USA 2007 / 2009 Blog
Eine USA-Reise von April bis Juni 2007 und Juni 2009

15.06.2009 - Schusslig in die Geisterstadt

Posted by Jens Koopmann
On Juni 18th, 2009 at 04:06

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Posted in Reisebericht 2009, Reisetagebuch

Also manchmal ziehe ich Unfähigkeit wohl wirklich an… und das heute gleich mehrfach. Aber wie immer von vorn. Nachdem ich letzte Nacht mal wieder erstaunlich gut geschlafen hatte, bin ich heute um halb 8 aufgestanden und erst nochmal kurz nach Barstow zum IHOP (International House of Pancakes), da mir aufgefallen ist, dass ich auf dieser Reise noch gar keine Pancakes hatte. Also gabs Ei, Röstis und 3 Pancakes zum Frühstück. Danach ging es erstmal 20km nach Nordosten nach Calico Ghost Town, der einzigen Attraktion, die auf dem Plan für heute stand. Dort angekommen musste ich jedoch erstmal feststellen, dass meine Kamerabatterie irgendwie sich nicht aufgeladen hatte - die Steckdose hatte wohl keinen Kontakt. Somit hatte ich noch 20% Restkapazität - ich Schussel… hätte ja auch mal gucken können gestern. Also hieß es sparsam zu knipsen!

Calico Ghost TownCalico

Calico Ghost Town ist eine Mischung aus Originalgebäuden und Nachbauten einer historischer Minenstadt. Die Stadt wurde 1881 gegründet, als man Silber in der Gegend gefunden hatte. Von gerade mal 40 Einwohnern in diesem Jahr sind es dann bis 1887 (dem Höhepunkt des Booms in Calico) 1200 Einwohner geworden.

Calico Ghost TownCalico Ghost Town

Zu Hochzeiten gab es 500 Minen in Calico und für die Minenarbeiter allein in dieser kleinen Stadt 22 Saloons. Nur wenige der Gebäude die heute noch stehen, stammen aus dieser Zeit, aber die restlichen sind zumindest nah am Original wieder aufgebaut.

Calico Ghost TownCalico Ghost Town

Lustig war das Schwarze Brett mit Anzeigen:

Calico Ghost Town

Hier ein paar Beispiele:

Wanted! Wife ran of with best friend and dog. If seen send dog home. (Gesucht! Frau ist mit bestem Freund und Hund durchgebrannt. Wenn sie gesehen werden, bitte Hund zurückschicken!)

Wanted! Good Man must be willin’ to work from can see to can’t see for Food and place to sleep. (Gesucht! Fleissiger Mann gewillt zu arbeiten wenn er was sieht oder auch nicht für Kost und Logie im Gegenzug.)

One Claim 4 sale. Cant make no muny minin my own business. see me in the cementary (I worked myself to death) - Ohne Wort ;-)

 

 

 

 

Eher ungemütlich fand ich dagegen folgendes Insekt (wie eine daumengroße Fliege):

Calico Ghost Town

Nachdem der Silberpreis jedoch um gut 50% gefallen war, begann der Niedergang von Calico, so wahren 1893 noch 300 Menschen in der Stadt und 1951 dann noch 10. Einen “Boom” gab es dann bis 1981 - gute 50% Plus auf 15 Einwohner ;-) Heute hat der Ort noch 8 Einwohner.

Calico Ghost TownCalico Ghost TownCalico Ghost TownCalico Ghost Town

Interessant fand ich ein Haus etwas weiter am Hang, was in den 1950ern gebaut wurde - das Flaschenhaus. Es hat nicht wie die Flaschenhäuser die ich bislang gesehen habe Flaschenböden an der Fassage, sondern die Fassade besteht aus 5400 ganzen Flaschen.

Calico Ghost Town FlaschenhausCalico Ghost Town Flaschenhaus

Insgesamt fand ich den Stop auf jedenfall sehenswert. 2007 hatte ich mir ja mit Bodie auch schon eine Geisterstadt angeschaut. Body ist dabei mit Sicherheit authentischer, da mehr auf Geschichte und weniger auf Tourismus bedacht. Dennoch ist Calico hübsch gemacht und sehenswert (ich muss dazu sagen, dass ich weg war, als der erste Bus mit Japanern kam ;-)).

