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… das war es denn auch schon fast. Es ist jetzt knapp 9:30 Uhr morgens und ich habe meine Sachen soweit gepackt. Zuvor war ich gerade noch frühstücken beim IHOP. Standesgemäß für die USA bin ich die 200m natürlich (wie auch sonst) mit dem Auto gefahren

Jetzt fahre ich gleich noch nach Buringame und schau kurz in das PEZ-Museum. PEZ – erinnert ihr euch an diese kleinen Spender für die Pfeffies (diese kleinen Pfefferminzbonbons)? Genau darum geht es in diesem (wohl recht kleinen) Museum. Da es aber nur wenige Minuten vom Flughafen weg ist und ich noch ein wenig Benzin habe, düse ich noch kurz dorthin.
Ich schreib dann später also noch ein paar Zeilen….
…so jetzt bin ich am Flughafen und kann meinen letzten Bericht für das Tagebuch zu Ende schreiben. Ich bin also vorhin kurz nach Burlingame zum PEZ-Museum.

In dem kleinen Museum (Museum ist übertrieben, es ist eher ein einzelner Raum) sind sämtliche PEZ-Spender ausgestellt, die jemals herausgegeben wurden. Der Besitzer hat sie alle gesammelt und so die weltweit einzige Ausstellung davon gemacht. PEZ kommt eigentlich aus Österreich, wo die Firma auch noch bis heute sitzt. PEZ ist dabei eine Abkürzung für Pfefferminz, denn das war ursprünglich die einzige Geschmacksrichtung der kleinen Bonbons.

Witzig ist, dass die Welt Ebay den PEZ zu verdanken hat, denn die Freundin des Ebay-Gründers hatte seiner Zeit eine Internetseite erstellt, um mit Leuten aus aller Welt ihre PEZ-Spender zu tauschen. Aus dieser Seite wurde später Ebay. Aus diesem Grund hat Ebay auch Anfang des Jahrtausends eine Serie eigener PEZ-Spender herausgegeben.

Ansonsten befindet sich hier auch der weltweite größte PEZ-Spender:

Und das war es dann auch. Nach einem Donut und einem Apple-Fritter bin ich dann zu Flughafen, wo ich unkompliziert das Auto abgegeben habe. Im Nachhinein war das Auto in Ordnung für den Preis. Immerhin habe ich es geschafft, es knapp unter 10l zu fahren.
Danach ging es dann zum Checkin, was sich unglaublich hingezogen hatte, da die eine Mitarbeiterin mit 3 Schaltern hoffnungslos überfordert war. Ähnlich war die Situation in den Sicherheitskontrollen, aber ich hatte ja Zeit.
Nun warte ich hier auf meinen Flieger und es wird Zeit für ein Fazit nach knapp 4000km in 3 Wochen mit gut 3600 Bildern. Es war eine sehr schöne Rundreise, die wieder den richtigen Mix aus allem Bot. Von den lebhaften Städten bis hin zur Natur und Tierwelt war alles dabei, genauso, wie vom Meer, über die Berge und die Wüste. Insgesamte eine tolle Ergänzung zu meinem Urlaub 2007 und ich habe viel neues sehen können. Leider gilt am Ende immer das gleiche: der Urlaub war viel viel zu kurz.
So und jetzt geht es nach Hause bis ich in 18h wieder in Luxembourg bin. Was bleibt ist noch das Sortieren der vielen Bilder und das Versehen der Bilder mit den GPS-Koordinaten, denn dies ist der erste komplette Urlaub, den ich per GPS nachverfolgen kann. Mal sehen, was ich daraus in der nächsten Zeit noch machen kann.
Das Reisetagebuch 2009 schließt aber damit seine Pforten
Und da bin ich wieder wo alles losging – in San Francisco und aus der Tatsache, dass ich heute noch schreibe, kann man schließen, dass ich noch am Leben bin und somit heil wieder angekommen bin. Heute war nochmal ein recht langer Tag gewesen mit viel Programm, was aber doch sehr gut gepasst hat.
Halb 7 klingelte heute früh der Wecker, denn ich wollte doch recht pünktlich aus Petaluma wegkommen. Aufgefrischt und einen Kaffee später bin ich dann kurz nach halb 8 losgefahren ins 20min entfernte San Rafael. Dort gibt es eigentlich nicht viel zu sehen, außer die dortigen Mission, zu der ich für einen kurzen Fotostop gefahren bin. Die Mission San Rafael Arcangel ist die 20. und damit vorletzte der Kalifornischen Missionen. Aus der ursprünglich als Assistenzmission für San Francisco gedachten Mission wurde erst 1822 eine vollwertige Mission. Bereits 12 Jahre später fiel sie jedoch als erste Mission der Säkularisierung zum Opfer und wurde danach z.T. als Militärgebäude genutzt. Nachdem die alte Mission nach und nach verfiel wurde sie durch eine Holzkirche ersetzt, bis man 1949 die heutige Replika errichtete. Ich habe mir die Mission nur von außen angeschaut, dann drinnen gerade eine Andacht war. Mehr als ein kurzer Fotostop war es wirklich nicht, aber es lag ja direkt auf dem Weg.

