Archive For The “Westroute” Category

Die Westroute – Ein Fazit

By | Juni 17, 2007

Das war sie dann auch schon gewesen, die Fahrt durch den Westen der . 5.300 Kilometer mit dem Auto über Stock und Stein liegen hinter mir und es wird Zeit für ein Fazit:

Los Angeles

In Los Angeles hatte ich mir diesmal ja nichts angeschaut. Vom letzten Jahr kannte ich die Stadt ja schon und es gibt viele sehenswerte Ecken. Das Four Points Hotel am Airport war für meine Zwecke ideal gelegen.

Joshua Tree NP / Needles

Den Joshua Tree NP als ersten Stop der Reise zu nehmen war eine gute Entscheidung, schließlich war ich von dem Flug und dem Jetlag noch etwas mitgenommen. Der Park ist auch auf jedenfall einen Besuch wert (zumindest der Nordteil). Die Unterkunft in Needles war zwar einfach, aber für den kleinen Preis mehr als in Ordnung.

Route 66

Einer der Highlighttage der Tour, da alles stimmig war. Oatman und Seligman muss man mitnehmen, ebenso wie den General Store in Hackberry. Der Spaziergang am hat den Tag dann rundgemacht. Ein erhebendes Gefühl das erste Mal am zu stehen.

Grand Canyon

Der Tag am Canyon war toll. Es lohnt sich wirklich alle Aussichtspunkte mitzunehmen, da man immer wieder neue tolle Aussichten entdeckt. Der Rundflug war dann zwar etwas wackelig, aber die Aussicht dafür grandios. Die Unterkunft in der Maswick Lodge war hinsichtlich Preis-Leistungs-Verhältnis sicher erste Wahl, vor allem wegen der nur 5 Gehminuten zum Canyon.

Page

Die zwei Tage in Page waren wirklich schön. Den Glen Canyon-Damm zu sehen war schon gewaltig. Highlight der zwei Tage waren jedoch die Antelope Canyons. Auch den Horseshoe Bend sollte man mitnehmen (immerhin war ich drei Mal da). Das Americas Best Value Inn war ein sehr gutes Motel für den Preis.

Monument Valley

Wilder Westen pur. Im nachhinein hätte ein halber Tag gereicht und man hätte schon ein Stück Fahrtstrecke weiterfahren können. Dennoch war die Tour am Abend schön und die Nacht im Hogan auch ein Erlebnis

Goosenecks SP, Valley of Gods, Natural Bridges Monument

Auch einer der schönsten Tage der Tour. Insbesondere das Natural Bridges Monument war toll zum Wandern, wenn auch nicht ganz schweissfrei. Die Unterkunft für die nächsten 3 Nächte in Moab war auch wieder einfach aber in Ordnung.

Moab (Arches NP und Canyonlands NP)

Beide Parks waren auf ihre Art sehr schön. Während mit seinen Bögen einzelne kleinere Sehenswürdigkeiten aufwies, war es im Canyonlands NP eher die Gesamtlandschaft, die das Erlebnis ausmachte.

Valley of Goblins / Capitol Reef NP

Ein Zwischentag auf der Reise, um Reisestrecke zu machen. Die beiden Stops waren schön, aber nicht die Highlights. Die Unterkunft in Torrey im Days Inn war wirklich gut.

Anasazi SP / Petrified Wood SP / Kodachrome SP / Bryce Canyon

Dieser Tag war auch wieder eine runde Sache. Die Scenic Route 12 war einfach nur schön und die kleineren State Parks hatten auch alle ihren Reiz. Das Highlight war dann noch der am Abend. Die Unterkunft war einfach, dafür aber nur 5 Minuten vom entfernt.

Bryce Canyon / Zion NP

Die morgendliche Rundfahrt durch den Bryce NP war wirklich schön. Zion konnte mich hingegen nicht so richtig begeistern. Am schönsten war hier die Zufahrt von Osten. Der Abend im Indianerdorf war dagegen toll.

Zion NP / Valley of Fire / Las Vegas

Dieser Tag war eine Hitzeschlacht. Morgens war ich nochmal im Zion NP, aber auch eine Nacht später konnte mich der Park nicht so überzeugen. Ist halt was für Familien als Ausflug, aber sonst eher unspektakulär. Das Valley of Fire war dann nochmal eine schöne Felslandschaft, aber Temperaturen über 40 Grad haben mir dann schon zu schaffen gemacht. Der Abend in Vegas war dann zwar etwas länger als geplant ( ;-) ), dafür aber superwitzig.

