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Nach Antigua ging es weg von der Karibik und auf zu zwei Seetagen bevor wir auf Bermuda ankommen. Zeit genug um die Artikel über Curacao und Antigua zu schreiben, einiges an Tischtennisstunden, einen ordentlichen Sonnenbrand und die erste Farewell-Party für das Schiff, dass Celebrity Cruises ja nach dieser Reise verlässt.
Solangsam kann ich mich auch vom guten Essen an Board verabschieden, denn in ein paar Tagen sind wir in New York und dann geht die große Reise weiter und ich werde vom Pauschalurlauber zum Individualtourist
.
Pünktlich Sonntag morgens sind wir in Antigua eingelaufen. Nach einem kurzen Frühstück ging es gegen 8 Uhr von Board. Da mein Ausflug jedoch erst um 10 losging blieben noch gut 1,5h, um ein wenig St. Johns zu erkunden.
Der Ort selbst ist recht unspektakulär. Viele Holzhütten, davon einige nett instandgesetzt.
Ein Detail sticht jedoch schon von weitem hervor und das ist die St. Johns-Kirche auf dem Hügel. Eingebettet in Palmen und durch die erhöhte Lage hat das ganze die Anmutung eines Tempels im Jungel, wie in Lara Croft- oder Indiana Jones-Filmen.
Da in der Kirche gerade der Sonntagsgottesdienst war, konnte ich natürlich nicht mal eben mit der Kamera reinspazieren und drauflos knippsen
. Insofern wurde erstmal nur Außenfotos gemacht und die Innenaufnahmen auf den Nachmittag verschoben.
Nach dem Gottesdienst (wo es um Kinder ging, die ihre Umwelt nicht repektieren und Eltern, die ihre Kinden auf den falschen Weg bringen) ging es dann zum Schiff, denn mein Ausflug wartete.
Der Ausflug nannte sich “Antiguan Home Tour” und sollte eine Art alternative, weniger touristische Inselrundfahrt sein, d.h. die üblichen Sehenswürdigkeiten wie Nelsons Dockyard und Shirley Heights standen nicht auf dem Programm. Dafür ging es zunächst zu einem ehemaligen Anwesen eines Sklavenhalters. Der Weg dorthin war jedoch nicht einfach, denn rund um die Stadt gab es großem Stau, da alle versuchten mit dem Auto zur Kirche zu kommen. Die Sklaverei wurde um 1830 in Antigua abgeschafft. Viele der ehemaligen Sklavenhalter verließen die Insel und das Land ging an die Sklaven über. Einige Sklavenhalter blieben jedoch da und mussten das Land fortan selber bewirtschaften oder verpachten. Eines der Anwesen (Robert Hall Mansion hiess es glaube ich) ist heute eine Art Geschichtsmuseum. Die Nachfahren habe alles was sie über das frühere Leben finden konnten gesammelt und 4 Räume ihres Hauses damit dekoriert. Diese Räume können heute besichtigt werden. Einziges Hindernis davor war es, mit dem Kleinbus den Berg hochzufahren.
Witzig waren vor allem die Papageien im Hinterhof. Jeder von ihnen konnte etwas anderes. Der eine imitierte dein Lachen (was zu witzig war), der zweite sagte “I love you” und der dritte babbelte einfach so vor sich hin.
Danach ging es weiter zum zweiten Tourstop, einer Ananas-Farm. Hier finden sich neben 4 Sorten Ananas auch Bananen und Mangos. Während letztere jedoch auf Palmen wachsen, sind die Ananas ein Bodengewächs. Ein Stauch braucht ca. 1 Jahr zum Wachsen und ein weiteres Jahr bis die Frucht geerntet werden kann. Nur eine Ananas pro Strauch und Jahr geerntet werden. Dafür sind die Früchte recht anspruchslos und können ohne künstliche Bewässerung (es gibt kaum Niederschlag auf Antigua) wachsen. Angeblich sollen die Ananas aus Antigua die besten der Welt sein (sie schmecken wirklich toll), aber die Anbaufläche reicht nicht aus, um sie zusätzlich zum Inselbedarf auch noch exportieren zu können.
Danach ging es weiter zum Mittagessen, wo eine ältere Inseleinwohnerin etwas vom früheren Leben erzählte und wie danach noch etwas Strandaufenthalt hatten.
Zurück beim Schiff habe ich noch kurz in einem Internet-Cafe meine E-Mails gecheckt, bin nochmal hoch zur Kirche (die Innenaufnahmen warteten ja noch) und dann ging es auch geschafft wieder an Board.
Innenbilder der Kirche:
Damit ging das Abenteuer Karibik auch zu Ende, denn nach den zwei nun folgenden Seetagen kommen wir in Bermudas an. Bermuda-Dreieck ich komme!!!!
