USA 2007 / 2009 Blog
Eine USA-Reise von April bis Juni 2007 und Juni 2009

Ein kleiner Einschub: Kurze Geschichte der Karibik

Posted by Jens Koopmann
On Mai 11th, 2007 at 02:05

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Posted in Kreuzfahrt, Reisetagebuch

Noch ein Artikel, den ich schon auf der Kreuzfahrt vorbereitet hatte, nur vergessen hatte hochzuladen:

Da ich heute den zweiten Seetag auf dem Weg nach Bermuda verbringe, alle Artikel geschrieben sind und die Mittagssonne zu stark brennt, gibt es noch ein paar Zahlen zur Geschichte der Karibik.

Die Karibik:

Die erste Besiedlung der Karibik geht bis in die Zeit vor 3500 v.Chr. zurück. Indios aus Venezuela segelten auf die nahen Karibik-Inseln. Die nächsten Einwohner waren die Arawak-Indianer. Dies war ein freundliches Indianervolk, der Lebensmotto “Make love not war” war. Diese Äre ging bis ca. zum 8. Jahrhundert, als die Indianer vom Stamm der Cariben kam. Dieses Volk war kriegerisch und gab der Karibik später seinen Namen. Zwischen 1492 und 1504 entdeckt Christopher Kolumbus während vier Entdeckungsfahrten einige der Karibikinseln. Die Besiedlung der Karibik durch die Bewohner der alten Welt ging mit der Zurückdrängung und Unterdrückung der Ureinwohner einher. Doch bereits 1542 wurde ein Gesetz beschlossen, dass die Versklavung der Ureinwohner verbot und als Ersatz wurden anschließend Sklaven aus Afrika eingeschifft.

Ende des 16. Jahrhunderts ist die Vorherrschaft der Spanier dann beendet und die Herrschaft der Engländer beginnt. Wenig später erobern auch die Franzosen und Niederländern einige Kolonien in der Karibik.

Die Französische Revolution in Europa brachte auch in der Karibik erste Unabhängigkeitsbewegungen auf den Plan. Dies führte zunächst bis 1886 zur Aufhebung der Sklaverei auf allen Inseln. 1898 wird dann Kuba als zweite Insel nach Haiti unabhängig. Später wurden viele der Inseln zumindest zu autonomen Gebieten der früheren Kolonialreiche und immer mehr Inseln erhalten ihre Unabhängigkeit.

Heute ist die Karibik ein buntes Staatengemisch mit 35 Millionen Einwohnern. Ihre Kolonialvergangenheit kann man jedoch noch auf vielen Inseln wiederfinden, wie auf Curacao, Jamaika oder Antigua.

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Samstag, 28.04.2007 - Cape Liberty - Fazit einer Kreuzfahrt

Posted by Jens Koopmann
On Mai 6th, 2007 at 03:05

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Posted in Kreuzfahrt, Reisetagebuch

So, es ist jetzt Samstag morgen, kurz vor acht und wir sind in Cape Liberty angekommen. Bevor ich allerdings das Schiff verlassen kann, habe ich noch fast 2h. Zeit genug also für ein kurzes Fazit. Achso, wie die Einfahrt nach New York war? Mit einem Wort unspektakulär. Durch den Morgennebel konnte man Manhattan und die Freiheitsstatur nur erahnen und wir waren auch leider recht weit davon entfernt. Cape Liberty selbst ist milde ausgedrückt im Nichts, aber ok.

Fazit einer Kreuzfahrt

15 Tage Kreuzfahrt gehen zu Ende, vom warmen Florida in die schwülheiße Karibik, dann ab ins Bermuda-Dreieck und schließlich nach New York. Das ganze auf der letzten Fahrt der M/V Zenith in Diensten von Celebrity-Cruises. Im folgenden will ich mal versuchen, das ganze etwas zusammen zu fassen.

Das Schiff

Die Zenith wurde 1992 gebaut und bietet Platz für gut 1.400 Passagiere. Ihre letzte Modernisierung hatte sie 1999 bekommen, was die Vermutung nahe legt, dass ein einigen Stellen der Lack schon ab sein müsste. Und in der Tat fällt das Schiff im Vergleich zu den moderneren Schiffen der Flotte etwas ab. Dennoch war in keinem Fall unakzeptabel - der Komfort war ausreichend und für den Preis immer noch sehr gut. Es fehlte im Vergleich zu den neueren Schiffen einfach etwas das wohnlichere Ambiente.

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Ein Problem während der Kreuzfahrt war der Noro-Virus (oder Norwalk-Virus). Diese Virus war bei der vorhergehenden Kreuzfahrt ausgebrochen und daher waren auf dem Schiff verstärkte Desinfektionsmaßnahmen zu beobachten. Überall wo man hinkam war Bleiche versprüht. Das sah nicht nur unschön aus, sondern roch auch nicht immer angenehm. Aber soweit ich es gelesen habe, soll es da auf anderen Schiffen noch schlimmer zugegangen sein. Da ich mich meisten auf Deck aufgehalten habe, war es noch akzeptabel, aber für viele Gäste war das ein echtes Minus, wobei ich nicht weiss, inwiefern man dafür die Kreuzfahrtlinie verantwortlich machen kann, oder es einfach höhere Gewalt ist. Fakt ist aber, dass es sicher nicht dem Urlaubsfeeling zuträglich war.