Calico Ghost TownCalico Ghost TownCalico Ghost TownCalico Ghost TownCalico Ghost TownCalico Ghost Town

Und hier auch mal wieder ein Beweis, dass ich noch lebe ;-) (Warum müssen Touris einem eigentlich immer die Beine im Bild abschneiden….?)

Calico Ghost Town

Danach ging es dann auf die knapp 3h Fahrt nach Tulare. Zunächst führte die Fahrt recht lang durch die öde Wüste. Dann kam beim Tehachapi-Pass ein landschaftlich sehr schönes Stück. Durch die Dürre sind die Grashügel alle ziemlich vertrocknet und die Landschaft sieht aus, wie mit Wildleder überzogen. Leider konnte ich nirgends halten und das ganze festhalten.

Die letzten 100km ging es dann vor allem durch landwirtschaftlich geprägtes Gebiet bis zum Ziel Tulare. Hier bin ich auch schnell beim Best Western Hotel gewesen. Nur die haben jetzt das Problem, dass meine kostenfreie Hotelbuchung irgendwie nicht mehr funktioniert, da technisch irgendwie meine Punkt vier Tage nach der Hotelbuchung gelöscht wurden. Mal sehen was sich da noch bis morgen ergibt. Ansonsten muss ich die Nacht auch noch bezahlen - aber gut, was muss das muss dann halt.

Für heute lass ich den Rest des Tages erstmal ruhig angehen und hoffe morgen auf einen schönen Tag im Sequioa Nationalpark. Damit bricht dann morgen auch die letzte Urlaubwoche an. SCHON!!!!!

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14.06.2009 - Get your kicks on Route 66 - continued

Posted by Jens Koopmann
On Juni 17th, 2009 at 04:06

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Nachdem ich vor 2 Jahren ja schon ein Stück der alten Route 66 gefahren bin (von Needles bis Kingman), sollte es auch diesmal wieder einige Kilometer auf der “Motherroad” geben und zwar von Amboy bis nach Barstow.

Zunächst aber ging es bei strahlender Sonne gegen halb 8 in Yucca Valley los und erstmal wieder quer durch die Wüste für knapp 100km bis ich in Amboy angekommen war. Amboy ist eine halb Geisterstadt entlang der Route 66, sprich noch nicht ganz tot, aber es ist auch nicht mehr viel los. Liegen tut es in einer ziemlich kargen und unwirklichen Landschaft. Die heutige Leere war aber nicht immer so, sondern liegt im Niedergang der US 66 begründet, die in den 70er Jahren durch die Interstate 40 abgelöst wurde. Amboy blickt auf eine für Kalifornische Verhältnisse lange Geschichte zurück, denn die Stadt wurde bereits 1858 gegründet. Wirtschaftlicher Hauptzweig der Stadt war das Chlorwerk, was noch heute existiert und zu den größten der Welt gehört.

AmboyAmboyAmboy

Heute leben noch ganze 7 Menschen in dem Ort, dessen Hauptattraktion Roys Café ist, eine überteuerte Tankstelle mit Imbiss. Ansonsten gibt es noch eine kleine Post und die Ruinen der alten Schule zu sehen.

Amboy Roys CafeAmboy School

Ein Kuriosum in Bezug auf Amboy ist, dass die 7 Einwohner versucht haben 2003 ihren Ort bei Ebay zu versteigern. Der Mindestpreis lag bei 1,9 Mio. USD, geboten wurden allerdings nur knapp 1 Mio. USD.

Nach dem kurzen Fotostop ging es dann aber auf die Mutter aller Strassen, die Route 66 (das zweite Bild sogar mit mir drauf - quasi ein Selbstbildnis :-)):

Route 66Route 66

Im Übrigen habe ich mit Amboy auch den östlichsten Punkt der Reise erreicht :-)

Die Fahrt auf der 66 dauerte allerdings erstmal nur eine Minute, denn dann stand auch schon das zweite Tagesziel und gleichzeitig neben Roy’s Cafe die zweite Attraktion in Amboy auf dem Programm - der Amboy Vulcanic Crater. Dazu ging es zunächst erstmal noch ein paar hundert Meter auf einer Schotterpiste zu einem Parkplatz, von wo ich dann losgewandert bin.

Amboy Vulcanic Crater

Der Amboy Vulcanic Crater ist ein vor einigen tausend Jahren ausgebrochener Vulkan und man kann über einen Wanderweg die knappe Meile bis zum Vulkankrater wandern. Unterwegs ist die Landschaft übersäht mit Lavagestein, was das ganze noch unwirklicher macht.