Fazit:
- Schöne Insel
- knapp 180 Bilder
- Schöne Strände (soll 365 geben!)
- Ein schöner Tag
- wieder kein WLAN um meine Reiseberichte online zu stellen.
Samstag war dann wieder Seetag. Zeit für ein paar Stunden Tischtennis und die Vervollständigung der Blog-Artikel. Ansonsten viel Sonne und Erholung.
Ansonsten gab es keine besonderen Vorkommnisse. Die nächste Tag brachte dann mit Antigua schon die nächste Insel.
Tags:Karibik, Karibik, Kreuzfahrt, Kreuzfahrt, Planung Kreuzfahrt, Planung Kreuzfahrt, Reisebericht, Reisebericht, Reiseblog, Reiseblog, Reisetagebuch, Reisetagebuch, Rundreise, Rundreise, USA, USAUnd weiter gehts. Da der Bericht über Curacao etwas länger ist, habe ich ihn in zwei Teile gesplittet. Nach meiner Tour mit der Straussenfarm, der Aloe-Plantage und der Likörfabrik war ich wieder am Schiff angekommen. Die Sonne schien mittlerweile prächtig und so gab es keine Frage, dass ich sofort weiter bin in die Innenstadt von Willemstad, der Hauptstadt von Curacao. Der eine Teil der Stadt – die Punta – gehört seit 1997 zum Unesco Weltkulturerbe. Dieser Stadtteil ist von der restlichen Stadt durch eine breite Wasserschneise getrennt. Mit dem Auto kann man nur über eine große Brücke, der Juliana Brug, deren Bauzeit knapp 15 Jahre und 40 Menschenleben gekostet hat, von einem zum anderen Stadtteil kommen.
Der Name des Stadtteils – Punta – kommt aus dem niederländischen “de Punt”, was “der Punkt” heisst.
Am Eingang zur Stadt gibt es auf jeder Wasserseite ein Fort – Riffort im Nordwesten und Fort Amsterdam im Südosten.
Vom Schiff war es ein kleiner Spaziergang von 15 Minuten bis zu Fähre zum Altstadtteil. Normalerweise kommt man auch über eine Brücke über den Kanal – die Emma Brug – doch diese ist derzeit in Reparatur. Die Brück selbst schwimmt auf Pontons, die bei Bedarf – sprich wenn Schiffe in die Stadt kommen – beiseite geschwenkt werden können. Da die Brücke aber nicht da war, ging es mit der Fähre rüber. Der kurze Fahrtwind tat auch gut, denn draussen waren gut über 33°C im Schatten.
Hier ein Bild der Stadtansicht mit Brücke, wie ich es leider nicht real sehen konnte:
Die Altstadt selbst lässt sich schnell erkunden. In gut einer Stunde ist man überall gewesen. Es ist wirklich nett dort und nicht zu vergleichen mit dem touristenhaften Oranjestad auf Aruba.
Viel sagen lässt sich ansonsten nicht zur Altstadt. Ich habe die Zeit nach dem Spaziergang genutzt, um mich kurz in einem Internet-Café zu aklimatisieren und die ersten Postkarten zu schreiben (bin ja totaler Schreibmuffel).
Hier daher ein paar Bilder:
Sieben Stunden nach dem ich morgens von Board gegangen war, kam ich dann wieder am Schiff an und ein erlebnisreicher Tag ging zu Ende. Nach der kleinen Enttäuschung in Aruba war Curacao ein echtes Highlight. Der nächste Tag war ein Seetag, bevor es nach Antigua ging.
Fazit:
- Toller Ausflug zur Straussenfarm und Aloe-Plantage
- Willemstad ist eine kleine niedliche Stadt
- Wetter toll – was will ich mehr
- knapp 200 Bilder
Nach dem A der ABC-Inseln gestern ging es heute zum C nach Curacao. Curacao ist Bestandteil der Niederländischen Antillen und gehört somit zum Königreich der Niederlande. Sie ist die größte der ABC-Inseln und nur wenige Meilen von Venezuela entfernt. Über die Herkunft des Namens Curacao gibt es mehrere Varianten. Eine Vermutung ist, dass der Name vom spanischen Corazon kommt, was Herz bedeutet. Dazu muss man wissen, dass in früherer Zeit die Insel auf den Seekarten tatsächlich die Form eines Herzens gehabt hat.
Bei der Ankunft am Morgen machte sich erstmal Enttäuschung bei mir breit, denn es war total bewölkt. Außerdem dachte ich, dass das Schiff direkt in der Innenstadt von Willamstad anlegen würde, aber am Ende waren es auch nur 15 Minuten zu Fuss.
Zunächst ging es aber wieder auf eine Tour und zwar diesmal zu einer Aloe-Plantage und zu einer Straussenfarm. Nach kurzer Fahrt kamen wir auf der Plantage an. Dort zeigte man uns die Aloepflanzen, die zur Gruppe der Liliengewächse gehören.

