Archive For The “Ostroute” Category

Geschichtlicher Einschub: Die Schlacht von Gettysburg

By | Mai 19, 2007

Die Schlacht von war in den Augen vieler die bedeutendste Schlacht des Amerikanischen Bürgerkrieges () und gleichzeitig Wendepunkt des Kriegs.

Die Schlacht fand an den 3 Tagen vom 01. Juli 1863 bis zum 03. Juli 1863 statt. Dabei trafen die Potomac-Armee () und die Nord-Virginia-Armee () aufeinander. Die beiden Kommandeure der Schlacht waren für die Union und für die Konförderation.

Zuvor gelang es den Konförderierten im Verlauf des Krieges trotz personeller, wirtschaftlicher und materieller Unterlegenheit den Unionstruppen immer wieder Paroli zu bieten. Dies war auch am ersten Tag der Schlacht der Fall, als die Konförderation Vorteile hatte und aus dem Norden von Gettysburg bis zum Cemetery Hill im Süden vordringen konnten. Am zweiten Tag der Schlacht kamen die Konförderierten zum Stehen – es gab quasi ein unentschieden. Die wichtigste Schlacht an dem Tag fand am statt, wo insbesondere Colonel Chamberlain mit dem 20. Main-Regiment eine wichtige Leistung vollbrachte. Er markierte die Flanke der Unionsstellungen und musste mehreren Angriffen der Konförderierten standhalten. Als die Munition auszugehen drohte, ging Chamberlain in den Angriff über und jagte den Konförderierten entgegen bis sie schließlich flohen.

Der dritte Tag der Schlacht brachte dann die Entscheidung. Nach einem fehlgeschlagenen Angriff von Lee war die Konförderation am Ende. Dennoch erreichte die Konförderation an diesem Tag für einen kurzen Moment den nördlichsten Punkt während des gesamten Bürgerkriegs. Die Union gewann diese Schlacht und legte damit den Grundstein für den Sieg der Union im .

Erst zwei Jahre später, 1865, war der Bürgerkrieg dann entgültig vorbei.

Die Schlacht forderte mehr als 5.000 Tote. Dennoch war General Lee für die ein Held. Diese Heroisierung war Teil des “” einer Bewegung nach dem Bürgerkrieg, um das Selbstwertgefühl des Südens zu stärken.

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Geschichtlicher Einschub: Der Amerikanische Buergerkrieg

By | Mai 19, 2007

Der Amerikanische – auch genannt – führte zu den größten Schlachten, die jemals auf amerikanischem Boden geführt wurden. Aus der Bezeichnung Bürgerkrieg ergibt sich schon, dass es hier um einen Konflikt innerhalb der ging.

Wer kämpfte gegen wen?

Hier kämpfte der Norden der Vereinigten Staaten (die ““) gegen den Süden (die ““).

Die traten nach und nach aus der Union und gründeten die Konförderierten Staaten von Amerika. Folgende Staaten traten der Konförderation bei (in Klammern das Jahr des Beitritts):

  • South Carolina (1860)
  • Mississippi (1860)
  • Florida (1860)
  • Alabama (1860)
  • Georgia (1860)
  • Louisiana (1860)
  • Texas (1861)
  • Virginia (1861)
  • Arkansas (1861)
  • Tennessee (1861)
  • North Carolina (1861)

Die Staaten nördlich von Virginia lagen, gehörten der Union an. 1863 spaltete sich zusätzlich ein Teil Virginias ab und gründete West Virginia, der als 35. Staat der Union beitrat.

Wann wurde gekämpft?

Der Krieg begann 1861 und endete mit dem Sieg der Union 1865. Anschließend traten die Staaten der Konförderation nach und nach der Union wieder bei (Reconstruction). Erst 1877 waren die Vereinigten Staaten wiederhergestellt, wie vor dem Bürgerkrieg.

Warum kam es zum Krieg?

