Archive For The “Reisebericht 2009” Category

18.06.2009 – Und dass der Wein erfreue des Menschen Herz…

By | Juni 21, 2009

…mit diesem biblischen Worten (Psalm 104, Luther) eröffne ich mit einem Becher extrastarkem Starbucks-Kaffee in der Hand den heutigen Beitrag. Nach einer eher unsteten Nacht bin ich heute morgen gegen 7 Uhr aufgestanden. Danach gab es erstmal ein für meine Verhältnisse reichhaltiges Frühstück und so war ich kurz nach 8 fertig, um zu verlassen und war Punkt halb 9 auf der Interstate in Richtung San Francisco. Da ich ja gestern soweit abgehakt hatte, blieb der heutige Tag vollständig für das Nappa Valley. Der erste Stop war dann auch gleich der Eingang ins Valley: die Stadt , die ich nach gut einer Stunde erreicht habe.

Dort habe ich erstmal das Visitor-Center gesucht, denn so richtig war ich mir nach dem was ich im Internet gelesen hatte noch nicht sicher, was nun Nepp in der Gegend ist und was wirklich sehenswert. Dort nahm sich dann eine nette alte Dame meiner an und hat mir gute 20min viele Tips gegeben und war dabei auch ehrlich genug die Dinge zu nennen, die ihr Geld nicht wert sind. Damit hatte ich dann mehr als genug Ideen für die nächsten 2 Tage. Da ich gerne nicht nur Weinproben sehen wollte, sondern auch eine richtige Weingutsführung hat sie mir das Weingut wärmstens ans Herz gelegt. Dort bin ich dann auch erstmal hingedüst, was über den Highway 29 nur wenige Minuten brauchte.

Weingut Robert Mondavi im Napa Valley

Es hatte auch gerade eine Tour angefangen, so dass ich noch schnell die 25 Dollar bezahlt habe und dann ging es auch schon los. Zunächst einmal gab es eine Probe eines Fumé Blancs, eine im Eichenfass gealterten Variante des Sauvignon Blancs und was soll ich sagen – dieser Wein war fantastisch – die Leichtigkeit und Komplexität des Weines haben sich hier grandios abgewechselt. Robert Mondavi hat übrigens diese Spielart der Herstellung von Sauvignon Blanc eingeführt, da zu dem Zeitpunkt in den 70er Jahren der Sauvignon Blanc keinen guten Ruf in den hatte und er nach eine Möglichkeit suchte seinen Wein von dem der schlechteren Qualitäten abzuheben. Er hat sich das ganze jedoch eigentlich aus Frankreich abgeschaut, wo es mit dem Pouilly-Fume etwas ähnliches gibt. Wie auch immer, der Wein hat geschmeckt :-) Daneben wurden ein paar Infos erstmal zum Weinanbau in den USA allgemein und dann zum im Speziellen gegeben. ist der Wein-Bundesstaat in und das Napa Valley sicherlich ein Synonym dafür, doch weit weniger als 10% der Kalifornischen Weine stammen aus dem Napa Valley. Das wird auch schnell deutlich wenn man sich die Größe des Napa Valley vor Augen führt: 174 Quadratkilometer. Nach dieser Einführung ging es dann weiter in das Demonstrationsfeld, wo die verschiedenen Traubenarten alle Nebeneinander stehen und man so besser die Unterschiede sehen kann:

Weingut Robert Mondavi Napa ValleyWeingut Robert Mondavi im Napa Valley

Die Unterscheidung zwischen den Trauben erfolgt dabei anhand ihrer Blätter – wie ist die Oberfläche, wie viele Zacken etc. Eine Unterscheidung zwischen Rot- und Weisswein anhand der Farbe ist zu dieser Zeit im Jahr noch nicht möglich ;-)

Weingut Robert Mondavi Napa ValleyWeingut Robert Mondavi Napa Valley

Im jetzigen Zustand waren die Trauben auch noch recht sauer und haben kaum Wasser und Zucker in sich. Auch die Kerne waren noch nicht fest – aber sie sahen schon wie Trauben aus ;-)

Weingut Robert Mondavi Napa Valley

Schnee gibt es in der Gegend übrigens nicht, allerdings schon die Gefahr von Frost im Frühjahr. Um dies zu verhindern, stehen auf den Weinfeldern Ventilatoren, die die Luft zirkulieren, wenn Frost angekündigt ist und damit verhindern, dass die Weinreben “erfrieren”.

Weingut Robert Mondavi Napa Valley

Hier der Beweis, dass ich auch heute noch lebe :-)

ich

Dann ging es aus der Hitze rein in den heiligen Hallen, wo zunächst die Fässer für den Fermentierungsprozess zu sehen waren.

Weingut Robert Mondavi Napa Valley

In diese riesigen Eichenfässer kommen die gepressen Trauben und die Fermentation findet statt, sprich Zucker wird in Alkohol umgewandelt. Diese Fässer sind gute zwei Stockwerke hoch! Positiv überrascht war ich, dass für die Ernte der Trauben fast keine Maschinen eingesetzt werden, sondern fast alles per Hand geht. Trotzdem haben es die Winzer hier auch dem flachen Land etwas einfacher als der Rhein/Mosel-Winzer mit seinen Steillagen.