Dann kam eine kurze Vorführung, wie das Aloe gewonnen wird. Dazu werden Blätter der Pflanze bis zu drei Mal pro Jahr abgeschnitten. Diese Blätter enthalten innen ein farbloses Gel, was das Aloe enthält. Insgesamt kann man aus 3 Blättern ca. 1 Liter Aloe extrahieren. Dies ist bemerkenswert, da die Pflanzen selbst kaum Wasser benötigen. Die erste Ernte ist nach 5 Jahren möglich und kann dann ca. 10 Jahre fortgeführt werden.



Dann ging es in der Fabrikhalle weiter, wo die Blätter gereinigt, beschnitten und zum Schluss gepresst werden.


Einsatzgebiete von Aloe sind Lotions zur Wundheilung oder bei Sonnenbrand, aber auch als Erfrischungsgetränk oder in der Medizin, da es ein natürliches Antibiotikum ist.
Nach der Plantage ging es fünf Minuten später weiter auf der Straußenfarm, auf der sich neben Straussen auch noch ein paar Pagageien und Echsen tumelten.


Die Straussenvögel sind schon wirklich witzig. Sie können über 30 Minuten nonstop ein Tempo von mehr als 70 Stundenkilometer laufen, in Gefangenschaft bei guter Pflege bis zu 100 Jahre alt werden und haben ein wahres Spatzenhirn – zu deutsch: die sind strohdoof
. Ein Strauss glaubt z.B., dass wenn er mit dem Kopf durch ein Loch im Zaun kommt, sein ganzer Körper da auch durch passen muss – eine grobe Fehleinschätzung


Neben den Straussen werden Schaafe gehalten, da diese das Gras fressen, dass den Straußen nicht gut tut.

Dann musste ein Teilnehmer vor ein Gehege gehen und die Arme ausbreiten. Da der Strauss nicht unterscheiden kann, ob du Mensch oder Strauss bist (ich sagte ja, sie sind stockdoof), ging er sofort in einer Verteidigungsposition. Dann ging unser Führer in ein Gehege und stellte sich hinter ein Weibchen. Dass dachte sofort, er sei ein paarungsbereites Männchem und hockte sich entsprechend hin. Weiter wollter der Ranger dann aber doch nicht gehen




Dann stand die Fütterung auf dem Programm. Dazu erhielten die Teilnehmer etwas Futter aus der Schale. Die Strausse waren dann ohne Rücksicht auf Verluste darauf fixiert dieses zu bekommen. Und auch manche innige Beziehung zwischen Tourist und Strauss nahm seinen Anfang




Als nächstes haben wir uns noch Strausseneier angeschaut. Diese Eier können bis zu 2 Kilo schwer werden und allein die Schale hat einen Durchmesser von 3mm. Selbst wenn sich recht schwere Amerikaner auf ein Ei stellen, bricht dieses nicht zusammen.


Zu guter Letzt kam der Ranger mit einem drei Tage alten Strauss auf seiner Hand an. Der war zu putzig. Wir durfen ihn alle mal halten und so gibt es auch von mir uns dem Straussenbaby ein Zeitzeugnis (ihr dürft raten, wer der Strauss ist
).


Hier noch ein paar Bilder von weiteren Farmbewohnern:


Nach diesem Teil des Ausflugs hätte es eigentlich direkt in die Stadt zurückgehen sollen, aber unsere Führer haben noch ein Extra für uns gehabt und so sind wir zu bekanntesten Fabrik der Insel gefahren. Hier wird der Original Blue Curacao hergestellt. Dieser Likör entstand durch einen Zufall. Als die Spanier die Insel eroberten, brachten sie die Valencia-Orangen mit, um sie hier anzubauen. Die klimatischen Verhältnisse auf Curacao waren hierfür jedoch völlig ungeeignet und so wurden die Orangen klein und bitter (Pommeranzen). Man fand jedoch heraus, dass sich aus diesen ein Likör herstellen lässt. Dieser gewann dann in den 70er-Jahren in einem Wettbewerb den ersten Preis, was ihm seine Bekanntheit brachte. Leider waren Imitatoren schneller am Markt als die Fabrik aus Curacao. Dies war möglich, da der Name Blue Curacao nicht schutzfähig ist (Ortsnamen können nicht als Produktname geschützt werden). Was jedoch geschützt werden konnte, war die Form der Flasche. Curacao in einer runden Flasche ist ein Original, alles andere sind nur Imitationen. Curacao-Likör ist übrigens farblos und die beigemischte Farbe (Blau, Rot, Grün und Gelb) dient nur als optischer Hingucker beim Cocktails mixen.

Nach einer Likörprobe ging es dann zurück zum Schiff. Dort geht es dann mit dem zweiten Teil des Curacao-Berichts weiter.
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