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Ein weiteres Problem war die Getränkeversorgung. Da es die letzte Fahrt des Schiffes war, hatte man offensichtlich so kalkuliert, dass möglichst wenig am Ende der Reise übrigbleibt. Dies führte fast schon zwangsläufig dazu, dass einige Sachen schon vorher aus waren. Zu den “Vermissten” gehörten zahlreiche Weinsorten, eine immer größer werdende Zahl von Biersorten, Evian-Wasser sowie Campari (obwohl die Kellner dann doch immer wieder in irgendeinem Loch des Schiffes eine Flasche gefunden haben). Dies ist leider ein negativer Eindruck, den viele Gäste mitnehmen, den sowas sollte nicht passieren. Letztlich bin ich aber auch nicht verdurstet.

Die Crew

Wie schon bei der letzten Kreuzfahrt mit Celebrity war die Crew auch diesesmal wieder sehr gut. Der Service war in der Regel schnell und gut und die Freundlichkeit der Mitarbeiter kann man nur hervorheben. Insofern alles Prima!

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Das Essen

Mit einem Wort: Klasse!

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Die Passagiere

Wie zu erwarten sind bei einer amerikanischen Kreuzfahrtlinie auch ein paar Amerikaner einzutreffen. Manchmal auch ein paar mehr. Daneben gab es noch eine größere Gruppe Japaner und Briten und auch ein recht großes Grüppchen aus Deutschland. Überwiegend aber älteres Publikum. Ich habe aber wieder viele nette Gespräche gehabt und es war eigentlich nie langweilig. Mein Tisch beim Dinner war diesmal komplett deutschsprachig (im Gegensatz zur letzten Fahrt). Nur einmal war ich an einem anderen Tisch mit Amerikanern. An dieser Stelle auch noch mal der Gruss an meine Tischgesellen Dorothee, Jutta, Hedi, Marcel, Axel und Hannes - wir hatten, denke ich, alle unseren Spass!!

Die Route

Das wichtigste der Kreuzfahrt ist ja dann doch die Route und das, was man unterwegs erlebt. Die Karibik war ja nicht unbedingt ganz oben auf meiner Liste, aber ich muss sagen, es war ein schönes Erlebnis und ich habe mich toll erholt und mal wieder etwas Farbe im Gesicht bekommen. Absolut toll war auch die Mischung zwischen See- und Landtagen - hier stimmte das Verhältnis absolut.

Hier eine kurze Zusammenfassung zu den Stationen:

Key West: tolles Flair und schöner Kreuzfahrtbeginn. Sicher ein Highlight

Grand Cayman: no comment. Leider ins Wasser gefallen. Beim nächsten Mal vielleicht.

Jamaika: toller Ausflug zur Rumfabrik. Schönes Land, aber muss ich nicht unbedingt nochmal hin.

Aruba: für mich der Tiefpunkt, denn die Insel hat mir einfach nichts gegeben. Für Taucher aber sicher schön.

Curacao: tolle Mischung aus Natur und Kultur. Ein Highlight, muss ich aber nicht so schnell wieder hin.

Antigua: sehr schön. Hat noch genug Potential für einen zweiten Besuch.

Bermuda: ein Sahnebonbon zum Schluss. Tolle Insel mit tollem Wetter. Sicher noch einen Besuch wert.

Zusammenfassung:

Insgesamt habe ich für recht wenig Geld sehr viel geboten bekommen. Wie schon in Alaska ist auch hier die Kreuzfahrt die günstigste Art des Reisens gewesen. Die Entscheidung, dass das Schiff die Flotte verlässt ist richtig, da es im Vergleich zu den größeren Schiffen schon deutlich abfällt. Aber mir hat die Karibik deutlich besser gefallen als erwartet und ich werde sicher auch wieder mit Celebrity fahren, wenn Route und Preis stimmen.

Achso, für die Statistik: ca. 1.450 Fotos von denen bisher 476 aussortiert wurden. Verbleiben also noch fast 1.000 Bilder.

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Montag und Dienstag, 23.+24.04.2007 - I am sailing

Posted by Jens Koopmann
On Mai 3rd, 2007 at 03:05

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Nach Antigua ging es weg von der Karibik und auf zu zwei Seetagen bevor wir auf Bermuda ankommen. Zeit genug um die Artikel über Curacao und Antigua zu schreiben, einiges an Tischtennisstunden, einen ordentlichen Sonnenbrand und die erste Farewell-Party für das Schiff, dass Celebrity Cruises ja nach dieser Reise verlässt.

Solangsam kann ich mich auch vom guten Essen an Board verabschieden, denn in ein paar Tagen sind wir in New York und dann geht die große Reise weiter und ich werde vom Pauschalurlauber zum Individualtourist ;-) .