Etwas weiter unten warteten dann die Weinfässer für die Lagerung auf uns und wenn man mich irgendwann mal in einem verschlossenen Raum vergessen sollte, dann bitte in diesem:

Weingut Robert Mondavi Napa ValleyWeingut Robert Mondavi Napa Valley

Die rote Farbe an den Fässern kommt übrigens von den Schalen der roten Weintrauben! Bei allen Weingütern wo ich heute war, setzt man zudem auf das traditionelle Eichenfass und verschmäht die in Mode gekommenen Chips.

Nach einem kurzen Blick in die Flaschenabfüllung ging es dann zur Verkostung.

Weingut Robert Mondavi Napa Valley

Zu probieren gab es einen weiteren Weiss- und zwei Rotweine. Alle durchweg lecker, aber auch nicht ganz billig.

Insgesamt hat das ganze 1,5h gedauert und war aus meiner Sicht das Geld voll und ganz wert. Ich hatte zumindest meinen Spaß :-)

Weingut Robort Mondavi Napa Valley

Da ich langsam wieder Hunger bekam, ging es als nächstes zum Weingut , welches mir ebenfalls empfohlen wurde, nicht zuletzt aufgrund der guten Deli-Sandwiches.

Weingut V. Sattui Napa ValleyWeingut V. Sattui Napa Valley

Zunächst habe ich dort aber auch noch eine kleine Weinprobe gemacht. Diesmal allerdings eine Wein-Essen-Kombination. 3 Weissweine wurden mit 3 Speisen kombiniert. Ich habe die Weissweinprobe genommen und serviert wurden ein Sauvignon Blanc, ein (angeblich) trockener Riesling und noch ein weiterer, dessen Name mit entfallen ist. Dazu gab es (in der gleichen Reihenfolge) italienischen Meeresfrüchtesalat (zum Sauvignon Blanc), Thainudeln (zum Riesling) und Senf-Shrimps. Insgesamt haben mir die Kombinationen durchauch geschmeckt (waren ja nur kleine Proben), aber der Riesling war mir viel zu süss (der Angestellte meinte, dass die Amis ihn wohl am liebsten noch viel süsser trinken – bäh!). Ob einem das ganze 18 USD wert ist, muss man selbst entscheiden. Ich fand es zumindest interessant, wenn auch preislich grenzwertig.

Von der Vorstellung einer romantischen Weinprobe á la Mosel sollte man sich hier auch verabschieden, denn gemütlich ist das nicht wirklich ;-)

Weingut V. Sattui Napa Valley

Das Weingut selbst ist in den letzten 4 Jahren 2x bestes Weingut im Valley gewesen, die Weine selbst sind aber nur hier und nirgends im Handel erhältlich.

Im Anschluss habe ich mir dann ein schönes großes Pastrami-Sandwich geholt und mich damit in die Sonne gesetzt. Dabei kam ich mit zwei Kanadiern ins Gespräch, womit dann auch schnell fast eine Stunde rum war.

Den Weinkeller kann man sich hier übrigens auch anschauen und damit kommen wir zur Alternative, wenn es mit dem Vergessen im Weinkeller bei Robert Mondavi nicht klappt ;-)

Weingut V. Sattui Napa Valley

Nach den zwei Weinproben wollte ich eigentlich keinen Wein mehr für heute probieren (hat nicht ganz geklappt -.siehe weiter unten ;-) ) und bin daher zu einer Mini-Sehenswürdigkeit leicht nördlich von Calistoga gefahren, dem . Mit Coupon waren für das Spektakel immer noch 7 USD Eintritt fällig und dann konnte ich mir den Geysir anschauen. Nun, imposant ist sicherlich was anderes ;-) aber in der Hinsicht war ich durch die Reiseführer schon vorgewarnt. Aber nett, es mal gesehen zu haben.

Old Faithful of California Geysir

Bevor es losgeht mit dem Spektakel, kündigt sich das ganze mit Rauch an. Die Fontäne selbst ist hier bis zu 20m hoch und kommt recht regelmäßig (heute alle 10min, im Durchschnitt jedoch alle 40min).

Old Faithful of California GeysirOld Faithful of California GeysirOld Faithful of California

Naja, als kleiner Zwischenstop war es ganz nett, aber nicht mehr – aber so hab ich wenigstens auch mal einen Geysir gesehen. Wer sowas schon kennt, brauch hier aber sicher keinen Stop zu machen. Etwas erwähnenswertes gab es dann aber doch noch: ich habe hiermit den nördlichsten Punkt der erreicht ;-)

Da ich noch ein klein wenig Zeit hatte, habe ich dann beschlossen, mir doch noch ein Weingut im Norden des Napa-Valleys anzuschauen, da ich so dann den Norden für morgen abgehakt habe. Also bin ich noch zum Weingut gefahren. Das Besondere hier ist, dass man mit einer Seilbahn zum Weingut hochfahren muss. Nicht so besonders ist dagegen der Eintritt mit 20 USD.

Dann ging es aber erstmal den Berg hinauf mit einer schönen Aussicht über das Valley.