Vor dem Bürgerkrieg konnte man die Staaten der USA unterteilen in jene, die zuließen und jene, in denen die Sklaverei verboten war. Prinzipiell war die Sklaverei in den USA nicht erlaubt, jedoch gab es einen Bestandsschutz für alle Staaten, in denen zum Zeitpunkt des Beitritts zur Union die Sklaverei erlaubt war. Dies allein wäre kein Problem, würde sich nicht die Anzahl der Sitze im Repräsentantenhaus nach der Bevölkerungszahl richten. Sklaven wurden der Bevölkerungszahl zu drei Fünfteln zugerechnet. Durch diese Regelung überwog der Einfluss des ländlichen, aber mit Sklaven durchsetzten Südens gegenüber den Nordstaaten. Dies änderte sich erst, als zum einen im Norden neue Staaten beitraten und ein Gesetz erlassen wurde, dass die Sklaverei im Norden prinzipiell verbot. Im Gegenzug konnten im Süden nicht mehr viele Staaten beitreten. Die einzelnen Bundesstaaten waren zum Teil der Meinung, dass die Union den Staaten keine Gesetze aufzwingen könne, sondern jeder Staat das Recht habe, Gesetze der Union auf seinem Gebiet aufzuheben.

Zusätzlich taten sich wirtschaftliche Spannungen auf. Der Norden wurde nach und nach industrialisiert, während der Süden fast ausschließlich Landwirtschaft betrieb. Damit war aber auch der Norden Innovationsmotor, der durch neue Produkte und hohe Löhne eigene Absatzmärkte erzeugte. Ein sozialer Konflikt zwischen Norden und Süden war damit vorprogrammmiert.

1860 standen dann Präsidentschaftswahlen an. Die Republikaner (vorrangig aus dem Norden) stellten ihren Kandidaten . Die Demokraten im Norden nominierten Stephen A. Douglas (Illinois), jene im Süden John Cabell Breckinridge. Als vierte Partei (neben Republikanern, Norddemokraten und Süddemokraten) trat die Constitutional Union an mit Ihrem Kandidat John Bell. Wärend die Süddemokraten sich für mehr Eigenstaatlichkeit der Bundesstaaten und für Sklaverei einsetzten, waren die Republikaner für das Verbot der Sklaverei. Die Constitutional Union wollte den Status Quo beibehalten.

Die Wahl gewann Lincoln mit einer komfortablen Mehrheit. Dies war der Auslöser für die ersten Südstaaten in die Sezession zu gehen, d.h. aus der Union auszutreten. Der erste Kongress der Konförderation konstituierte sich in Montgomery, Alabama und wählte zum Präsidenten. Nach dem Beitritt Virginias zur Konförderation wechselte die Hauptstadt nach Richmond, Virginia. Die Konförderation strebte während des gesamten Bürgerkriegs nach einer Anerkennung und Unterstützung durch die internationale Staatengemeinschaft. Diese Bemühungen waren jedoch nicht von Erfolg gekrönt.

Im Norden blieb Lincoln Präsident und Washington die Hauptstadt.

Wichtige Schlachten, Armeen und Kriegsterritorien

Insgesamt wurde der Krieg an folgenden Schauplätzen ausgetragen:

  • Trans-Mississippi (alles westlich des Mississippi)
  • Westen (westlich der Appalachen und östlich vom Mississippi)
  • Osten
  • Seekrieg

Zunächst hatte es den Anschein, dass die Konförderation im Krieg erfolgreich sein könnte, durch zunehmende Materialengpässe setzten ihr zu. Die wohl bekannteste Schlacht und Wendepunkt des Krieges zu Gunsten der Union war . Die wohl bekanntesten Armeen waren die Nord Virginia Armee (Konförderation) und die Potomac-Armee (Union).