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Sonntag, 22.04.2007 - Ananas, Sklaven und Strände - der Antigua-Mix

Posted by Jens Koopmann
On Mai 3rd, 2007 at 03:05

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Pünktlich Sonntag morgens sind wir in Antigua eingelaufen. Nach einem kurzen Frühstück ging es gegen 8 Uhr von Board. Da mein Ausflug jedoch erst um 10 losging blieben noch gut 1,5h, um ein wenig St. Johns zu erkunden.

Der Ort selbst ist recht unspektakulär. Viele Holzhütten, davon einige nett instandgesetzt.

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Ein Detail sticht jedoch schon von weitem hervor und das ist die St. Johns-Kirche auf dem Hügel. Eingebettet in Palmen und durch die erhöhte Lage hat das ganze die Anmutung eines Tempels im Jungel, wie in Lara Croft- oder Indiana Jones-Filmen.

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Da in der Kirche gerade der Sonntagsgottesdienst war, konnte ich natürlich nicht mal eben mit der Kamera reinspazieren und drauflos knippsen :D . Insofern wurde erstmal nur Außenfotos gemacht und die Innenaufnahmen auf den Nachmittag verschoben.

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Nach dem Gottesdienst (wo es um Kinder ging, die ihre Umwelt nicht repektieren und Eltern, die ihre Kinden auf den falschen Weg bringen) ging es dann zum Schiff, denn mein Ausflug wartete.

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Der Ausflug nannte sich “Antiguan Home Tour” und sollte eine Art alternative, weniger touristische Inselrundfahrt sein, d.h. die üblichen Sehenswürdigkeiten wie Nelsons Dockyard und Shirley Heights standen nicht auf dem Programm. Dafür ging es zunächst zu einem ehemaligen Anwesen eines Sklavenhalters. Der Weg dorthin war jedoch nicht einfach, denn rund um die Stadt gab es großem Stau, da alle versuchten mit dem Auto zur Kirche zu kommen. Die Sklaverei wurde um 1830 in Antigua abgeschafft. Viele der ehemaligen Sklavenhalter verließen die Insel und das Land ging an die Sklaven über. Einige Sklavenhalter blieben jedoch da und mussten das Land fortan selber bewirtschaften oder verpachten. Eines der Anwesen (Robert Hall Mansion hiess es glaube ich) ist heute eine Art Geschichtsmuseum. Die Nachfahren habe alles was sie über das frühere Leben finden konnten gesammelt und 4 Räume ihres Hauses damit dekoriert. Diese Räume können heute besichtigt werden. Einziges Hindernis davor war es, mit dem Kleinbus den Berg hochzufahren.

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Witzig waren vor allem die Papageien im Hinterhof. Jeder von ihnen konnte etwas anderes. Der eine imitierte dein Lachen (was zu witzig war), der zweite sagte “I love you” und der dritte babbelte einfach so vor sich hin.

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Danach ging es weiter zum zweiten Tourstop, einer Ananas-Farm. Hier finden sich neben 4 Sorten Ananas auch Bananen und Mangos. Während letztere jedoch auf Palmen wachsen, sind die Ananas ein Bodengewächs. Ein Stauch braucht ca. 1 Jahr zum Wachsen und ein weiteres Jahr bis die Frucht geerntet werden kann. Nur eine Ananas pro Strauch und Jahr geerntet werden. Dafür sind die Früchte recht anspruchslos und können ohne künstliche Bewässerung (es gibt kaum Niederschlag auf Antigua) wachsen. Angeblich sollen die Ananas aus Antigua die besten der Welt sein (sie schmecken wirklich toll), aber die Anbaufläche reicht nicht aus, um sie zusätzlich zum Inselbedarf auch noch exportieren zu können.

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Danach ging es weiter zum Mittagessen, wo eine ältere Inseleinwohnerin etwas vom früheren Leben erzählte und wie danach noch etwas Strandaufenthalt hatten.

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Zurück beim Schiff habe ich noch kurz in einem Internet-Cafe meine E-Mails gecheckt, bin nochmal hoch zur Kirche (die Innenaufnahmen warteten ja noch) und dann ging es auch geschafft wieder an Board.

Innenbilder der Kirche:

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Damit ging das Abenteuer Karibik auch zu Ende, denn nach den zwei nun folgenden Seetagen kommen wir in Bermudas an. Bermuda-Dreieck ich komme!!!!

Fazit:

  • Schöne Insel
  • knapp 180 Bilder
  • Schöne Strände (soll 365 geben!)
  • Ein schöner Tag
  • wieder kein WLAN um meine Reiseberichte online zu stellen.

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Samstag, 21.04.2007 - Sailing the seas again

Posted by Jens Koopmann
On Mai 3rd, 2007 at 03:05

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Posted in Kreuzfahrt, Reisetagebuch

Samstag war dann wieder Seetag. Zeit für ein paar Stunden Tischtennis und die Vervollständigung der Blog-Artikel. Ansonsten viel Sonne und Erholung.

Ansonsten gab es keine besonderen Vorkommnisse. Die nächste Tag brachte dann mit Antigua schon die nächste Insel.

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