Sterling Wineries Napa ValleySterling Wineries Napa Valley

Oben angekommen wurde man mit einer Probe eines Pinot Gris begrüßt. Geschmacklich auch wieder ein prima Wein. Dann kann man eine selbsterklärende kleine Tour durchlaufen. Hier ein paar Bilder von dem Anwesen und den Produktionsstätten:

Sterling Wineries Napa ValleySterling Wineries Napa ValleySterling Wineries Napa Valley

Auch hier gab es wieder einen Raum, wo man mich Einsperren darf ;-)

Sterling Wineries Napa Valley

Schließlich hat man von der Terrasse nochmal einen tollen Ausblick:

Sterling Wineries Napa Valley

Schließlich gab es dann noch 4 weitere Weine zum Probieren, einen Sauvignon Blanc, einen Zinfandel, einen “Bordeaux” (sie dürfen ihn nur nicht so nennen) und einen süssen Weisswein (Namen hab ich vergessen – ich werde alt – oder betrunken…). Allesamt waren sie gut trinkbar und insbesondere die beiden Rotweine sehr schön komplex. Mitgenommen habe ich trotzdem keinen, denn im warmen Kofferraum bei über 40 Grad wird der Wein auch nicht besser ;-)

Das war es dann aber auch mit Wein für heute und ich bin nochmal kurz nach Napa gefahren, um dort den Chefs Market abzulaufen, der immer Donnerstags ist und ein paar Fotos vom Ort zu machen. Mit diesem Ort werde ich aber nicht warm – er wirkt irgendwie aufgesetzt und künstlich. Es fehlt jegliche Authenzität.

NapaNapaNapa

Danach ging es dann aber wirklich ab in Richtung Petaluma, wo ich die nächsten 2 Nächte bin. Der Ort ist gut 20-30min von Napa entfernt. Insgesamt ein wirklich toller Tag und ich bin froh, dass ich Sacramento schon gestern gemacht habe und so zwei Tage hier im Napa Valley habe. Jetzt werde ich noch ein wenig am “Schlachtplan” für morgen arbeiten und dann gehts in die Koje – ich bin MÜDE!

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17.06.2009 – Sacramento – Das Boston des Westens

By | Juni 20, 2009

So, und schon bin ich wieder zurück im Norden des Staates angekommen, genauergesagt in . Vor zwei Jahren wollte ich ja hier auch schon einen Stop machen, habe es dann jedoch gelassen, da die Route sonst zu stressig gewesen wäre. Insofern habe ich das diesmal nachgeholt.

Nachdem ich die Nacht gut geschlafen hatte und ein gutes Frühstück (lecker Ananas :-) ) gehabt hatte, ging es halbwegs pünktlich halb 9 auf die Strasse und direkt nach Sacramento, wo ich nach etwas über 2,5h angekommen bin.

Der erste Eindruck war – wie in Boston :-) Alles irgendwie deutlich europäischer und viel grüner als die anderen Städte im Westen. Dazu strahlender Sonnenschein :-)

Also schnell das Auto abgestellt in der Innenstadt und kurz im Hotel eingecheckt.

Danach ging es dann auch gleich erstmal Arnie besuchen – nur der hat natürlich unseren Kaffeeklatsch vergessen und so musste ich als normaler Besucher durchs von spazieren. Das Capitol liegt in einem wunderschönen Park in toller Atmosphäre.

Sacramento Capitol ParkSacramento Capitol ParkSacramento Capitol Park

Und hier ist es – das State Capitol – einer der kleinen Brüder vom Capitol in Washington DC.

Sacramento Capitol ParkSacramento Capitol Park

Das Gebäude brauchte fast 14 Jahre, um fertiggestellt zu werden, von 1860 bis 1874. Gründe hierfür waren, dass zu der Zeit der Bürgerkrieg herrschte, Geld knapp war aber auch noch keine Elektrizität vorhanden war. Eigentlich sollte an der Front auch noch eine Grüße Treppe sein, die den Eingang in den heute 2. Stock legt (noch heute ist dort eine monumentale Eingangstür verbaut), aber die Geldknappheit führte dazu, dass man darauf verzichtet hat und daher ist die Eingang heute einen Stock tiefer.

Als Besucher kann man jedoch auch in das Innere des Gebäudes und an einer kostenfreien 45-minütigen Führung teilnehmen, was ich dann auch als nächstes getan habe.

Sacramento State CapitolSacramento State Capitol

Während der Tour sieht man unter anderem die Assembly Hall (quasi das Unterhaus) und die Senate Hall (quasi das Oberhaus). In beide darf der Gouvenor nur einer Einladung herein.

Sacramento State CapitolSacramento State Capitol

Sacramento war übrigens bei weitem nicht die erste Hauptstadt des Bundesstaats Kalifornien. Mit dem Beitritt zu den war Monterey noch vorläufiger Sitz, da dort das Militär saß. Man war jedoch auf der Suche nach einem unbelasteten Ort, als aus San José das Angebot kam, den Washington Square zur Verfügung zu stellen. Damit war San José erste Hauptstadt des Bundesstaates von 1849 bis 1851.