Amboy Volcanic CraterAmboy Vulcanic Crater

Der Weg zum Krater ist dann kurz und etwas steiler aber kein Problem. Gut war nur, dass es noch morgends war und damit noch nicht ganz so heiss. An Hochsommertagen kann man sich hier leicht nen Hitzestich holen.

Hier der kurze Aufstieg zum Krater (Blick von Oben):

Amboy Volcanic Crater

Dann bin ich erstmal einmal durch den Krater gelaufen:

Amboy Volcanic CraterAmboy Volcanic Crater

 

Anschließend ging es einen ziemlich steilen weg hinauf zum gegenüberliegenden Kraterrand. Auf dem Weg hinauf musste ich schon aufpassen, dass ich nirgendwo abrutsche, denn einen guten Halt gab es nicht. Dafür war die Aussicht dann schön :-)

Amboy Volcanic CraterAmboy Volcanic CraterAmboy Volcanic Crater

Dann ging es auch schon wieder zurück. Insgesamt hat der Stop gute 1,5h gedauert und war durchaus interessant. Die Hitze ging auch gerade noch, aber kalt war mir auch nicht ;-)

Dann ging es auf der Route 66 weiter vorbei an ehemaligen Ortschaften die Siberia und Bagdad von denen heute nichts mehr übrig ist, nichtmal sehenswerte Ruinen. Die Route 66 (bzw US 66) war zwischen 1926 und Ende der 60er Jahre eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen der USA, die in Chicago begann und in Santa Monica bei L.A. aufhörte. Das es das so nicht mehr gibt ist zum Teil die Schuld der Deutschen, denn General Eisenhower, der später US-Präsident wurde hatte in Deutschland die Autobahnen gesehen und da die alten Bundesstraßen dem zunehmenden Verkehr nicht mehr gewachsen waren, wurde das System der Interstates in den USA eingeführt. Seit 1985 ist die Route 66 dann auch entgültig kein Highway der USA mehr.

Route 66

Einen kurzen Stop waren dann die Ruinen des ehemaligen Ortes Ludlow wert (der heute noch noch ein kleiner Rastplatz ist, aber früher durchaus ein paar Häuser gehabt haben muss). Interessant ist, dass die Strassenschilder noch stehen, die die Ruinen miteinander verbinden. Viel los ist auf der Mainstreet (siehe letztes Bild unten) aber nicht mehr ;-)

LudlowLudlowLudlowLudlow

Dann ging es für ein paar Kilometer zunächst auf die Interstate und dann wieder auf die huckelige Route 66 nach Newberry Springs. Dieser Ort verfügt über eine Hauptattraktion, das Bagdad Café. Dieses hier befindliche Café spielte die Hauptrolle im Film Bagdad Café (bei uns hies er Out of Rosenheim) 1987. Die Handlung spielt eigentlich in Bagdad, doch da gibt es ja wiegesagt nichts mehr. Das Bagdad Café aus dem Film steht noch heute (vor dem Film hieß es Sidewinder Café) und war mein nächster Stop, um was zu trinken und einen Happen zu futtern.

Bagdad CafeBagdad CafeBagdad CafeBagdad CafeBagdad Cafe

Da ich den Film Out of Rosenheim nicht kenne, war ich überrascht, dass mit Marianne Sägebrecht, die Hauptrolle von einer Deutschen gespielt wurde. Ein netter kleiner skuriller Zwischenstop - das ist Route 66 ;-)

Danach ging es dann weiter bis nach Barstow. Unterwegs gab es nicht mehr viel außer ein paar Ruinen.

Route66

In Barstow selbst musste ich erstmal feststellen, dass mein Hotel ein kleines Stück außerhalb ist (das es kein Internet hat, habe ich heute morgen schon herausgefunden). Ich bin aber erstmal in die Stadt und dort zum Route 66-Museum, da es ja noch früh am Nachmittag war. Das Museum (hat nur FR/SA/SO geöffnet!) ist eine Sammlung von Fundstücken rund um die Route 66. Eintritt ist gegen eine Spende. Insgesamt auf jedenfall ein netter Stop, um mehr über das Leben an der Strasse und die Strasse selbst zu erfahren.

Route 66 Museum Barstow

Das Gebäude in dem das Museum ist, beherbergt auch noch das Eisenbahnmuseum und ist auch direkt am Bahndepot gelegen. Das Gebäude ist das sicherlich eines der schönsten in Barstow.