Las Vegas

Auch ein Highlight der Tour. Diese Stadt muss man einfach mal gesehen haben. Dieses Lichtermeer am Abend! Das Stratosphere war für den Preis eine klasse Unterkunft, nur der Service war etwas lahm.

Death Valley NP

Dieser Park war wirklich eine Überraschung, da er sehr viel zu bieten hatte und dabei komplett anders war. Eine tolle Ergänzung zu den Parks in Utah. Die Unterkunft in Beatty war zwar sehr einfach (der Ort selbst war ja auch nur ein Nest), aber für den Preis wieder voll in Ordnung.

Devils Postpile NM

Dieses Monument war auch nochmal etwas ganz anderes verglichen mit dem, was ich bisher gesehen hatte. Insgesamt war dies aber doch eher ein Fahrtag, um nahe an zu kommen. Die Unterkunft in Bridgeport war auch mehr als in Ordnung, halt etwas mehr Blockhütte. Und die Temperaturen in der Nacht nahmen deutlich ab.

Bodie SP / Yosemite

Dieser Tag war wieder toll. Der SP war sehr interessant und auch wieder etwas, was ich auf der Reise so noch nicht hatte. Die Fahrt über den nach Yosemite war sicherlich Landschaftlich eines der Highlights. Auch die in Yosemite waren noch den Umweg wert. Die Unterkunft in Yosemite war dann wirklich bescheiden, aber dafür halt mittendrin. Eine schweinekalte Nacht brrrr.

Yosemite

Ein toller Wandertag! Mehr gibt es nicht zu sagen, außer: noch eine schweinekalte Nacht!

San Francisco

Diese Stadt hat sich auch diesmal wieder gelohnt. Die schönste Stadt der USA für mich. Diesmal konnte ich noch einiges sehen, was ich letztes Mal nicht geschafft hatte.

Ich kann es kaum glauben, aber die 23 Tage hat quasi alles nach Plan funktioniert. 2-3 Sachen sind aus der Route gefallen, da ich schon ähnliches gesehen hatte, dafür habe ich anderes zusätzlich gesehen. Diese Route war wirklich bombastisch und ich würde sie jederzeit wieder zu machen!

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Dienstag, 05.06.2007 – Die Bruecke der Bruecken und unerwartete Wiedersehen

By | Juni 17, 2007

So, jetzt sitze ich hier am Flughafen von und meine durch den Westen ist zu Ende – und wie sie zu Ende ging!!!

Nachdem heute Nacht um 4 Uhr mich ein Umfrageinstitut auf dem Handy aus dem Bett geklingelt hat, war auch diese Nacht nicht so lang wie erwartet. Immerhin konnte ich noch bis um 7 Uhr schlafen und das Bett war endlich mal wieder bequem.

Kurz nach 8 waren dann auch alle Sachen verstaut und es ging ab ein letztes Mal nach San Francisco. Erster Stop am Morgen war nochmal die . Dort war ich zwar schon gestern, aber nur zu Fuss. Heute war das Auto dran. Dank der Übersichtlichkeit von San Francisco war die Strasse dann auch gleich gefunden. Die Konstruktion der Strasse wurde übrigens notwendig, um die sonst zu hohe Steigung von 27% zu reduzieren. Diese Steigung war in den 1920ern für viele Autos zu steil. Nach dem Umbau betrug die Steigung wie heute “nur” noch 16%.

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Danach ging es erstmal das Gepäck meiner Reisebegleitung wegbringen, da sie noch 2 Nächte in San Francisco hat und ich ja schon heute weiterfliege nach Florida. Als auch das erledigt war, ging es ab zur Hauptsehenswürdigkeit von San Francisco -der . Und wir hatten Glück – der Nebel hing oberhalb der Brücke. Also erstmal am das Auto abgestellt und dann ging es zu Fuss über die Brücke.

Hier ein paar Bilder von diesem Spaziergang:

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Je näher wir ans Nordufer kamen, desto mehr kam zumindest etwas Sonne durch den Nebel, nur den durchschlagenden Erfolg hatte sie noch nicht. Und so kamen wir am Nordufer an, wo ich auch schon im letzten Jahr die Brücke besichtigt hatte.