Die Unterkunft war dann aber derart schlecht, dass viele Politiker den Weggang aus San José forderten, zu dem es dann auch kam. Wieder wurde geschaut, welche Stadt das beste Angebot machte und diesmal konnte Vallejo überzeugen. Als man jedoch im Januar 1852 umzog, war noch nichts in Vallejo fertig, so das man temporär für 5 Monate nach Sacramento auswich. Aber auch danach war die Situation in Vallejo nicht gut, denn die Infrastruktur passte einfach nicht. Nachdem auch Sacramento Probleme nach eine Flut hatte, war man um das Angebot der Stadt Benicia froh, die anbot, ihr Rathaus zur Verfügung zu stellen. Bereits im Februar 1854 wurde Benicia Hauptstadt. Das Gebäude dort war deutlich besser, aber es fehlte an Unterbringungsmöglichkeiten für die Abgeordneten, so dass man bereits ein Jahr später doch zurück nach Sacramento ging, was sein Gerichtsgebäude als Unterbringungsort anbot. Dort blieb man dann auch bis auf eine Ausnahme – im Dezember 1861 erfasste eine schwere Flut Sacramento, so dass man den Hauptsitz nach San Francisco bis Mai 1862 verlegt hat. Aber die Bestrebungen einiger dort bleiben zu wollen waren dann wohl doch nicht erfolgreich und so ging man zurück nach Sacramento und ist bis heute dort geblieben.

Der Besuch des State Capitols lohnt auf jedenfall und ist interessant. Hier noch ein letztes Foto davon: der Zugang zu Schwarzeneggers Büro:

Sacramento State Capitol Schwarzeneggers Office

ist übrigens der erste Gouvenor, der seinen Namen in Goldbuchstaben über der Tür hat anbringen lassen – Geltungsbedürfnis? ;-) Dafür hat er die Bärenskupltur (der Bär ist Wappentier Kaliforniens) auf eigene Kosten in Colorado erworben und hier hinstellen lassen, damit die Besucher was zu fotografieren haben, wenn er mal nicht da ist…

Nach dem Besuch ging es dann einmal quer durch Downtown in Richtung .

Sacramento DowntownSacramento DowntownSacramento13Sacramento Downtown

Old Sacramento ist ein Statepark und gleichzeitig ein Einkaufs- und Kneipenviertel in der sich historische Bausubstanz aus den 1840ern und Nachbauten vereinen. Zusätzlich gibt es noch Schiffsrundfahrten und diverse Museen. Es hat Spaß gemacht durch die kleinen Strassen zu laufen und etwas durch die Geschäfte zu schlendern. Sicher eine der authentischsten West-Altstädte.

Old SacramentoOld SacramentoOld SacramentoOld Sacramento

Ein alter Raddampfer liegt auch als Hotel auf dem Sacramento-River:

Sacramento

Und noch ein paar Bilder aus Old Sacramento ;-)

Old SacramentoOld SacramentoOld Sacramento

Danach gings dann wieder zurück durch Downtown ins Hotel, wo ich jetzt gerade den Bericht schreibe.

Sacramento DowntownDowntown Sacramento

Dabei kam ich auch noch bei der hübschen Kathedrale vorbei:

Sacramento CathedralSacramento Cathedral

Insgesamt ein schöner halber Tag, den man in der Stadt verbringen kann. Auch ein wenig Zeit um durch Geschäfte zu schlendern war dabei. Und das ganze bei tollem Wetter – was will ich mehr ;-) Damit werde ich aber morgen direkt ins bzw. nach Petaluma weiterfahren um so fast 2 volle Tage dort zu haben. Mal sehen was ich dann so mache, denn final habe ich das noch nicht festgelegt…

Für heute beende ich erstmal zurfrieden den Bericht :D

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16.06.2009 – Alt wie ein Baum…

By | Juni 19, 2009

… möchte ich werden ;-) Naja wenn ich so alt wäre wie die Bäume von heute, dann hätte ich schon eine Menge in meinem Leben gesehen und erlebt – aber mehr dazu unten. Nach den zwei zuletzt eher ruhigeren Tagen was die Attraktionen anging, stand heute wieder ein Highlight der Reise an – der Sequioa und .

Zunächst aber bin ich heute erstmal etwas später aus der Koje. Da mit meiner kostenfreien Hotelbuchung sich immer noch nicht ergeben hatte, hatten die vom Hotel mir die Nacht immerhin nur mit 30 USD statt der sonst über 70 in Rechnung gestellt – war ja ne nette Geste, denn die konnten ja auch nix dafür. Nach einem Frühstück bin ich dann kurz nach 9 in Richtung Sequioa-Nationalpark aufgebrochen. Damit ging es dann auch direkt wieder in die Sierra Nevada. Und heute gelang es mir dann auch ein paar Bilder von der Landschaft zu machen, von der ich gestern meinte, sie sähe aus, als wenn sie mit Wildleder überzogen wäre.

Sequioa National ParkSequoia Nationalpark

Sobald man jedoch ein kleiner Stück weiter die Berge hinaufkommt, ändert sich das Landschaftbild gleich wieder und es wird waldig. Damit war dann auch schon die Grenze des Nationalparks erreicht, wo ich meinen Obolus von 20 Dollar lassen musste.