Hervorzuheben ist, dass in den ersten Jahren es nicht Ziel Lincolns war die Sklaverei abzuschaffen! Vielmehr wollte Lincoln die Einheit der Union wiederherstellen und auch den Südstaaten die Slaverei weiter gestatten. Erst nach Lincolns Wiederwahl 1864 brachte er den 13. Verfassungszusatz in den Kongress an, der die Sklaverei verbieten sollte. Trotz heftigen Widerstands wurde die Zusatz Anfang 1865 beschlossen. Damit war eine Rückkehr zum Status quo unmöglich geworden. Lincoln wurde weniger als 3 Monate später Opfer eines Attentats und Andrew Johnson wurde neuer Präsident der Union.

Nach dem Krieg

Als der Krieg beendet war, hatten ca. 650.000 Menschen ihr Leben gelassen und waren mehr als 8 Milliarden USD ausgegeben. Sieger des Bruderkampfes war die Union, die nun die Vorbereitungen für eine Wiederherstellung der Union begann.

Nach dem Krieg wurden die Südstaaten jedoch nicht einfach wieder in die Union aufgenommen. In der Union gab es zwei Voraussetzungen für den Wiedereintritt:

  1. Abschaffung der Sklaverei
  2. Abschaffung der Separationsbestebungen der Südstaaten

Unter anderem mussten die Südstaatler einen Schwur auf die Union ablegen. Neben der Abschaffung der Sklaverei wurden noch zwei weitere Verfassungszusätze beschlossen, die den Bürgerschutz auf alle Bürger ausweiteten und die Rassenbeschränkungen bei Wahlen aufhoben.

Die meisten Staaten traten 1868 und 1870 der Union wieder bei (Ausnahme: Tennessee trat bereit 1866 bei). Nach ihrer Wiedereingliederung wurden die Südstaaten jedoch vom Norden bis 1877 kontrolliert. Erst dann war die Reconstruction abgeschlossen.

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Donnerstag, 10.05.2007 – Schlachtfeldbesuch in Gettysburg

By | Mai 19, 2007

Nach dem gestrigen Tag in ging es heute weiter nach , einem weiteren geschichtlichen Höhepunkt der Reise. Nach gut 2,5h Fahrt kamen wir am Besucherzentrum des National Park Service an. Nach einem kurzen Check der Öffnungszeiten kamen wir zu dem Schluss, dass man als erstes die von Ex-Präsident besichtigen sollte, da sie nur bis 16 Uhr auf hat. Vorher hatten wir uns noch mit einer Karte vom Schlachtfeld und einem Audio-Guide für 20 USD eingedeckt.

Los ging es also mit einem Shuttle zur Farm, die einst Eisenhower gehörte. Eisenhower wurde in Texas geboren und wuchs in Kansas auf. Bekannt wurde er als General und Präsident, obwohl er anfangs für beide Karrieren keinerlei Interesse zeigte. Doch die Armee bot die Möglichkeit eines Collegestudiums und das wiederum war es, was Eisenhower wollte. Also tritt er der Armee bei. Sein Rang stieg kontinuierlich bis er 1943 Oberkommandeur der Streitkräfte im zweiten Weltkrieg wurde und maßgeblich die US-Invasion in der Normandie leitete. 1952 begann dann seine ursprünglich so ungeliebte Laufbahn als Präsident. Schon während dieser Zeit besaß er die Farm in Gettysburg und nutzte sie als Ort der Entspannung. Eisenhower war Kettenraucher was dazu führte, dass er während seiner Präsidentschaft mehrere Herzattacken hatte. Nach einer Attacke war daher auch die Gettysburg-Farm das provisorische Weiße Haus, solang sich der Präsident hier erholte.

Auf der heutigen Tour kann man sein Haus besichtigen und auch seine Farm.

Hier ein paar Bilder vom Haus:

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Danach ging es auf die Route rund um das Schlachtfeld. Die Route war auf 3h ausgelegt, aber da wir einige Male für Fotos ausgestiegen sind, dauerte es am Ende rund 4 Stunden.

Hier ein paar Bilder von wichtigen Stationen:

:

Dieses Mahnmal zum wurde vor mehr als 200.000 Menschen eingeweiht und soll der Gefallenen gedenken. Zur Einweihungsfeier waren auch alle Veteranen beider Seiten eingeladen und rund 1.800 kamen auch (Durchschnittsalter über 95 Jahre).