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Als die Brücke 1937 fertiggestellt wurde, war sie die größte Hängebrücke der Welt. Auch heute noch steht sie auf Platz 2 mit 1280m Länge.

Auf dem Rückweg konnten wir schon sehen, dass ein Wolkenloch sich der Brücke näherte und es wurde auch immer sonniger – die Hoffnung stieg!!!

Wieder beim Besucherzentrum gab es dann die ersten halbwegs sonnigen Bilder der Brücke.

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Dann ging es ein Stück weiter zum nächsten Aussichtspunkt beim . Un dhier hatte es die Sonne endlich geschafft!

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Mein Weg führte mich dann auch noch mit dem Auto über die Brücke, und da ja jetzt die Sonne schien, hielt ich auch nochmal am nördlichen Vista Point an. Und der Ausblick war einfach toll! So gute Sicht hatte ich im letzten Jahr nicht – das ist schon fast wie ein Sechser im Lotto!

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Danach hieß es denn Abschied nehmen, denn für den Rest der Reise bin ich wieder allein unterwegs. War auf jedenfall schön für 2 Reiseabschnitte (Ostroute und von Vegas bis San Francisco) jemanden dabei zu haben. Aber langweilen werde ich mich auch in den letzten 3 Wochen bestimmt nicht.

Ein weiteres Tagesziel stand für mich dann noch auf dem Programm: die . Hier findet sich der größte Bestand an kalifornischen Redwood-Bäumen.

Nachdem ich den recht engen und kurvigen Weg dorthin gefahren bin und endlich einen Parkplatz gefunden hatte, bin ich dann auf einen gut 2 Meilen langen Wanderweg gegangen. Dieser führte durch den Wald und bot hier und da ein paar interessante Informationen über die Bäume, die eng verwandt sind mit den -Bäumen, die ich ja schon in gesehen hatte.

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Die Bäume waren zwar etwas höher als in Yosemite, dafür aber dünner. Auch sie sind weitgehend resistent gegen Insekten und Feuer. Interessant fand ich, dass die Bäume mehr als ein Viertel des Wasserbedarfs aus dem kalifornischen Nebel decken.

Danach ging es wieder zurück in Richtung San Francisco. Ich fand die Muir Woods ganz nett, um mal für eine Weile Ruhe zu haben, aber ein richtiges Highlight der Reise waren sie auch nicht. Kurz vor der Golden Gate Bridge bin ich dann nochmal abgebogen, um zu einem weiteren Aussichtspunkt zu fahren. Mann, war das windig dort, aber man hatte eine tolle Sicht auf die Brücke.

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Und da die Stadt jetzt angestrahlt wurde, bin ich auch noch ein drittes Mal zum Nordaussichtspunkt gelaufen.

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Ich wollte dann schon gehen, als ich ein Pärchen auf mich zukommen sah. Bei mir ratterte es ordentlich, aber ich sagte mir: “Das kann einfach nicht sein”. Aber es war so: Christine, die ich in Vegas getroffen hatte war justamente in diesem Augenblick in San Francisco am Nordaussichtspunkt der Golden Gate Bridge. Soviel Zufall kann es schon fast gar nicht geben. Ihre Begleitung – Robert – hatte sie hier im Hostel getroffen und mit ihm die Stadt erkundet. Dieses Wiedersehen musste natürlich auch auf Foto gebannt werden.

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Mit den Beiden bin ich dann nochmal ein Stück auf der Brücke gelaufen, bevor wir gemeinsam zurückgefahren sind (Robert war ganz froh über den Shuttle Service ;-) ).

Einen weiteren Stop hab es noch kurz auf der Südseite der Brücke, bevor es Richtung ging, denn die beiden waren noch nicht an der Lombard Street gewesen. Also bin ich noch ein zweites Mal heute hier runter gefahren.

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Danach war es auch höchste Zeit was zu essen und so sind wir gemeinsam (nachdem ich einen Parkplatz an der Columbus Av. gefunden hatte) in das italienische Viertel zu einem Italiener gegangen. Eine Käsepizza mit Shrimps später war ich dann auch wieder gut gestärkt. Als letztes sind wir dann noch etwas durch Downtown geschlendet.