Sequoia Nationalpark

Der Park gehört zu denjenigen, bei denen man ziemlich viel fahren muss. Und so war es auch noch eine gute Stunde Fahrt, bis ich bei den ersten Sequoias angekommen war. Allerdings gab es unterwegs schon ein paar Fotostops.

Sequoia NationalparkSequoia NationalparkSequoia Nationalpark Tunnel RockSequoia Nationalpark Morro Rock

Und dann ging es endlich in den – den Wald der Giganten. Gleich zu Beginn führte die Strasse durch 4 der Mammutbäume hindurch.

Sequoia Nationalpark Giant Forest

Der erste Stop im Giant Forest war das kleine Museum rund um die Sequoias. Auf jedenfall interessant. Die hier vorkommenden Mammutbäume sind das Inlandpendant zum Küstenmammutbaum, den ich ja zu Beginn der Reise in Big Sur schon gesehen habe. Im Unterschied zum Küstenmammutbaum, werden ihre inländischen Verwandten nicht ganz so hoch (“nur” maximal 100m statt 120m bei den Küstensequoias). In alles anderen Kategorien sind die inländischen Sequoias die überlegeneren. So wiegen sie bis zu fast 1300t (soviel wie 2 Jumbo Jets), haben eine Baumrinde von teilweise 75cm und einem Durchmesser am Stamm von bis zu 13m.

Sequoia Nationalpark

Am beeindruckendsten sind sie allerdings, wenn man sie im Vergleich zu “normalen” Bäumen sieht. Dann fällt der Unterschied erst richtig auf. Ansonsten hier mal ein erstes “durchschnittliches” Exemplar – der “Sentinal” (mit mir zum Größenvergleich):

Sequoia National Park - The Sentinel

Im Gegensatz zu sonstigen Bäumen wird bei Sequoias der Stamm nach oben hin nicht dünner, daher haben sie auch soviel Gewicht. Oft sieht man auch, dass Teile des Baumes bereits tot sind, aber andere noch leben.

Sequoia National Park Autolog

Das beeindruckendste ist jedoch das Alter der Bäume: bis zu 3200 Jahre. Wenn man sich überlegt, welche Zeiten dieser Baum schon alles überlebt hat: Römer, Kreuzritter, das Mittelalter, die Entdeckung Amerikas, die Industrialisierung, 2 Weltkriege, usw. – und natürlich nicht zu vergessen, den deutschen Touristen der sie alle mit seiner Kamera bewaffnet abfotografiert ;-)

Sequoia Nationalpark Tunnel Log

Dann ging es erstmal weiter zum Morro Rock (siehe Bild oben neben dem mit dem Tunnelfelsen). Ja genau, der Morro Rock heisst genauso, wie der an der Küste, und ein wenig ähnlich schaut er auch aus. Es handelt sich um einen Granitblock, der durch die Erdkräfte nach oben gedrückt wurde. Man kann zwar bis fast heranfahren, aber die letzten 100 Höhenmeter auf ingesamt 2050m muss man dann doch mittels 400 Stufen zurücklegen. Dafür war die Aussicht von oben schön, auch wenn mittlerweile Wolken aufgezogen waren.

Sequoia Nationalpark Morro RockSequoia Nationalpark Morro Rock

Als nächstes ging es dann zur Hauptattraktion des Parks, dem , dem größten lebenden Baum der Welt (gemessen am Holzvolumen). Sein alter wird auf 1900 bis 2500 Jahre geschätzt und sein Volumen beträgt gute 1500 Kubikmeter. Seine Höhe ist dagegen mit 83,3m im Vergleich mit den Küstenmammutbäumen nichts besonderes – im Vergleich mit sonstigen Bäumen allerdings schon!

Sequoia Nationalpark General Sherman Tree

Wer einmal um den Stamm von diesem Baum rumgeht, legt gut 31m zurück, dass ist doch mal was.

Von dort bin ich dann noch den Congress Trail gelaufen, einen knapp 3,2km langen Wanderweg. Da das ganze auf 2200m ist, ist es allerdings ziemlich frisch gewesen.

Sequoia National ParkSequoia NationalparkSequoia Nationalpark

Die Sequioas kommen übrigens nur in einem ganz kleinen Streifen der Sierra Nevada vor. Im tieferen Gegenden ist es ihnen zu trocken und weiter oben zu kalt. Insofern spricht man auch vom Sequoia-Gürtel.

Nach dieser Wanderung war es dann fast 15 Uhr. Nun hätte ich eigentlich in Richtung Hotel fahren können (waren ja schließlich noch 150km), aber die Sonne kam gerade wieder raus und so habe ich mich noch kurzerhand entschlossen, die gut 80km in den Nachbarpark Kings Canyon Nationalpark zu fahren. Der erste Stop dabei waren jedoch nochmal Sequoias und zwar genauergenommen der . Dies ist der zweitgrößte Baum der Welt und gleichzeitig der nationale Weihnachtsbaum der ;-)

Sequoia Nationalpark General Grant Tree

Danach ging es dann auf kurviger Strecke bis auf 1000m hinab. Da mein Zeitplan für den Kings Canyon recht eng war, wurde hier mal zügig die Bergstrasse gefahren – es war wieder Lenkarbeit gefragt. Aber die Aussichten waren toll!