BarstowBarstowBarstow

So, nachdem der Bericht bis hierhin jetzt schonmal fertig ist und es gerade mal 16 Uhr ist, werde ich jetzt nochmal in die Stadt düsen. Gibt zwar nicht viel zu sehen, aber zumindest noch eine Runde raus, denn mein Motel hat auch nicht unbedingt mehr zu bieten ;-) Nachher kommen hier also noch ein paar Bilder von Barstow.

So jetzt bin ich wieder zurück. Da ich ja hier kein Internet habe, habe ich mich in die brütende Hitze vor ein anderes Motel gestellt und dort schnell noch einen Bericht ins Blog geladen und eine Runde geskyped. Aber schön ist sowas nicht - habe und Blut und Wasser geschwitzt. Aber dank der trockenen Luft ist auch alles schnell wieder trocken. Dann noch das Auto aufgetankt und eine Runde durch die Stadt. Spektakuläres gibt es hier beim besten Willen nicht zu sehen, aber einige ganz nette Wandgemälde.

BarstowBarstowBarstowBarstow

Das war es dann auch für heute. Ich werde jetzt noch eine Runde lesen und dann gehts pünktlich in die Koje, denn der morgige Tag ist nochmal mit einiger Fahrerei verbunden.

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13.06.2009 - Ich hab mich in die Wüste geschickt

Posted by Jens Koopmann
On Juni 16th, 2009 at 00:06

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Posted in Reisebericht 2009, Reisetagebuch

So, der mit 400km Fahrtweg längste Fahrtag liegt nach knapp 10h hinter mir. Bin auch ziemlich geschlaucht. Nur in 2 Tagen muss ich noch einmal 350km fahren an einem Tag, ansonsten wird es jetzt wieder entspannter. Nach einer ziemlich schlechten Nacht - habe irgendwie keinen Schlaf gefunden - bin ich heute 10 nach 7 bei wolkenverhangenem Himmel aus San Diego abgefahren. Ich habe mich dann doch entschlossen, heute noch zum Palomar Observatory zu fahren und so war das dann auch das erste Tagesziel. Der Weg dorthin ist zwar nicht ganz einfach, aber das größere Problem war eher, dass ich auf gut 1800m hoch musste und damit einmal durch die Wolken durch. Das Ganze entlang einer engen Bergstrasse und einer Sicht, die nicht besonders doll war. Das änderte sich dann schlagartig, als ich auf der anderen Berghangseite war - strahlender Sonnenschein.

So war ich dann auch kurz vor 9 am Observatorium angekommen - um 9 haben sie dann aufgemacht. Dann bin ich erstmal zum 5m-Spiegelteleskop (Hale-Teleskop) gegangen. Man kann hier einmal reingehen und sich das ganze von innen - wenn auch nur durch eine Glasscheibe - anschauen. Bis 1975 war das Hale-Telekop noch das größte der Welt. Interessant fand ich auch, wie lang der Planungsprozess für den Bau gedauert hat - von 1928 bis 1947 (nichtzuletzt führte aber der 2. Weltkrieg zu Verzögerungen).

Palomar ObservatoryPalomar ObservatoryPalomar Observatory

Im Anschluss habe ich mir dann auch noch das kleine Museum angeschaut, in dem man allerlei über das Sonnensystem und die Teleskope erfahren kann - Führungen gibt es auch aber erst später, insofern für mich leider nicht. Interessant waren die Ausführungen zur Standortwahl des Teleskopes. Ein Vorgänger stand etwas näher an Los Angeles, aber mit dem Wachstum der Stadt, wurde der Himmel immer mehr mit reflektiertem menschlichen Licht “verschmutzt”. Dies war in Palomar damals noch nicht so. Mit dem Wachstum von San Diego hat sich jedoch auch die Lage hier verschlechtert. In Europa gibt es ingesamt nur noch ganz wenige Orte, wo der Himmel seine natürliche Dunkelheit hat - vor allem in Skandinavien, sowie in Teilen der Schweizer Alpen.