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Und dann hieß es auch hier schon wieder Abschied nehmen, denn ich hatte noch ein Stück zu laufen und musste dann auch zum Flughafen. Den Weg dorthin habe ich auch recht problemlos gefunden und nun warte ich halt auf meinen Flug. Damit liegen allein 3.300 Automeilen (gut 5.300 Kilometer) in den letzten 23 Tagen hinter mir – hinzukommen noch ungezählte Meilen zu Fuss. Aber es war jeden Stein, jede Kurve, jede Blase wert gewesen!

Fazit:

  • Auch dieses Jahr hat mir San Francisco toll gefallen. In der Stadt könnte ich es echt aushalten.
  • Die Sonne und gute Sicht an der Golden Gate Bridge waren echt nochmal eine Sahnehäubchen zum Schluss.
  • Muir Woods war ein schöner Abstecher
  • Ich freu mich jetzt auf Florida!
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Montag, 04.06.2007 – Let’s go to San Francisco

By | Juni 16, 2007

Heute ging es dann zum letzten Stop der Westtour. Raus aus und ab nach . Gestern Abend hatte ich versucht, die Heizung im Zelt anzumachen, aber in dem Moment, wo ich den Stecker in die Steckdose steckte, flog die Sicherung raus und gleichzeitig war damit auch das Licht aus. Damit war es wieder eine kalte Nacht.

Um 8 Uhr waren wir wieder auf der Strasse und es ging nonstop bis nach San Francisco. Am dann noch schnell das Auto im Parkhaus abgestellt und dann ging es raus in Richtung . Ich kannte das ja schon von der Letzjahreskreuzfahrt, aber es war wieder toll.

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Wenn man schonmal am Pier 39 ist, darf natürlich der Besuch bei den Seelöwen, deren Geschrei weithin hörbar war, nicht fehlen.

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Dann stand ein Programmpunkt auf dem Plan, den ich letztes Jahr nicht mehr geschafft hatte – die Fahrt mit dem . Also ab über den Wharf zur Endstation in der .

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Die einfache Fahrt mit den Cable Cars kostet 5 USD, aber zum Touristenprogramm gehört das einfach dazu. Es ging die Hyde Street rauf und bis zum Cable Car Museum.

Hier kann man die Cables sehen, wie sie immer weiter laufen. Das Prinzip der Cable Cars ist so einfach wie genial. Unter der Strasse läuft ein Kabel mit konstanter Geschwindigkeit (ca. 10 Meilen pro Stunde). Wenn ein Cable Car fahren soll, dockt es einfach an das Kabel an und wird dann mitgezogen. Die Kabel laufen dann hier im Museum zusammen.

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Auch ganz alte Cable Cars hatten sie hier.

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Ich fand das kleine Museum wirklich nett. Es ist kostenlos, aber eine kleine Spende kann man geben, um die Finanzierung zu unterstützen.

Danach ging es zu Fuss weiter, und zwar erst den Hügel wieder rauf zur Hyde Street (uff) und dann zur , der wohl engsten Strasse der Welt.

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Als nächstes ging es zum . Hier war ich schon letztes Jahr, nur auf die Spitze bin ich nicht gegangen. Ich fand es jetzt auch nicht so toll, aber für die Aussicht hat es sich schon gelohnt. Nur die hing heute voll im Nebel.

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Schließlich ging es dann noch was Essen in den Neptun’s Palace am Pier 39. In einem Anflug geistiger Umnachtung habe ich mir dort den Lobster mit einem Rinderfilet bestellt. Das Problem: nur der Schwanz des Lobsters war offen, den Rest musste ich selbst knacken.

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Aber ohne Verletzungen und Tote ist mir dies dann (mehr oder weniger elegant) gelungen und der Lobster selbst war superlecker.

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Und dann ging es auch schon wieder aufs Hotel, wo ich gerade noch den Bericht fertig mache und dann heisst es auch schon Koffer packen für morgen.

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Sonntag, 03.06.2007 – Auf der Jagd nach Wasserfaellen

By | Juni 15, 2007

Man war das eine Nacht. Gegen 4 Uhr bin ich aufgewacht, da mir die Füsse fast abgefroren sind. Allen Bemühungen zum Trotz wurde es aber auch nicht besser – es war halt schw****kalt draussen.