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Denkmäler der Bundesstaaten:

Virginia: PICT9347

Pennsilvania: PICT9408

und , wo eine der entscheidenden Schlachten des zweiten Kampftages stattfand:

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Und schließlich die – die Hochwassermarke der Konförderierten am dritten Tag.

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Zum Schluss ging es noch für ein paar Minuten auf den Militärfriedhof. Hier hielt unter anderen Lincoln seine Gettysburg Adress, in der er der Toten des Krieges gedachte.

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Dann zog sich der Himmel auch mehr und mehr zu und die Gewitter, die schon für den Nachmittag angekündigt waren, aber nicht eintrafen holten dies jetzt nach. Auf dem Rückweg hatten wir noch einen kleinen Stop beim Walmart eingelegt um einen kleinen Snack für den Abend zu bekommen und dann ging es auch schon zum Hotel in Chambersburg, wo ich jetzt mal wieder an diesem Bericht schreibe. Morgen geht es dann weiter bis zur letzten Station der Ostrundreise nach Washington.

Fazit:

  • Die gut 1,5h für die Eisenhower-Farm sollte man mitmachen, da es recht interessant gemacht ist
  • Für die Rundfahrt auf dem Schlachtfeld sollte man auf jedenfall einiges an Vorwissen mitbringen. Ansonsten ist es sicherlich toll, wenn hier im Sommer die Schlachten nachgespielt werden.
  • Der Friedhof ist eher ein Zwischenstop, als dass es sich lohnt, viel Zeit dort zu verbringen.
  • Für mich wieder ein toller Tag, vor allem, da auch das Wetter sich gut gehalten hat
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Mittwoch, 09.05.2007 – Auf den Spuren der amerikanischen Verfassung in Philadelphia

By | Mai 17, 2007

Nachdem wir ja gestern in angekommen sind, stand heute eine kleine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Der Blick aus dem Fenster ließ jedoch nichts gutes verheißen, denn es war ziemlich neblig. Im Internet gibt es eine freie selbsterklärende Tour durch die Stadt, die “Constitutional Walking Tour”. Vom Hotel aus brachte uns der kostenlose Shuttle zum Flughafen, von wo aus ein Zug direkt ins Zentrum nach fährt. Die einfache Fahrt hat 5,50 USD gekostet und dauerte knapp 20 Minuten. In der Stadt hatte uns dann aber auch schon die Sonne wieder. Dies sollte auch, entgegen aller Vorhersagen, den Rest des Tages so bleiben.

Zunächst ging es zum Independence Visitor Center, wo man kostenlose Tickets für einige der Attraktionen erhält. Insbesondere die Karten für die sollte man sie frühzeitig besorgen. Bei uns war es kein Problem uns wir erhielten Tickets für 9:45 Uhr.

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Also ab dann zur Independence Hall, wo (wieder mal) wir und das Gepäck durchleuchtet und immernoch für unbedenklich befunden wurden. Ein netter Ranger vom National Park Service nahm uns dann in Empfang und führte uns zunächst in ein Nebengebäude, wo es eine kleine Einleitung gab. Danach ging es in die Independence Hall. Der erste Saal sieht wie ein Gerichtssaal aus und war auch mal einer.

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Hier war der oberste Gerichtshof Pennsylvanias. Einst hing über dem Richterplatz das Emblem von König George, was aber während der Unabhängigkeitsbewegung verbrannt wurde.

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Der für Amerika wichtigere Raum befindet sich jedoch ein Zimmer weiter. Hier im trafen sich am 04. Juli 1776 Vertreter der 13 Kolonien auf amerikanischen Boden um im Rahmen des 2. Kontinentalkongresses über die Unabhängigkeitserklärung abzustimmen. Es war jedoch nicht die erste Abstimmung über die wesentlich von erarbeitete Erklärung. Zunächst stimmten North- und South Carolina nicht dafür, da die Abschaffung der nicht in ihrem Sinne war. Selbst am 04. Juli stimmten nur 12 der 13 Kolonien zu – New York stimmte dagegen. So fand die Unterzeichnung auch nicht am 04. Juli statt, wie man vermuten könnte, sondern erst am 02. August 1776, als New York dem immer größer werdenden Druck nachgab.