Dafür das es komplett kostenfrei war, ein toller und interessanter Stop für eine knappe Stunde. Nur leider liegt das Ganze nicht gerade an der Hauptroute der meisten Touristen…

Danach musste ich dann wieder zurück durch die Wolken nach unten. Das folgende Bild zeigt dabei die Sicht, wie sie direkt durch die Frontscheibe des Autos war:

Palomar

Dann ging es weiter an der Ebene von Lake Henshaw entlang - ziemlich trostlose Landschaft:

Lake Henschaw

Naja und weiter ging es, nur leider etwas zu weit, denn eine Abbiegung war irgendwie nicht ausgeschildert, so dass ich am Ende fast 1h Umweg gefahren bin. Gelandet bin ich zunächst einmal ungeplant in der Weltstadt Temecula - zumindest der Verkehr war Grossstadtverdächtig ;-) Da ich mittlerweile wieder zwei Stunden gefahren war, habe ich mir kurz die Beine bei einem kleinen Rundgang durch die hübsche Altstadt vertreten.

TemeculaTemecula

Danach ging es dann aber wieder zurück auf die geplante Route auf eine landschaftlich schöne Strecke nach Idyllwild (Highway 243). Diese Strecke hat ziemlich viel Konzentration und Lenkvermögen gefordert, da man sich in ständigen Kurven auf knapp 2000m hocharbeitet. Das Dorf Idyllwild ist eine nette kleine Siedlung mit relativ viel Kunsthandwerk. Ein kleiner Zwischenstop - mehr nicht.

IdyllwildIdyllwildIdyllwild

Danach ging es dann wieder runter ins Tal und das hieß wieder genauso viele Kurven. Gottseidank stehe ich seit kurzem ja in gutem Training durch Mosel/Eifel ;-)

Schließlich war ich dann wieder auf der Interstate angelangt und es ging quer durch die Wüste (in der ein ordentlich Wind pfiff) entlang an den riesigen Windparks nach Palm Springs. Hier wollte ich mir eigentlich das Palm Springs Desert Museum anschauen, doch dieses gibt es nicht mehr und wurde Palm Springs Art Museum umgewandelt. Also bin ich dann für 12,50 Dollar dort rein. Das Museum zeigt vor allem moderne Kunst, aber im Gegensatz zum MOCA in Los Angeles fand ich es hier sehr gelungen und viele Exponate haben mir gut gefallen.

Palm SpringsPalm Springs

Auch der Ort selbst hat eine nette Hauptstrasse, aber nichts spektakulären. Achso, eine Seilbahn hoch auf den Berg gibt es noch - die hat sich aber den Wolken, die am Berg klebten nicht gelohnt.

Palm SpringsPalm Springs

Schließlich ging es dann zum Tagesziel Yucca Valley. Eigentlich wollte ich dort auch noch eine kleine Sehenswürdigkeit ansteuern, aber habe irgendwie die Strasse verpasst (eine Ausschilderung gab es mal wieder nicht) und war so erst beim Hotel angekommen. Wieder ein Super8-Motel wie in Santa Barbara - aber kein Vergleich zu dem anderen. Ein nettes, sauberes Zimmer - alles prima für eine Nacht.

Dann bin ich aber doch nochmal kurz raus zum Desert Christ Park. Hierbei handelt es sich um ein Friedens- und Bruderschafts Projekt einer Non-Profit Organisation bei der ein Künstler diverse christliche Szenen als Statuen in der Landschaft platziert hat. Der Künstler Frank Antone Martin hat bis zu seinem Tod im Alter von 74 Jahren 1961 an seinem Lebenswerk gearbeitet. Insgesamt ziemlich skurril, aber ein netter Tagesabschluss eines anstrengenden aber interessanten und vielfältigen Tages.

Desert Christ ParkDesert Christ ParkDesert Christ ParkDesert Christ ParkDesert Christ Park

Hier noch ein Bild von Yucca Valley:

Yucca_Valley

Zum Schluss habe ich noch schnell im Supermarkt was zu Futtern ergattert und jetzt nachdem auch das Blog geschrieben ist, heisst es Feierabend für heute :-)

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12.06.2009 - The way old friends do

Posted by Jens Koopmann
On Juni 16th, 2009 at 00:06

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Posted in Reisebericht 2009, Reisetagebuch

So, heute muss ich jetzt aber mal wieder was schreiben, da ich gestern faul war. Aber da der Bericht von gestern jetzt auch ein kurzer wird, ists nicht so schlimm. Gestern gab es nur einen einzigen Programmpunkt und das war eine gute Freundin zu treffen, die ich noch von der Alaska-Kreuzfahrt 2006 kenne. Da sie Amerikanerin ist hatten wir uns zuletzt vor 2 Jahren gesehen. Insofern war es ein langer aber schöner Tag an dem es viel zu erzählen gab.