Kurz vor 8 hieß es dann schließlich aufstehen, denn ein Wandertag stand auf dem Programm. Nach einem kurzen Frühstück mit einem Bagel, einem Bananenmuffin und einem ekelhaften Kaffee ging es dann auch los. Der große Wanderweg, den wir uns vorgenommen hatten, hatte zwei Wasserfälle zum Ziel. Der erste war der , der sich zunächst von einer Brücke gezeigt hat.

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Und dann ging es gut 400m nach oben, teils auf Felsen, teils über Stufen. Der Aufstieg hatte es echt in sich. Meine Pumpe arbeitete auf Hochtouren. Sobald man dem Fall näher kommt, wird die Wanderung durch die Gischt, die teils sehr stark ist zusätzlich erschwert.

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Dafür wird der Wanderer mit schönen Regenbögen belohnt.

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Zusätzlich wurden die Haare gleich mitgewaschen, denn ich war ich einfach nur pitschnass. Aber der Blick auf die Fälle war toll.

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Noch ein paar Meter weiter waren wir dann oben an den Fällen, erschöpft aber glücklich.

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Aber das war ja noch nicht das Ende, denn ich sprach ja von zwei Wasserfällen. Der nächste Fall, der , lag nochmal 250m weiter hoch. Also auf weiter, mein Frühstück hatte ich mir inzwischen garantiert abgelaufen.

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Der Aufstieg war m.E. nicht mehr so anstrengend wie der zum ersten Fall. Und schließlich sind wir oben angekommen. Erstmal ein kurzer Stop am Fluss, wo auch die Wasserflasche mit frischem Flusswasser aufgefüllt wurde (lecker!!).

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Und dann der schnelle Abgang für Mutige:

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Zurück ging es dann einen anderen Weg, der nicht mehr ganz so steil war, aber hier und da auch nochmal einen schönen Ausblick geboten hat.

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Nach fast 5 Stunden hatten wir die 13 Kilometer gemeistert und waren wieder beim Ausgangspunkt angekommen und ein wenig stolz war ich schon, denn der Weg war auch wieder als schwierig gekennzeichnet gewesen.

Dann hiess es erstmal eine Stärkung zu sich nehmen. Danach ging es dann weiter zu den Falls, die wir uns aber nur von unten angeschaut haben.

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Mit fast 800m Gesamthöhe sind die Fälle die höchsten der und die fünfthöchsten der Welt.

Letztlich gab es noch einen tollen Blick auf den , jenen Granitfelsen, der das Wahrzeichen von Yosemite ist.

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Danach ging es erstmal zurück zum Village, um eine wohlverdiente Dusche zu nehmen. Danach hatten wir vor, nochmal zum Aussichtspunkt vorhin für den Half Dome zu fahren, in der Hoffnung, ein schönes Abendrot zu haben, was aber leider nicht eintraf.

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Und dann ging es ab in die Zelthütte, denn dieser Bericht wollte noch schnell getippt sein. Und damit geht jetzt auch dieser Tag zu Ende. Morgen geht es dann zur Final Destination im Westen, nach .

Fazit:

  • Yosemite war schon landschaftlich sehr beeindruckend. Mal keine Felsformationen ;-)
  • Der Weg zu den Wasserfällen hat sich auf jedenfall gelohnt, auch wenn er stressig war.
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Samstag, 02.06.2007 – Von Geisterstaedten, Wasserfaellen und Riesenbaeumen

By | Juni 14, 2007

Heute war mal wieder ein recht voller, aber auch toller Tag gewesen. Aufgewacht bin ich eigentlich schon recht früh, aber nicht, weil ich ausgeschlafen hätte, sondern vielmehr, da mir kalt war. In den Bergen ist es echt noch sehr kalt in der Nacht und das Motel war halt nicht auf Winter eingestellt. Ansonsten war es aber recht gut und um einiges billiger als die Unterkünfte in der Umgebung. Der Vorhof war sogar ein Foto wert:

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Kurz nach 8 ging es dann auch schon los zum ersten Tagesziel auf das ich mich auch schon richtig lang gefreut hatte: Statepark, eine alte Westerngeisterstadt. Vom Hotel aus war der Park nur wenige Meilen entfernt und auch wenn die letzen 3 Meilen nicht mehr geteert sind, waren wir schnell da, um artig unsere 3 USD Eintritt zu löhnen. Ich habe auch noch einen kleinen Guide für 2 USD gekauft (sollte man haben, denn ohne den weiss man nichts über die Gebäude).