Bevor es danach wieder auf den Highway ging, habe ich noch schnell ein paar Gallonen Benzin nachgefasst. Nur eine knappe Viertelstunde später war ich dann auch am Herzstück der Bay-Area angekommen – der Golden Gate Bridge. Mittlerweile bin ich ja zum Dritten mal an der Brücke und diesmal war es sogar schon am Morgen sonnig und klar. Also lohnte es sich, ein paar Bilder zu machen (obwohl ich lieber mal gesehen hätte, wie Nebenschwaden unter der Brücke sind, während die Brücke klar zu sehen ist
). Also habe ich die letzte Abfahrt direkt vor der Golden Gate genommen und bin auf den Parkplatz. Knippse scharfgemacht und GPS gestartet und schon gings los:



Auf der Platform gibt es auch ein Gedicht zur Brücke, welches man hier nachlesen kann (inkl. der Geschichte dazu): www.coastalpost.com/96/5/18.htm
Danach ging es dann noch rauf auf den Hügel, wo man von der anderen Seite auf die Brücke schauen kann:


Schließlich bin ich auf der anderen Seite noch bis runter ans Ufer gefahren, wo ich (glaube ich) noch nicht vorher mal gewesen war und habe ich dort noch ein paar Fotos gemacht.


Schließlich kann man auch die Skyline von hier erahnen:

Anschließend ging es dann motorisiert über die Brücke, wobei ich auch das ein oder andere Foto gemacht habe, bzw. es versucht habe – Fotografieren und Autofahren zugleich ist gar nicht so einfach

So und zu guter Letzt hier noch der Tagesbeweis, dass ich noch lebe

Dann ging es einmal quer durch die Stadt und dann durch die zweite große Brücke – die Bay Bridge – direkt wieder hinaus. Unterwegs habe ich versucht ein paar Bilder von Downtown und von der Fahrt auf der Bay Bridge aus dem Auto zu machen:


Anschließend war dann erstmal eine halbe Stunde triste Fahrt angesagt, bis ich bei der Mission San José angekommen war. Es handelt sich hierbei um die 14. Mission, die 1797 durch Francisco Lasuén gegründet wurde. Die alte Mission wurde jedoch 1868 bei einem Erdbeben zerstört. Die heutige Mission ist eine Replika aus den 80er Jahren. Für 3 Dollar habe ich mir die Kirche und das Museum dann auch angeschaut.