Treffen mit einer guten Freundin in Dana Point

Das soll es von dem Tag auch schon gewesen sein ;-) Achso, ein neues Buch(naja eigentlich ein schonmal gelesenes - nur halt nicht von mir) habe ich noch bekommen: Hemmingsways “The old man and the Sea” - Wie passend, dass ich vor ein paar Tagen einen Blogtitel so ähnlich genannt habe ;-)

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11.06.2009 - Die Sonne scheint wieder in Sea World San Diego

Posted by Jens Koopmann
On Juni 15th, 2009 at 00:06

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Posted in Reisebericht 2009, Reisetagebuch

Nach den zwei eher tristen Tagen war es heute wieder ein schöner sonniger Tag gewesen. Auf dem Plan stand heute nur ein einziger Punkt: Sea World San Diego. Ich hatte mir 2007 schon den Park in Tampa, Florida angeschaut und fand ihn einfach toll und so wollte ich mir den hier auch noch ansehen. Da der Park aber erst um 10 Uhr aufgemacht hat, konnte ich es etwas ruhiger angehen lassen.

Nachdem ich dann die unverschämten 12 Dollar Parkgebühr und 75 Dollar Eintritt (inkl. einer Behind the Scenes Tour) bezahlt habe ging es dann los. Womit? Mit der Nationalhymne! Alles schienen zu Salzsäulen erstart, als Punkt 10 Uhr die Nationalhymne gespielt wurde - Amiland halt ;-) Danach hiess es den Tag planen. Meine Behind the Scenes-Tour war für 11 Uhr angesetzt. Da die anderen Shows auch nur zu bestimmten Zeiten stattfinden galt es ein wenig auszuloten in welcher Reihenfolge man alles optimal schafft. Zunächst einmal ging es kurz zur Seelöwen- und Robbenfütterung.

Sea World San DiegoSea World San DiegoSea World San Diego

Danach ging es dann kurz zu den Pinguinen, wo gerade eine Vorstellungsrunde der verschiedenen Pinguin-Arten gab. Dabei konnte ich lernen, dass nur 2 der Pinguinarten in der Antarktis leben, die restlichen in durchaus wärmeren Gefilden. Außerdem sind sie die Vögel mit dem dichtesten Federkleid, denn nur so können sie Kälte überstehen - eine wärmende Speckschicht, wie z.B. Wale haben sie nicht.

Sea World San DiegoSea World San Diego

In der Arktis gibt es ja bekanntlich keine Pinguine (deshalb werden sie auch nicht von Eisbären gefressen ;-) ) dafür aber folgende ähnlich aussehenden Geschöpfe (die mit den Pinguinen aber in keiner Weise verwandt sind).

Sea World San Diego

Danach ging es dann los mit meiner Behind the Scenes Tour. Diese Tour führt den Besuchen an 2 von 5 Plätze, die man sonst nicht sehen kann. Der erste Stop war die Aufzuchtsstation für Haie, wo ich auch mal einen Hai anfassen durfte. Also keinen Weissen Hai oder so, sondern einen, sagen wir mal kleineren Verwandten (es gibt über 300 Haiarten!):

Sea World San Diego

Die Haut fühlt sich recht rau an. Haischuppen wachsen übrigens nicht wie bei normalen Fischen mit, sondern wenn die Haie wachsen, kommen einfach immer mehr Schuppen hinzu. Während man also bei normalen Fischen an der Schuppengröße das Alter bestimmen kann, funktioniert das bei Haien nicht. Auch Zahnprobleme kennen Haie nicht, denn die Zähne wachsen einfach nach. Manche Haiarten verschleissen so bis zu 30.000 Zähne in einem Leben. Interessant ist, dass einige Haie ihre Jungen lebend gebären, während diese hier die Jungen in einer Art Sack im Gras ablegen und die Jungen dann dort irgendwann schlüpfen.

Sea World San Diego

Weiter ging es dann zur zweiten Station, nicht jedoch ohne vorher an den Flamingos vorbeizugehen:

Sea World San Diego

Der zweite Stop waren Humbolt Pinguine - eine sehr seltene und vom Aussterben bedrohte Art. San Diegos Sea World ist eine der wenigen weltweiten Stationen für ein Nachzuchtprogramm.