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Interessant ist auch, dass die Verabschiedung und Verkündung der Unabhängigkeitserklärung keinesfalls das Ende der Unabhängigkeitsbewegung in Amerika war. Vielmehr standen erst noch harte Kriegsjahre bevor, den Großbritannien war natürlich nicht bereit diese Erklärung einfach so hinzunehmen.

Der gleiche Raum kommt 11 Jahre später 1787 nochmals zu größerer Bedeutung als sich Vertreter der Kolonien abermals trafen, um über eine Verfassung zu diskutieren.

Der Stuhl an der Spitze der Versammlung hatte eine Sonne auf der Lehne, wobei unklar ist, ob diese auf- oder untergeht. (Mitunterzeichner der Erklärung) sagte nach der Verabschiedung der Unabhängigkeitserklärung, da er lange nicht wusste, ob die Sonne den Untergang oder den Aufstieg der jungen Nation bedeuten würde, doch jetzt nach der Unterzeichnung sei er sich sicher, dass es der Anfang ist.

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Neben der Independence Hall ist die , in der zwischen 1790 und 1800 der amerikanische Kongress tagte, bevor er nach Washington DC ging. Im Untergeschoss trafen sich das House of Representatives. Hier waren alle Bundesstaaten gewichtet nach dem Bevölkerungsanteil vertreten. Sklaven zählten dabei nur zu 3/5.

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Im Obergeschoss saß der Senat. Hier war jeder Bundesstaat gleichwertig mit 2 Sitzen vertreten. Hier nahm auch George Washington seinen Amtsschwur ab.

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Über dem Saal findet man auch ein großes Abbild des Weisskopfseeadlers, dem Wappentier der . Der Adler trägt in der (vom Betrachter aus) rechten Kralle einen Olivenzweig – das Zeichen für Frieden. In der linken Kralle trägt er Pfeile als Symbol für Kampf. Er schaut jedoch zum Olivenzweig, was in der Bedeutung “Wir wollen Frieden, sind aber bereit zu kämpfen” heissen soll. An einigen Stellen sieht man den Adler auch noch mit einem Band im Mund. Dieses Band enthält den lateinischen Wahlspruch der : Aus vielen Eines.

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Nächster Halt war dann die , wo es erstmal wieder die üblichen Sicherheitskontrollen gab. Die hing einst als Glocke in der Independence Hall. Die in England gefertigte Glocke brachte jedoch nur kurze Freude, denn bereits 1776 beim Glockenläuten zum Geburtstag von George Washington erhielt die Glocke einen Riss. Man versuchte den Riss zu reparieren, doch die Reparatur hielt nur kurz. 1835 gab es einen neuen, noch größeren Riss an der gleichen Stelle, der irreparabel war. Die Glocke wurde darauf hin von der Independence Hall abmontiert und ausgestellt. Die Inschrift ist ein Zitat der Bibel (Moses, “Verkündet die Unabhängigkeit im ganzen Land”). Neben der Glocke findet man in dem Ausstellungsgebäude auch viele interessante Informationen.

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Danach führte der Weg vorbei an der Philosophischen Gesellschaft (auch von Benjamin Franklin gegründet) zum , wo ein Denkmal für General George Washinton und symbolisch für einen der unter ihm dienenden Soldaten aufgestellt wurde. Vor dem Denkmal befinden sich die Flaggen der dreizehn Gründungskolonien, sowie die erste Flagge der USA (wie heute mit den 13 Streifen, die die Gründungskolonien repräsentieren, jedoch damals nur mit 13 Sternen links oben).