Im Gegensatz zu den meisten Missionen, die einen Tagesritt (mit dem Pferd) voneinander entfernt sind, ist San José nur 3 Meilen von der Mission Santa Clara entfernt. Hintergrund hierfür ist, dass die Mission sonst ziemlich weit im Hinterland gewesen wäre und man dort vor aggressiven Indianerstämmen Angst hatte.
Die Mission ist selbst ganz nett, aber sicherlich kein Highlight, wenn man schon ein paar andere gesehen hat. Geschadet hat der Stop aber sicher auch nicht
Und weiter ging es dann auch direkt zur eben schon angesprochenen Mission Santa Clara de Asis. Es ist die 8. Mission und sie wurde 1777 noch von Junipero Serra gegründet. Heute sieht man die mittlerweile 5. Kirche von 1929 auf dem Gelände, da die letzten bei Erdbeben zerstört wurden. Die Mission ist heute Kapelle der Universität von Santa Clara. Sicher eine der schöneren Missionen.


Damit war es das dann aber auch wirklich mit den Missionen. Von den 21 Missionen in Kalifornien habe ich auf dieser Rundreise 17 gesehen. Insgesamt eine interessante Geschichte die hinter den Missionen steht und viele davon waren ihren Stop auch wirklich wert.
Als nächstes stand heute dann aber was ganz was anderes auf dem Plan – das Winchester Mystery House. Zuvor musste ich aber erstmal den Weg dorthin finden, denn irgendwie gab es das, was in meinem Routenplaner stand nicht. Also bin ich ein wenig frei Schnauze gefahren und trotzdem (mit nur etwas Verspätung) angekommen.

Das Haus war die Residenz von Sarah Winchester, Gattin und spätere Witwe den Waffenproduzenten William Winchester. Nach dessen Tod hatte sie eine Art Verfolgungswahn, dass Geister derjenigen, die mit Winchester Waffen erschossen wurden, sie verfolgen. Die einzige Möglichkeit ihnen zu entkommen, war ein Haus zu schaffen, was wie ein Labyrint ist und was niemals fertig ist. Und so entstand dieses Haus mit 160 Räumen auf 4 Stockwerken (vor dem Erdbeben 1906 waren es noch 7, doch ein Turm wurde zu schwer beschädigt). Damit die Geister sie nicht finden, hatte Sarah Winchester 40 Schlafzimmer. Auch die Anzahl der Fenster ist mit über 10.000 gigantisch. Das kuriose ist dabei, dass es für das ganze Haus keinen Bauplan gibt und auch sonst nicht alles Sinn macht, was im Haus ist, so z.B. Türen hinten denen Wände sind, oder aber Treppen, die einfach in der Decke enden:

Oder aber Schranktüren, hinten denen kein Schrank, sondern einfach der nächste Raum ist und Balkontüren, die nicht auf einen Balkon, sondern direkt in den Abgrund führen:

Schließlich hatte die Witwe Winchester noch einen Faible für die Zahl 13 und so findet sich das immer wieder im Haus, wie z.B. 13 Schlafzimmer, oder 13 Garderobenhaken oder aber 13 Löcher im Abfluss vom Waschbecken:


Das Haus wurde über 600 Mal umgebaut und niemand weiss warum viele Dinge so gemacht wurden. Kurios ist auch, dass der Haupteingang nie benutzt wurde.
Naja ein netter Stop, wäre der Guide nicht so nuschelig gewesen. Den zu verstehen war echt eine Herausforderung – als wenn die Zähne zusammengeklebt hätten. Naja und der Preis war mit 26 Dollar auch recht heftig. Aber gut, es ist Urlaub
Danach ging es dann zum letzten Stop für heute ins Los Trancos Open Space Reserve. Das ist eine Gegend in den Bergen, direkt im San Andreas Graben. Um dort hinzukommen musste ich mal wieder durch eine enge Bergstrasse. Hohenangst sollte man nicht haben, denn eine Leitplanke gab es nirgends.
Naja dort angekommen musste ich beim Aussteigen feststellen, dass es schweinekalt war. Ich schätze mal deutlich unter 15 Grad. Und ich in kurzen Hosen. Naja – ich wollte ja ne kleine Runde wandern…

Den Graben selbst kann man natürlich eher nicht sehen, da er mit Erde verschüttet ist. Gelbe Marker verraten jedoch den Verlauf. An einer Stelle sieht man einen Zaun aus zwei Teilen. Der Abstand markiert den Versatz beim Beben von 1906.