Kings Canyon NationalparkKings Canyon Nationalpark

Schließlich kam ich irgendwann im Tal (bei gut 900m) an und dort war er dann: der Kings River.

Kings Canyon NationalparkKings Canyon Nationalpark

Nächster Halt waren dann die Grizzly Falls, ein kleiner Wasserfall:

Kings Canyon Nationalpark Grizzly Falls

Und schließlich kamen dann zu guter Letzt noch die Roaring River Falls:

Kings Canyon Nationalpark Roaring River FallsKings Canyon Nationalpark

Danach war ich dann aber auch gesättigt für heute. Ich würde sagen, normalerweise sollte man für jeden der beiden Parks einen vollen Tag einplanen. Denn auch wenn es superschön war – heute Abend bin ich auch echt platt, zumal ich ja von dort noch einiges zu fahren hatte und der ersten Abschnitt wieder komplett durch die Berge. Aber ich war zügig und sicher dann gegen 19 Uhr in Fresno angekommen, wo ich heute Nacht ein nettes Hotelzimmer habe. Für morgen habe ich beschlossen das Flugzeugmuseum in Merced auszulassen und direkt nach zu fahren. Flugzeuge habe ich in San Diego auf der USS Midway genug gesehen ;-) So kann ich dann entweder mehr von Sacramento oder dem Valley sehen.

Zum Schluss des heutigen Tages noch ein “Ach-wie-Süss”-Bild:

Sequoia Nationalpark

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15.06.2009 – Schusslig in die Geisterstadt

By | Juni 18, 2009

Also manchmal ziehe ich Unfähigkeit wohl wirklich an… und das heute gleich mehrfach. Aber wie immer von vorn. Nachdem ich letzte Nacht mal wieder erstaunlich gut geschlafen hatte, bin ich heute um halb 8 aufgestanden und erst nochmal kurz nach zum IHOP (International House of Pancakes), da mir aufgefallen ist, dass ich auf dieser Reise noch gar keine Pancakes hatte. Also gabs Ei, Röstis und 3 Pancakes zum Frühstück. Danach ging es erstmal 20km nach Nordosten nach , der einzigen Attraktion, die auf dem Plan für heute stand. Dort angekommen musste ich jedoch erstmal feststellen, dass meine Kamerabatterie irgendwie sich nicht aufgeladen hatte – die Steckdose hatte wohl keinen Kontakt. Somit hatte ich noch 20% Restkapazität – ich Schussel… hätte ja auch mal gucken können gestern. Also hieß es sparsam zu knipsen!

Calico Ghost TownCalico

Ghost Town ist eine Mischung aus Originalgebäuden und Nachbauten einer historischer Minenstadt. Die Stadt wurde 1881 gegründet, als man Silber in der Gegend gefunden hatte. Von gerade mal 40 Einwohnern in diesem Jahr sind es dann bis 1887 (dem Höhepunkt des Booms in ) 1200 Einwohner geworden.

Calico Ghost TownCalico Ghost Town

Zu Hochzeiten gab es 500 Minen in Calico und für die Minenarbeiter allein in dieser kleinen Stadt 22 Saloons. Nur wenige der Gebäude die heute noch stehen, stammen aus dieser Zeit, aber die restlichen sind zumindest nah am Original wieder aufgebaut.

Calico Ghost TownCalico Ghost Town

Lustig war das Schwarze Brett mit Anzeigen:

Calico Ghost Town

Hier ein paar Beispiele:

Wanted! Wife ran of with best friend and dog. If seen send dog home. (Gesucht! Frau ist mit bestem Freund und Hund durchgebrannt. Wenn sie gesehen werden, bitte Hund zurückschicken!)

Wanted! Good Man must be willin’ to work from can see to can’t see for Food and place to sleep. (Gesucht! Fleissiger Mann gewillt zu arbeiten wenn er was sieht oder auch nicht für Kost und Logie im Gegenzug.)

One Claim 4 sale. Cant make no muny minin my own business. see me in the cementary (I worked myself to death) – Ohne Wort ;-)

 

 

 

 

Eher ungemütlich fand ich dagegen folgendes Insekt (wie eine daumengroße Fliege):

Calico Ghost Town

Nachdem der Silberpreis jedoch um gut 50% gefallen war, begann der Niedergang von Calico, so wahren 1893 noch 300 Menschen in der Stadt und 1951 dann noch 10. Einen “Boom” gab es dann bis 1981 – gute 50% Plus auf 15 Einwohner ;-) Heute hat der Ort noch 8 Einwohner.

Calico Ghost TownCalico Ghost TownCalico Ghost TownCalico Ghost Town

Interessant fand ich ein Haus etwas weiter am Hang, was in den 1950ern gebaut wurde – das Flaschenhaus. Es hat nicht wie die Flaschenhäuser die ich bislang gesehen habe Flaschenböden an der Fassage, sondern die Fassade besteht aus 5400 ganzen Flaschen.