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Weiter ging es entlang der ersten öffentlichen zur zweitältesten Bank der USA, deren Gebäude dem Panthenon in Athen nachempfunden. ist.

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Nächster wichtiger Halt war die Merchants Exchange, die erste Aktienbörse in den USA. Diese wurde notwendig, um finanzielle und Handelsaktivitäten zu Beginn des 19. Jahrhunderts besser abwickeln zu können.

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Nur wenige Meter entfernt steht die City Tavern, in der sich die Mitglieder der beiden Kontinentalkongresse getroffen hatten. Kontinentalkongresse waren Zusammentreffen von Mitgliedern der Kolonien, als sie noch nicht unabhängig waren.

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Ein paar Schitte weiter stand dann auch schon die erste Bank Amerikas.

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Der nächste Halt war , Treffpunkt des ersten Kontinentalkongresses. Dieses schlug König George III in England eine modifizierte Zusammenarbeit der Kolonien mit dem englischen Königreich vor.

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Auf dem Rundgang kommt man auch an dem Platz vorbei, wo einst das Haus von Benjamin Franklin stand, genauso wie seine Druckerei. Beides steht jedoch heute nicht mehr. An der Stelle (Franklin Court) markieren jedoch Gerüste, die die Häuser andeuten.

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Durch das Hafenviertel, vorbei an der Elfreth’s Alley, der ältesten Wohnstrasse der USA ging es dann zum Delaware River. Philadelphia bietet jedoch keine so beeindruckende Ansicht von dieser Seite.

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Nach einem kurz Tankstop bei Starbucks ging es zum House. erhielt von George Washington den Auftrag die erste Amerikanische Flagge zu designen. Bis heute ist jedoch nicht entgültig erwiesen, dass die Stars and Stripes auch von ihr stammen. Dem Geschäft tut dies jedoch keinen Abbruch und so erzählt man die Geschichte einfach weiter und vielleicht ist sie ja auch wahr…

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Weiter ging es zum Friedhof auf dem Benjamin Franklin begraben ist. Geboren in Boston, fand ein Großteil seines Wirkens in Philadelphia statt. So arbeitete er an der Unabhängigkeitserklärung und der Verfassung mit, war Verleger und Wissenschaftler. Die Welt verdankt ihm den Blitzableiter.

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Letzer Halt war das , jenes Gebäude in dem Thomas Jefferson wohnte, als er die Unabhängigkeitserklärung schrieb.

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Nach einer kurzen Stärkung habe ich beschlossen, mir noch das anzuschauen, ein Museum rund um die Unabhängigkeit und Verfassung der USA. Der Eintritt kostet 12 USD und los geht es mit einer ca. 20 minütigen Multimedia Show. Danach kann man in einem Rondell die Geschichte der Unabhängigkeit und Verfassung verfolgen. Dabei wechseln sich kurze Filme, Zeittafeln und interaktive Elemente ab. Ich fand es sehr informativ und die 2h, die ich hatte (dann war leider Feierabend), waren etwas zu kurz. Zwischen 3 und 4h ist die optimale Zeit, um dieses Museum zu erkunden. Zum Schluss kann man noch die Verfassung mit unterzeichnen. Die Verfassung der USA ist die älteste der Welt und Vorbild für viele der heutigen Grundlagengesetze der Welt, so auch für das Grundgesetz der BRD. Die Verfassung wurde bis heute 27 mal modifiziert. Die ersten 10 Amendmends (Zusätze) werden auch Bill of Rights genannt. Sie sind die Grundrechte.

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Danach ging es wieder zurück ins Hotel, wo ich gerade meinen kleinen Bericht hier schreibe. Morgen geht es dann weiter nach , dem geschichtlichen Bürgerkriegszentrum meiner kleinen Reise.