Bodie ist zu Zeit des Goldrausches entstanden, als ein Mann namens aus New York sein Glück im Westen zu versuchen. Nach ihm wurde die Stadt später benannt (auch wenn dabei die Schreibweise leicht geändert wurde).

Los ging es in der Nähe der Kirche. Eine ehemalige zweite Kirche steht nicht mehr. In der Kirche hingen ursprünglich mal die 10 Gebote. Witzigerweise wurde das Gebot “Du sollst nicht stehlen” seinerzeit gestohlen :-) .

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Bodie hatte zu Boomzeiten mal über 10.000 Einwohner, allerdings sind heute nur noch 5% der damaligen Gebäude erhalten. Die meisten fielen Bränden zum Opfer.

Ein Wohnhaus aus der Zeit konnte man auch besichtigen. Insgesamt sah es (die Alterserscheinungen mal weggedacht) recht nett aus.

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Eine Holzsägemaschine:

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Interessant war auch der Fakt, dass Bodie früher nach das zweitgrößte Chinesenviertel der Westküste hatte. Nur leider kann man heute davon eigentlich nichts mehr sehen. Die Chinesen übernahmen viele Hilfsarbeiten und vor allem die Reinigung und die Besorgung von Feuerholz. Besser erhalten ist dafür das Gefängnis.

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Bekannt ist hier, dass es nur einem Häftling gelang zu fliehen. Auch die Ruinen der ersten Bank in Bodie kann man noch sehen. Diese Bank ist niedergebrannt, so dass nur noch das Steinportal steht. Sie wurde auch einmal ausgeraubt.

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Weiter ging es auch der Main Street zur Feuerwache. Das letzte große Feuer hätte hier eigentlich vermieden werden können. Das Problem war nicht das Wasser – hiervon gab es genug – nur bei der Reinigung der Leitungen war man nicht gründlich genug und so verstopfte Geröll die Wasserleitungen, als das Feuer war.

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An der Ecke war dann auch noch eine Tankstelle und ein toller Tante Emma Laden.

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Der Namensvetter der Stadt (Bodey) konnte allerdings selbst den Goldfund nicht mehr genießen, da er (nach Aussage seines Geschäftspartners) in einen Schneesturm geraten ist und dort erfror. Hier noch ein paar Bilder vom alten Postoffice & Hotel, sowie der alten Schule.

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Zu guter letzt sind wir noch hoch zur Mine gelaufen. Einst waren es 9 Minen in Bodie, von denen allerdings nach einem Jahr nur noch 3 existierten. Eine steht noch heute und kann auch mit einer Tour besichtigt werden, wofür aber leider heute keine Zeit blieb, da ja noch ein paar andere Dinge auf dem Programm standen.

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Insgesamt fand ich Bodie einen tollen Zwischenstop, da alles nicht zu touristisch war und man wirklich ein gutes Gefühl für die damalige Zeit bekommen hat. Die Tatsache, dass es fast täglich tödliche Schießereien gab, machte die Stadt nur noch interessanter.

Da aber der Zeitplan rief, ging es wieder ab auf die Strasse, runter Richtung Lee Vining. Auf diesem Weg kommt man auch am vorbei. Dieser riesige Kratersee gibt ein paar schöne Fotomotive und am Rand kann man ein paar Ablagerungen aus Tuffstein () besichtigen. Auch hier ein paar Bilder, die ich euch nicht vorenthalten will.

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Danach hatten wir in Lee Vining nochmal nachgetankt (3,99 pro Gallone!) und dann ging es ab auf den , der wohl schönsten Anfahrt nach . Auf dem Pass gab es immer wieder tolle Ausblicke zu genießen mit tollen Seen und den Bergen im Hintergrund.

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Nach dem Tioga Pass geht es ins Valley hinunter. Da wir jedoch für das Tal schon den ganzen morgigen Tag haben, sind wir weiter in den südlichen Parkteil gefahren, um uns dort Sequoias (Mammut Bäume) anzuschauen. Auf dem Weg dorthin hatten wir einen tollen Ausblick auf den Halfdome.

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Auch einen tollen , den , haben wir gesehen.

