir allerdings nicht zu große Hoffnung gemacht. In diesem Fall werde ich mich wohl recht früh in Titusville an den Strand setzen und bis zum Shuttle-Start (so er denn nicht noch abgesagt wird) warten – ist ja schließlich auch eine einmalige Gelegenheit.

Für heute war es das jedoch erstmal wieder.

Fazit:

  • Das Wetter hat mir heute ordentlich zugesetzt. Hoffe mal, ich gewöhne mich schnell dran.
  • St. Augustine war wirklich schön, auch wenn nicht ganz so spektakulär für uns Europäer. Etwas mehr Zeit wäre nicht schlecht gewesen, dann hätte ich mir noch das älteste Schulhaus und das Ripley-Museum von Innen angesehen, aber das ist dann was fürs nächste Mal.
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