Ansonsten war dieser Baum noch interessant. Beim Erdbeben war er wohl gestürzt, hatte aber noch genug Wurzelkontakt, so dass er aus der horizontalen Position heraus wieder nach oben weitergewachsen ist. Das das mit dem Erdbeben zusammenhängt konnte man anhand der Ringe feststellen.

Naja und das war es dann auch schon. Was mir aufgefallen war, ist eine unglaubliche Stille in dem Wald. Keine Vögel oder so – ob die Wissen, was da unter der Erde lauert? Naja jedenfalls war es nicht mehr und nicht weniger als eine kurze Wanderung. Für die meisten dürfte sich der Umweg hierhin nicht lohnen – für mich war es nochmal etwas Bewegung zum Tagesabschluss.

Dann ging es die letzten 60km nach San Francisco zum Hotel. Hier angekommen ist ganz ordentlich Sturm angesagt. Der Wind pfeifft jetzt schon den ganzen Abend hier. Morgen sind da wohl wieder lange Hosen angesagt…
Damit ist aber die große Fahrerei abgeschlossen und die letzten beiden Tage kann ich in einer der schönsten Städte überhaupt verbringen.
Für heute war es das aber erstmal nach einem langen und vielseitigen Tag
So, wieder zurück in Petaluma und damit auch zurück von Tag 2 im Napa Valley. Und es war wieder ein schöner uns sonniger Tag, wenn auch nicht ganz so warm wie gestern, aber doch knapp an die 30 Grad.
Heute morgen bin ich schon bei Sonnenschein aufgewacht und so stand nach einem Frühstück einem schönen Tag nichts mehr im Wege. Da im Napa Valley alles erst um 10 Uhr erwacht und es gerade mal kurz nach 8 war, bin ich erstmal nach Sonoma gefahren, der zweiten bekannten Weinstadt in der Gegend.
Sonoma ist so ziemlich das Gegenteil von Napa-Stadt was die Authenzität angeht. Während Napa so wirklich wie Disneyland ist, ist Sonoma eher die Realität, aber eine sehr schöne

Neben vielen hübschen kleinen Häusern (viele bieten Bed- und Breakfast an), gibt es noch ein kleines hübsches Zentrum, so dass ich erstmal einen kleinen Spaziergang gemacht habe.



Und noch etwas gab es in Sonoma zu sehen. Nach langer Zeit mal wieder eine Missionsstation: Mission San Francisco Solano.

Es ist die letzte der 21 Missionen und sie wurde 1823 errichtet durch Jose Altimira. Gleichzeitig ist hier auch das Ende vom Camino Real.

In der Mission drinnen war ich nicht, da sie noch nicht auf war, aber ich habe ja auch schon 2 oder 3 (oder so…) gesehen.
Nach diesem Zwischenstop ging es dann weiter in Richtung Napa, doch kurz vor Napa selbst habe ich noch einen Fotostop angelegt bei den Domaines Carneros. Es handelt sich dabei um ein Weingut mit tollen Außenanlagen. Von der Tour wurde mir im Visitor Center ausdrücklich abgeraten, so dass ich mich auf ein paar Fotos beschränkte. Hier sieht man aber recht deutlich, wie der Begriff Weingut hierzulande gelebt wird

Wie so oft bei den Amerikanern ist das Schloss jedoch kein historisches, sondern wurde erst 1988 nach dem Vorbild des französischen Schlosses Chateau de la Marquetterie erbaut.