Calico Ghost Town FlaschenhausCalico Ghost Town Flaschenhaus

Insgesamt fand ich den Stop auf jedenfall sehenswert. 2007 hatte ich mir ja mit Bodie auch schon eine Geisterstadt angeschaut. Body ist dabei mit Sicherheit authentischer, da mehr auf Geschichte und weniger auf Tourismus bedacht. Dennoch ist Calico hübsch gemacht und sehenswert (ich muss dazu sagen, dass ich weg war, als der erste Bus mit Japanern kam ;-) ).

Calico Ghost TownCalico Ghost TownCalico Ghost TownCalico Ghost TownCalico Ghost TownCalico Ghost Town

Und hier auch mal wieder ein Beweis, dass ich noch lebe ;-) (Warum müssen Touris einem eigentlich immer die Beine im Bild abschneiden….?)

Calico Ghost Town

Danach ging es dann auf die knapp 3h Fahrt nach . Zunächst führte die Fahrt recht lang durch die öde Wüste. Dann kam beim Tehachapi-Pass ein landschaftlich sehr schönes Stück. Durch die Dürre sind die Grashügel alle ziemlich vertrocknet und die Landschaft sieht aus, wie mit Wildleder überzogen. Leider konnte ich nirgends halten und das ganze festhalten.

Die letzten 100km ging es dann vor allem durch landwirtschaftlich geprägtes Gebiet bis zum Ziel Tulare. Hier bin ich auch schnell beim Best Western Hotel gewesen. Nur die haben jetzt das Problem, dass meine kostenfreie Hotelbuchung irgendwie nicht mehr funktioniert, da technisch irgendwie meine Punkt vier Tage nach der Hotelbuchung gelöscht wurden. Mal sehen was sich da noch bis morgen ergibt. Ansonsten muss ich die Nacht auch noch bezahlen – aber gut, was muss das muss dann halt.

Für heute lass ich den Rest des Tages erstmal ruhig angehen und hoffe morgen auf einen schönen Tag im Sequioa . Damit bricht dann morgen auch die letzte Urlaubwoche an. SCHON!!!!!

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14.06.2009 – Get your kicks on Route 66 – continued

By | Juni 17, 2009

Nachdem ich vor 2 Jahren ja schon ein Stück der alten gefahren bin (von Needles bis Kingman), sollte es auch diesmal wieder einige Kilometer auf der “Motherroad” geben und zwar von bis nach .

Zunächst aber ging es bei strahlender Sonne gegen halb 8 in Yucca Valley los und erstmal wieder quer durch die Wüste für knapp 100km bis ich in Amboy angekommen war. Amboy ist eine halb Geisterstadt entlang der Route 66, sprich noch nicht ganz tot, aber es ist auch nicht mehr viel los. Liegen tut es in einer ziemlich kargen und unwirklichen Landschaft. Die heutige Leere war aber nicht immer so, sondern liegt im Niedergang der US 66 begründet, die in den 70er Jahren durch die Interstate 40 abgelöst wurde. Amboy blickt auf eine für Kalifornische Verhältnisse lange Geschichte zurück, denn die Stadt wurde bereits 1858 gegründet. Wirtschaftlicher Hauptzweig der Stadt war das Chlorwerk, was noch heute existiert und zu den größten der Welt gehört.

AmboyAmboyAmboy

Heute leben noch ganze 7 Menschen in dem Ort, dessen Hauptattraktion Roys Café ist, eine überteuerte Tankstelle mit Imbiss. Ansonsten gibt es noch eine kleine Post und die Ruinen der alten Schule zu sehen.

Amboy Roys CafeAmboy School

Ein Kuriosum in Bezug auf Amboy ist, dass die 7 Einwohner versucht haben 2003 ihren Ort bei Ebay zu versteigern. Der Mindestpreis lag bei 1,9 Mio. USD, geboten wurden allerdings nur knapp 1 Mio. USD.

Nach dem kurzen Fotostop ging es dann aber auf die Mutter aller Strassen, die Route 66 (das zweite Bild sogar mit mir drauf – quasi ein Selbstbildnis :-) ):

Route 66Route 66

Im Übrigen habe ich mit Amboy auch den östlichsten Punkt der Reise erreicht :-)

Die Fahrt auf der 66 dauerte allerdings erstmal nur eine Minute, denn dann stand auch schon das zweite Tagesziel und gleichzeitig neben Roy’s Cafe die zweite Attraktion in Amboy auf dem Programm – der Amboy Vulcanic Crater. Dazu ging es zunächst erstmal noch ein paar hundert Meter auf einer Schotterpiste zu einem Parkplatz, von wo ich dann losgewandert bin.

Amboy Vulcanic Crater

Der Amboy Vulcanic Crater ist ein vor einigen tausend Jahren ausgebrochener Vulkan und man kann über einen Wanderweg die knappe Meile bis zum Vulkankrater wandern. Unterwegs ist die Landschaft übersäht mit Lavagestein, was das ganze noch unwirklicher macht.

Amboy Volcanic CraterAmboy Vulcanic Crater

Der Weg zum Krater ist dann kurz und etwas steiler aber kein Problem. Gut war nur, dass es noch morgends war und damit noch nicht ganz so heiss. An Hochsommertagen kann man sich hier leicht nen Hitzestich holen.