Sea World San Diego

Das war dann auch schon die Tour. Der Ticketaufpreis war 10 Dollar gewesen. Gelohnt haben sie sich bedingt. Da ich Sea World ja im Prinzip schon kannte war es zumindest interessant noch was zusätzliches zu sehen. Nach dem Ende der Tour habe ich mich aber erstmal gesputet, denn um 12 sollte die See-Löwen-Show (Sea Lions Live) losgehen und Punkt 12 war ich dann auch da. Dabei handelt es sich um eine 25min Show in der bekannte Fernsehformate (CSI, Super Idol, The Voice) aufs Korn genommen werden. Da die Seelöwen jedoch nicht immer alles so machen, wie von ihren Trainern gewollt entsteht manchmal eine ungewollte Komik - Prädikat: sehenswert. Wie auf den Bildern zu sehen ist, hat sich die Sonne dann auch durch die Wolken gekämpft gehabt und so sollte es für den Rest des Tages sonnig bleiben.

Sea World San Diego Sea Lions LiveSea World San Diego Sea Lions LiveSea World San Diego Sea Lions LiveSea World San Diego Sea Lions LiveSea World San Diego Sea Lions Live

Danach war keine große Verschnaufpause angesagt, sondern es ging direkt weiter zum Cirque de la Mer, einer Akrobatikshow - allerdings ganz ohne Tiere. War auch sehenswert, wobei ich da auch schon beeindruckenderes gesehen habe.

Sea World San DiegoSea World San DiegoSea World San DiegoSea World San Diego

Danach blieben mir ein paar Minuten Zeit bis zur Shamu-Show (die mit den Killerwalen). In dieser Zeit bin ich bei den Seesternen vorbeigekommen und habe mir die Killerwale von Unterwasser angeschaut.

Sea World San DiegoSea World San Diego

Dann war aber die Highlightshow des Tages angesagt, ohne die man Sea World nicht verlassen sollte: Believe mit den Orcas. Die Show ist ähnlich wie die in Orlando, mir kam sie aber etwas kürzer vor, wie eigentlich alle Shows mir hier etwas kürzer vorkamen. Dennoch ist es mehr als sehenswert, ist es doch eine der wenigen Gelegenheiten diese Tiere so nah zu erleben, von denen viele übrigens direkter Nachwuchs hier aus Sea World sind - ein Zeichen, dass es den Tieren zumindest nicht so schlecht gehen kann, auch wenn man über diese Haltungsart geteilter Meinung sein kann.

Sea World San Diego ShamuSea World San Diego ShamuSea World San Diego ShamuSea World San Diego Shamu

Direkt im Anschluss bin ich dann auch direkt zur nächsten Show gesprinted und das war die Delphin-Show und gleichzeitig die letzte, die ich mir heute noch angeschaut habe (die anderen zwei sind eine mit Haustieren und eine mit den Charakteren der Sesamstrasse). Auch diese Show ist mit Sicherheit sehenswert, vor allem wenn gezeigt wird, wie hoch Delphine doch springen können. Aber auch hier habe ich den Eindruck, dass die Show in Orlando noch actionreicher war.

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Zu guter Letzt standen dann die restlichen Besichtigungspunkte (neben den Shows) auf dem Programm, zunächst der Shark Encounter mit den Haien und dann die stark bedrohten Florida Seekühe (Manatees):

Sea World San DiegoSea World San Diego

Dann ging es in die Attraktion “Arctic Wild” mit Beluga Walen und Eisbären.

Sea World San DiegoSea World San Diego

Schließlich ging es zu guter Letzt bei den Ottern, Stachelrochen und Moränen vorbei. Einen Stachelrochen konnte ich auch anfassen. Etwas glitschig…

Sea World San DiegoSea World San DiegoSea World San Diego

Das wars dann auch gewesen und ich bin ziemlich erschöpft wieder zurück. Auf dem Rückweg habe ich dann noch schnell bei einem anderen Motel den letzten Blogeintrag abgeschickt (da hier das Internet nicht funktioniert) und was zu Essen gefasst. Insgesamt wieder ein schöner Tag. Auch wenn Sea World Tampa noch etwas besser war, bleiben beide Sea World Parks zusammen mit dem Kennedy Space Center in Florida immernoch meine Lieblingsparks in Amerika. Soviel dann von heute - endlich mal wieder ein kürzerer Beitrag ;-)

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