Fazit:

  • im historischen Zentrum Philadelphias kann man einen guten Einblick in die Unabhängigkeitsbewegung erhalten.
  • Für den historischen Teil reicht ein Tag gut aus. Man sollte nur alle Führungen und Touren zu Beginn machen, da fast alles gegen 17 Uhr schließt und dann die Teile ablaufen, wo man nicht auf Öffnungszeiten angewiesen ist.
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Dienstag, 08.05.2007 – New Haven’s altwuerdige Universitaet Yale

By | Mai 16, 2007

Heute habe ich mal ausgeschlafen und bin erst um 8 Uhr aufgestanden. Ziel des heutigen Tages war es, zu erreichen. Als Zwischenstop war vorgesehen, um dort das Gelände der zu besichtigen.

Nach gut 2h Fahrt sind wir auch problemlos in New Haven angekommen. Nachdem wir ein Parkhaus nahe des gefunden hatten, konnte es losgehen. Aus dem Internet hatte ich mir vorab eine Karte mit einer Self-Guided-Walking-Tour heruntergeladen und dazu die MP3-Tour. Beides ist kostenlos im Internet verfügbar.

Los ging es also am New Haven Green. Die Stadt ist seit 1638 besiedelt und ist die erste Stadt der , für die eine Stadtplanung gemacht wurde. Daher ist selbst die Altstadt auf einem Schachbrettmuster angelegt. Am New Haven Green befinden sich 3 Kirchen, die die ältesten der Stadt sind.

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Danach ging es weiter zu , dem einstigen Eingangstor zur Universität.

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Neben dem ältesten Gebäude der Universität steht eine Statue von . Er war Student in Yale und hatte später dort eine Lehrerstelle. Diese Stelle war jedoch nur ein Alibi für seine wahre Funktion als erster Spion der USA in der Unabhängigkeitsbewegung. Er wurde 1776 (im Jahr der Unabhängigkeit) exekutiert.

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Im Hof stehen weiterhin Statuen von zwei ehemaligen Präsidenten der Universität. Das Motto der Einrichtung ist übrigens “For God, for Country and for Yale” (Für God, das Land und für Yale). Ein kleines Stück weiter steht ein Gebäude, dass “” heisst. Hier ist Yales älteste “Senior Society” untergebracht. Die Architektur mit wenigen Fenstern war typisch für alle Organisationen dieser Art. “Senior Societies” bestehen aus Studenten des letzten Jahrgangs vor dem Abschluss. Es ist eine Art Geheimgesellschaft. Jene in Yale ist wesentlich durch die Familie Bush (die der beiden US-Präsidenten) geprägt.

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Vorbei ging es weiter am Theater der Uni und der Schauspielschule an der schon Jodie Foster aufgetreten ist bis zum , der einst grössten Turnhalle der Welt. Ihr Spitzname ist die “Schweisskathedrale”.

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Weiter ging es vorbei an diversen Colleges bis zur , die eine Kapazität von bis zu 3 Mio. Büchern.

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Die Tour führte dann noch weiter an diversen Colleges vorbei. Hier noch ein paar Bilder von der Tour.

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Gegen 15 Uhr ging es dann weiter Richtung Philadelphia. Die erste Stunde Fahrt war auch noch erträglich trotz recht dichtem Verkehrs. Dann haben wir für 3km rund 2h gebraucht – Berufsverkehr in New York! Die Leute sind wir die verrückten zwischen den Spuren gesprungen und manches mal zog auch ein ganzer Truck rüber, während man noch neben ihm stand. Mir hat es jedenfalls wieder gereicht. Dafür habe ich jedoch im Radio von einer Frau am Telefon eine Stunde lang mitbekommen, wie glücklich sie mit 17 Kindern ist und wie sehr sie sich schon auf die nächsten freut. Halleluja Amerika! Danach ging es dann aber gut weiter bis nach Philadelphia wo wir vor gut 1,5h angekommen sind.

Morgen geht es dann nach Downtown Philadelphia auf Geschichtstour.

Fazit:

  • Der Abstecher nach New Haven lohnt. Man sollte ca. 3-4h Zeit mitbringen.
  • Ich hab die Nase voll vom Verkehr in New York.
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