Hier der kurze Aufstieg zum Krater (Blick von Oben):

Amboy Volcanic Crater

Dann bin ich erstmal einmal durch den Krater gelaufen:

Amboy Volcanic CraterAmboy Volcanic Crater

 

Anschließend ging es einen ziemlich steilen weg hinauf zum gegenüberliegenden Kraterrand. Auf dem Weg hinauf musste ich schon aufpassen, dass ich nirgendwo abrutsche, denn einen guten Halt gab es nicht. Dafür war die Aussicht dann schön :-)

Amboy Volcanic CraterAmboy Volcanic CraterAmboy Volcanic Crater

Dann ging es auch schon wieder zurück. Insgesamt hat der Stop gute 1,5h gedauert und war durchaus interessant. Die Hitze ging auch gerade noch, aber kalt war mir auch nicht ;-)

Dann ging es auf der Route 66 weiter vorbei an ehemaligen Ortschaften die Siberia und Bagdad von denen heute nichts mehr übrig ist, nichtmal sehenswerte Ruinen. Die Route 66 (bzw US 66) war zwischen 1926 und Ende der 60er Jahre eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen der , die in Chicago begann und in Santa Monica bei L.A. aufhörte. Das es das so nicht mehr gibt ist zum Teil die Schuld der Deutschen, denn General Eisenhower, der später US-Präsident wurde hatte in Deutschland die Autobahnen gesehen und da die alten Bundesstraßen dem zunehmenden Verkehr nicht mehr gewachsen waren, wurde das System der Interstates in den eingeführt. Seit 1985 ist die Route 66 dann auch entgültig kein Highway der mehr.

Route 66

Einen kurzen Stop waren dann die Ruinen des ehemaligen Ortes wert (der heute noch noch ein kleiner Rastplatz ist, aber früher durchaus ein paar Häuser gehabt haben muss). Interessant ist, dass die Strassenschilder noch stehen, die die Ruinen miteinander verbinden. Viel los ist auf der Mainstreet (siehe letztes Bild unten) aber nicht mehr ;-)

LudlowLudlowLudlowLudlow

Dann ging es für ein paar Kilometer zunächst auf die Interstate und dann wieder auf die huckelige Route 66 nach . Dieser Ort verfügt über eine Hauptattraktion, das Bagdad Café. Dieses hier befindliche Café spielte die Hauptrolle im Film Bagdad Café (bei uns hies er Out of Rosenheim) 1987. Die Handlung spielt eigentlich in Bagdad, doch da gibt es ja wiegesagt nichts mehr. Das Bagdad Café aus dem Film steht noch heute (vor dem Film hieß es Sidewinder Café) und war mein nächster Stop, um was zu trinken und einen Happen zu futtern.

Bagdad CafeBagdad CafeBagdad CafeBagdad CafeBagdad Cafe

Da ich den Film Out of Rosenheim nicht kenne, war ich überrascht, dass mit Marianne Sägebrecht, die Hauptrolle von einer Deutschen gespielt wurde. Ein netter kleiner skuriller Zwischenstop – das ist Route 66 ;-)

Danach ging es dann weiter bis nach Barstow. Unterwegs gab es nicht mehr viel außer ein paar Ruinen.

Route66

In Barstow selbst musste ich erstmal feststellen, dass mein Hotel ein kleines Stück außerhalb ist (das es kein Internet hat, habe ich heute morgen schon herausgefunden). Ich bin aber erstmal in die Stadt und dort zum Route 66-Museum, da es ja noch früh am Nachmittag war. Das Museum (hat nur FR/SA/SO geöffnet!) ist eine Sammlung von Fundstücken rund um die Route 66. Eintritt ist gegen eine Spende. Insgesamt auf jedenfall ein netter Stop, um mehr über das Leben an der Strasse und die Strasse selbst zu erfahren.

Route 66 Museum Barstow

Das Gebäude in dem das Museum ist, beherbergt auch noch das Eisenbahnmuseum und ist auch direkt am Bahndepot gelegen. Das Gebäude ist das sicherlich eines der schönsten in Barstow.

BarstowBarstowBarstow

So, nachdem der Bericht bis hierhin jetzt schonmal fertig ist und es gerade mal 16 Uhr ist, werde ich jetzt nochmal in die Stadt düsen. Gibt zwar nicht viel zu sehen, aber zumindest noch eine Runde raus, denn mein Motel hat auch nicht unbedingt mehr zu bieten ;-) Nachher kommen hier also noch ein paar Bilder von Barstow.

So jetzt bin ich wieder zurück. Da ich ja hier kein Internet habe, habe ich mich in die brütende Hitze vor ein anderes Motel gestellt und dort schnell noch einen Bericht ins Blog geladen und eine Runde geskyped. Aber schön ist sowas nicht – habe und Blut und Wasser geschwitzt. Aber dank der trockenen Luft ist auch alles schnell wieder trocken. Dann noch das Auto aufgetankt und eine Runde durch die Stadt. Spektakuläres gibt es hier beim besten Willen nicht zu sehen, aber einige ganz nette Wandgemälde.

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Das war es dann auch für heute. Ich werde jetzt noch eine Runde lesen und dann gehts pünktlich in die Koje, denn der morgige Tag ist nochmal mit einiger Fahrerei verbunden.

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