Zügig ging es dann weiter, denn geplant war es, kurz vor elf in der Mitte des Napa Valley zu sein, genauergesagt bei Mumm Napa Valley.
So und wenn es jetzt bei dem Namen Mumm klingelt, dann geht es euch wie mir. Mumm in Eltville am Rhein – ist das etwa das Gleiche? Die Frage habe ich vor Ort auch gestellt, man konnte sie mir aber nicht beantworten. Man wusste nur, dass man als Mutter eine französische Champagnerfirma G.H. Mumm hat. Naja also musste ich das ganze selbst nachschlagen. In der Tat gibt es Mumm zwei Mal – das Champagnerhaus (G.H. Mumm) und das Sekthaus (Jules Mumm). Beide haben jedoch den gleichen Ursprung in einem gemeinsamen Unternehmen der 3 Mumm-Brüder Anfang des 19. Jahrhunderts. Während die Champagnermarke (und auch die US-Tochter damit) heute der Firma Pernod Ricard gehört, ist die Sektfirma von Rotkäppchen übernommen worden. Insofern ist der Name zwar gleich, aber die Unternehmen sind schon vor langer Zeit getrennte Wege gegangen.
However, der Grund warum ich hierher gefahren bin, war, dass Mumm Napa Valley eine kostenfreie Führung durch die Produktion anbietet. Insofern eine schöne Ergänzung zur Weinproduktion jetzt die Sektproduktion zu sehen. Da ich der einzige war, der irgendwie um 11 schon auf den Beinen war, hatte ich sogar eine VIP-Führung nur für mich allein
Zunächst ging es dazu zu ein paar Weinstöcken:

Hierbei handelt es sich um die vier Trauben (nur 3 sind auch dem Bild erkennbar), aus denen der Sekt hier hergestellt wird: Pinot Noir (Grundlage aller Sekte hier), Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Gris (z.T. als Ersatz für den Chardonnay). Damit ist also eine rote Traube (Pinot Noir / Blauer Spätburgunder) die Grundlage alle Sekte, auch der Weissen!
Das man aus roten Trauben Weißwein herstellen kann (Blanc de Noir), war mir ja bekannt, jedoch hat dieser Weißwein dann doch meist noch einen rosa Schimmer – Sekt jedoch nicht. Das wird erreicht, indem man die Trauben in verschiedenen Tranchen presst und auch nur sehr sanft. Dann sind die ersten Tranchen in der Regel weiss und nur am Ende kommt der roséfarbende Saft. Hier die Traubenpresse:

Die Trauben werden dabei für Sekt wesentlich früher als für Wein geerntet, um möglichst viel Säure zu haben und wenig Zucker. Danach startet dann der erste Gärungsprozess, welche ein paar Tage bis ein paar Wochen dauern kann. Das ganze geschieht in folgenden Edelstahltanks:

Am Ende der ersten Gärung hat der Wein (nichts anderes ist es zu dem Zeitpunkt) 11,5% Alkohol. Das Verfahren ist beim Champagner exakt das Gleiche, nur dass man einen Sekt nur dann Champagner nennen darf, wenn er aus der Champagne kommt. Ansonsten gibt es keinen Unterschied.
Nach der ersten Gärung kommt der Wein in Flachen zusammen mit Hefe und Zucker. Danach kommt eine Plastikkappe und ein Kronkorken auf die Flasche.

Dann kann der 2. Gärungsprozess beginnen an dessen Ende der Sekt ca. 12,5% Alkohol hat und auch das CO2 genügend entstanden ist. Die Länge der Lagerung auf der Hefe bei der 2. Gärung bestimmt dabei die Form des Sprudels und den Geschmack des Sektes.
Am Ende der 2. Gärung beginnt der Rüttelprozess, um die Hefe in den Flaschenhals zu bekommen. Dabei wird jede Flasche täglich ein Stück gedreht (gerüttelt), so dass die Hefe langsam in den Flaschenhals rutscht.