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Am Strassenrand gab es auch noch einen kleinen aber feinen weiteren Wasserfall ():

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Und nochmal war der Blick auf den toll:

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Schließlich waren wir in bei den Sequoias angekommen. Bäume sind eine Art Mammut Baum, auch wenn der Sierra nicht der größte seiner Art ist. Dennoch sind die Bäume hier bis zu 90m hoch und haben ein Alter von bis zu 3.000 Jahren. Den ersten sehenswerten Baum gab es schon kurz nach dem Parkplatz – den .

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Dieser Baum stürzte vor ca. 300 Jahren um. Sein Alter ist aber viel höher. Sequoias stürzen recht leicht um, da ihre Wurzeln nur sehr flach sind und sie somit leicht das Opfer von Schnee und Wind sind.

Die nächsten sehenswerten Bäume sind der “” (Der Junggeselle und die 3 Grazien).

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Das Besondere bei den Bäumen ist, dass sie sowohl Feuer- als auch Insektenresistent sind. Ursache ist der extrem hohe Tanningehalt, der auch die bronzefarbene Rinde verursacht. Vor dem Menschen bewahrt hat diesen Baum jedoch eine andere Eigenschaft. Fällt man den Baum, so zerbricht er sofort am Boden, so dass keine langen Stücke über bleiben. Für Holzfäller also ein eher unbrauchbarer Baum.

Weiter ging es dann zum . Der Stamm dieses Baumes hat gut 2m Durchmesser und sein Alter wird auf 2.700 Jahre geschätzt.

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Trotzdem der Mensch den Baum zwar nicht gefällt hat, hat er ihn dennoch bedroht und zwar durch die Vermeidung (!!) von Feuern. Durch weniger Feuer konnten andere Baumarten sich weiter verbreiten und den jungen Sequoias das lebensnotwendige Licht nehmen. Erst in den 60er Jahren wurde dies erkannt und nunmehr sind natürliche Feuer auch wieder erwünscht.

Weiter ging es dann zum . Hier wurde durch Menschenhand ein Tunnel in den Baum geschlagen, damit man 1859 mit Kutschen durchfahren konnte. Ein weiterer Tunnelbaum, der Wawona Tunnel Tree, ist auch in der Nähe, jedoch umgestürzt.

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Interessant ist übrigens auch die Größe der Zapfen, wie folgender Vergleich mit meiner Hand zeigt.

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Hier auch etwas abstrakte Wurmkunst:

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Der vorletzte Baum war dann das Faithful Couple. Hier sind zwei Bäume am Grund zusammengewachsen, während sie weiter oben noch getrennt sind.

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Und schließlich ein letzter Baum, der Clothespin Tree, wo es einen durch Feuer natürlich entstandenen Tunnel gibt.

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Dann war es auch höchste Zeit wieder ins Yosemite Village zurück zu kommen, denn ich hatte keine Lust, bei Dunkelheit durch die Bergkurven zu müssen. Die Rückfahrt dauerte nochmal eine gute Stunde und im Village hatte sich dann auch der , ein großer Granitfels gezeigt.

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Vorbei an den ging es dann weiter zum Curry Village, wo die Unterkunft für die nächsten 2 Tage ist. Hier hatte ich für unverschämte 85 USD eine Zeltkabine (mit Außenwaschanlagen) gebucht. Aber für Yosemite immernoch günstig. Dann kam es aber richtig dick, denn die Schlüssel passten nicht. Also ich zurück zur Rezeption und neue Schlüssel bekommen. Die passten auch nicht, also ich wieder zurück zur Rezeption und dann mit dem dritten Schlüsselpaar hat es dann endlich geklappt. Danach hieß es dann alles aus dem Gepäck was Nahrungsmittel ist oder Kosmetika. Diese Sachen mussten außerhalb in einer Bärenbox verstaut werden, damit die Bären nicht versuchen, in die Zelte zu kommen.

Nach diesem Ankunftsstress habe ich noch kurz den ersten Teil dieses Artikels geschrieben und dann bin ich auch schon halbtot ins Bett gefallen. Insgesamt mal wieder ein ereignisreicher und schöner Tag.

Fazit:

  • Bodie State Park ist in meinen Augen ein echtes Juwel
  • Mono Lake war gut für den kurzen Abstecher, fand ich aber nicht den Brüller
  • Die Fahrt über den Tioga Pass nach Yosemite war sehr schön und auch der Ausflug in den Süden zu den Sequoias hat sich gelohnt.
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