So war das zumindest früher!! Heute macht das eine Maschine genauer und schneller:

Wenn die Hefe dann im Flaschenkopf ist, wird der Kopf der Flasche gefroren und geöffnet, wobei die gefrorene Hefe hinausschießt. Anschließend wird der Sekt dann ggf. mit Zucker gesüsst. Der Zuckergehalt eines Sekts ist damit nicht wie beim Wein vom Reifegrad der Trauben und dem Alkoholgehalt abhängig – das war mir neu
Das ist eine alte Dosage-Maschine, mit der das gemacht wurde:

Schließlich kommt dann der Korken rein und das Metalgitter um den Flaschenkopf.
Insgesamt hat die Führung knapp 45min gedauert und war sehr informativ. Im Anschluss kann man sich noch 2 sehr schöne Fotogalerien von einem Starfotografen (der Stars ablichtet) und von Amsel Adams anschauen.
Sekt probiert hab ich nicht (bin ja nicht der große Sekttrinker), aber gelohnt hat sich der Stop auf jedenfall. Weiter ging es dann als nächstes zum einem Weingut am West-Rand des Napa Valley, der Hess Collection.
Auch hier war ich nicht wegen dem Wein, sondern wegen der Austellung moderner Kunst, die das Museum beherbergt und die man kostenfrei besichten kann.


Eine sehr lohnenswerte Ausstellung mit interessanten Exponaten. Mal was anderes als Wein hier im Valley
Danach war es dann aber doch Zeit für eine Weinprobe und dafür ging es wieder in den Norden des Valleys zu Beringer Wineries, für die ich einen Gutschein hatte für eine kostenfreie Probe.

Die Beringers stammen ursprünglich aus der Gegend um Mainz und sind vor über 100 Jahren hier her gekommen. Zu testen gab es 3 Weine und dabei habe ich mich für drei Weissweine entschieden – einen trockenen Riesling, einen Sauvignon Blanc und einen Chardonnay. Allesamt waren in Ordnung und der Riesling sicher der beste den ich in den USA bislang hatte, aber bei weitem nicht mit unseren Rieslingen konkurrenzfähig. Insgesamt nette Weine.
Sehenswert ist auch das Rhineland-House auf dem Anwesen:

Nach dem Wein musste dann aber erstmal wieder was in den Magen und so habe ich wie ja schon gestern bei V. Sattui Halt gemacht und mir wieder ein leckeres Sandwich geholt.
Danach ging es dann weiter zu Rutherford Ranch, die mit einem Wein & Schokolade-Tasting werben. Da ich auch da noch einen Gutschein für ein 2-für-1-Tasting hatte, bin ich dort hin. Da ich ja nur eine Person war, musste (
) ich zwei Proben machen, also habe ich die klassische Probe genommen (4 aus 6 Weinen stehen zur Auswahl) und die Dessertweinprobe (2 Weine). Die klassischen Weine (ich hatte einen Sauvignon Blanc, einen Zinfandel, einen Cabernet Sauvignon und einen Rhiannon – eine Cuvee) waren allesamt gut trinkbar und insbesondere der Zinfandel und der Rhiannon haben sehr gut geschmeckt. Auch die beiden Dessertweine (ein Muskat und ein Port) waren gut. Das Zusammenspiel mit der Schokolade beschränkte sich auf ein Stück Schokolade zum letzten Wein – also mehr Nepp als wirkliches Highlight. Bleibt also eine Probe von insgesamt 6 Weine für 10 EUR, was ok ist, zumal die Weine in Ordnung waren. Mehr gab es hier aber auch nicht zu sehen und von daher gibts auch keine Fotos.
Da sich mittlerweile der Verkehr immer mehr staute, bin ich dann auch langsam wieder zurück gefahren. Für den Tag war es auch wieder genug gewesen.
Es waren zwei schöne Tage im Napa Valley und ich bin froh nicht nur den einen Tag gehabt zu haben. Morgen geht es dann auf die letzte Etappe (
) einmal um die südliche Bay herum nach San Francisco.




































































































